„Wege zur sozialen Neugestaltung“

Der Sozialwissenschaftler Christoph Strawe bei Marktplatz Kirche Schramberg am 26. Oktober zu Gast

SCHRAMBERG ( pm) – Christoph Strawe, Leiter des von ihm mitbegründeten Instituts für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart und Professor an der Freien Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik, spricht bei Marktplatz Kirche Schramberg am Montag, 26. Oktober, um 20 Uhr im Elisabeth-Glöckler-Saal der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn.

Der Philosoph und Sozialwissenschaftler gibt seit 1990 die Vierteljahreszeitschrift „Sozialimpulse“ heraus und ist, laut Veranstalter, „durch zahlreiche Publikationen und seine Seminar- und Vortragstätigkeit hervorgetreten.“ Auch engagiert er sich für die Vernetzung zwischen Menschen, die Wege zur sozialen Neugestaltung suchen und praktische Initiative ergreifen. Zu seinen Weggefährten gehörte hierbei auch der ehemalige Schramberger Oberbürgermeister Roland Geitmann.

In seinem Vortrag werde Strawe weltweite aktuelle Konflikte betrachten und der Frage nachgehen, in welcher Richtung gearbeitet werden muss, um nicht nur deren gravierendste Folgen zu lindern, sondern schließlich auch zu einer nachhaltigen Besserung der Verhältnisse zu gelangen.

Bei der Analyse der Probleme stößt man, so Strawes Überzeugung, immer wieder auf eine unheilvolle Verquickung zwischen ökonomischen Interessen, politischen Machtansprüchen und kulturellen Ambitionen. Seit langem beschäftigt ihn die Frage, wie diese Verhältnisse – im Großen und im Kleinen – entwirrt werden können und welche Struktur- und Bewusstseinsveränderungen in der Gesellschaft hierfür entstehen müssen.

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Es ist zu erwarten, das Strawe auch seinen methodischen Arbeitsansatz einer „Dreigliederung des sozialen Organismus“ transparent machen und auf die aktuelle Probleme der Zeit und mögliche Handlungsansätze beziehen wird.

Dabei wird es zum einen um die Perspektiven einer Wandlung der Wirtschaft hin zu einer solidarischen und ökologischen Ökonomie gehen. Zum anderen handelt es sich um die Befreiung der Kultursphäre von Zwängen und Behinderungen. Beides kann nicht gelingen, wenn nicht Demokratie und Menschenrechte verteidigt und erweitert werden.

Marktplatz Kirche, das mit seinem Jahresprogramm „Mut zu neuen Wegen“ fordert, bietet nach dem Vortrag wiederum Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu stellen und beim abschließenden Marktplatz untereinander ins Gespräch zu kommen.

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