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Rottweil
Samstag, 7. Dezember 2019
Start Kirch­li­ches Stim­men­ge­wal­ti­ges Fest der Rott­wei­ler Kir­chen­chö­re

Stimmengewaltiges Fest der Rottweiler Kirchenchöre

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ROTTWEIL – Es war das ers­te Mal, dass sich alle acht Kir­chen­chö­re auf Rott­wei­ler Stadt­ge­biet zu einem öku­me­ni­schen Sin­gen zusam­men­ge­fun­den haben. In der Auf­­er­s­te­hung-Chris­­ti-Kir­che gestal­te­ten sie musi­ka­lisch eine öku­me­ni­sche Ves­per im Stil eines eng­li­schen Even­song.

Dia­kon Peter Hepp lei­te­te zusam­men mit sei­ner Frau Mar­ghe­ri­ta Hepp und Eva- Maria Krau­se die Lit­ur­gie die­ser öku­me­ni­schen Ves­per. Es war beein­dru­ckend, wie der taub­blin­de Dia­kon sei­ne gedach­ten Wor­te gebär­de­te und sei­ne Frau die­se für die Kir­chen­be­su­cher über­setz­te.

Sei­ne Anspra­che hat­te als The­ma „unser Leben – ein Lied.“ Hepp ist seit Geburt taub, spä­ter ist er dann noch erblin­det. „Ich ken­ne eure Musik nicht. Ich habe nie Musik gehört.“ Er ließ sich von sei­ner Frau erklä­ren, wie die ein­zel­nen Stim­men eines Cho­res klin­gen, wie vie­le unter­schied­li­che Stim­men es gibt und wie sie vom Diri­gen­ten zu einer Har­mo­nie zusam­men­ge­führt wer­den. Und genau­so wir­ke auch die gött­li­che Auto­ri­tät. Gott als der gro­ße Maes­tro sor­ge dafür, dass alle trotz gro­ßer Viel­falt in einer Sym­pho­nie zusam­men­le­ben. Unser Leben soll­te jeden Tag eine Chor­pro­be mit unse­rem Herrn sein, mein­te Hepp. Wohl sel­ten hat ein Pre­di­ger eine der­art auf­merk­sa­me Zuhö­rer­schaft wie Hepp sie hat­te. Der Kon­trast zwi­schen dem Jubel der Chö­re und der geschil­der­ten Stil­le im Inne­ren die­ses Tau­ben konn­te nicht grö­ßer sein. Das hat die Anwe­sen­den zutiefst nach­denk­lich gestimmt, dank­bar für das Geschenk funk­tio­nie­ren­der Sin­ne.

Im Mit­tel­punkt der Ves­per stand das gesun­ge­ne Wort. Die Orgel spiel­te Wolf­gang Weis. Johan­nes Vöh­rin­ger und Juli­an König diri­gier­ten abwech­selnd den gro­ßen Chor. Die­se geist­li­che Stun­de war sehr fei­er­lich und alle konn­ten sich aktiv betei­li­gen. Am Ende des gut besuch­ten Got­tes­diens­tes gab es dank­ba­ren Applaus für die 130 Chor­sän­ge­rin­nen und Chor­sän­ger.

 

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