Schulklasse aus Gengenbach zu Besuch in der Bibelerlebniswelt in Schönbronn

Junge Besucher zeigen sich interessiert / Probleme mit dem ÖPNV

Schramberg-Schönbronn. Zwei umweltfreundliche Lehrerinnen aus Genegenbach erkundeten für eine geplante Klassenfahrt den Weg von Gengenbach nach Schönbronn über die Möglichkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei diesem Test bestiegen sie den Zug in Gengenbach und fuhren nach Schiltach, von dort mit dem Bus zum Busbahnhof Schramberg und weiter zur Haltestelle Rose-Sulgen. Von dort ging es dann zu Fuß über den Schoren und durch den Wald nach Schönbronn, wie die Bibelerlebniswelt in einer Pressemitteilung informiert.

Der Plan ging auf und somit begab sich eine sechste Klasse aus Gengenbach am 7. November, allerdings bei heftigem Schneefall auch auf den Weg nach Schönbronn. Etwas schlapp und durchnässt, aber dennoch stolz auf die erbrachte ungewöhnliche Leistung traf die 27-köpfige Truppe in der Kirche von Schönbronn ein. Zum Glück war die Kirche gut vorgeheizt, so dass die nassen Klamotten wieder trocknen konnten.

Im Café Oriental packten dann alle ihre mitgebrachten Vesper aus und tranken mit Begeisterung den bereitgestellten heißen israelischen Tee. Dann begaben sich alle nach dem Lied „hewenu shalom malechem …“ und der Begrüßung durch das Shofar (Widderhorn) auf den Rundgang durch die Bibelerlebniswelt. Bestaunt wurden die aus Bethlehem stammenden Figuren aus Olivenholz und es wurden die biblischen Duftöle wie Weihrauch, Mhyrreh, Narde gerochen und begeisternd wahrgenommen.

Dann folgte der Rundgang durch die Darstellungen des Neuen Testaments. Im Raum der Religionen gab es kurze Erklärungen über die sakralen Gegenstände der drei abrahamitischen Religionen; „Judentum, Christentum und Islam“. Dann ging es auf die Empore zur Musikoase und zum Höhepunkt des Besuches ins Abrahams-Erzählzelt (Beduinenzelt). Hier erfuhren die Gäste einiges über das Nomadenleben, wie zu Zeiten Abrahams und Moses bis in die heutige Zeit. Sehr aufmerksam zuhörend erfuhr die Schulklasse mancherlei über das einfache und genügsame Leben in der Wüste und ihre Gewohnheiten, welche zum Teil auch Auswirkungen bis in unsere westliche Welt haben, jedoch leider wieder vielfach in Vergessenheit gerieten.

Nach all den neuen Eindrücken und Erkenntnissen begab sich dann die Gruppe wieder auf den Heimweg, der allerdings mit Überraschungen aufwartete. Gemäß dem Fahrplan der Lehrerinnen, fuhr der angekündigte Bus ab Schönbronn nicht. Beim Anruf auf dem Busbahnhof in Schramberg gab es am Freitag Nachmittag keine Bürobesetzung und das Telefonat zum Rufbus ergab, dass dieser nur am Abend angefordert werden könne. Etwas gefrustet machte sich dann die Gruppe wieder bei Schneefall zu Fuß auf den Weg durch den Wald bis zur Rose-Haltestelle auf dem Sulgen.

„Was lehrt uns das? Vertraue nicht den Mitteilungen der öffentlichen Verkehrsmittel. Dies zeigt wieder einmal, wie abgeschnitten man entgegen vielerlei gegenteiliger Behauptungen, auf dem Lande sein kann“, macht Dieter Vanselow deutlich.

Info: Informationen zur Bibelerlebniswelt sind über das Telefon 07422 / 53332 und
www.bibelerlebniswelt.de zu erhalten.

 

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