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Montag, 3. August 2020
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    Weltkirche ganz nah

    DIETINGEN – „Eine kleine brasilianisch-deutsche Bischofskonferenz“ freute sich Weihbischof Thomas Maria Renz bei seiner Begrüßung in der St. Nikolauskirche in Dietingen. Zu Besuch waren Bischof Leonardo Ulrich Steiner, bis vor kurzem Generalsekretär der brasilianischen Bischofskonferenz, Bischof Jaime Spengler, Erzbischof von Porto Alegre und erster stellvertretender Vorsitzender der brasilianischen Bischofskonferenz und Bischof Bernardo Johannes Bahlmann, Bischof von Obidos am Amazonas und Vorsitzender der Bischöfe in Ost-Amazonien.

    Mit ihnen feierten Dekan Albrecht Zepf, Verwandte von Pater Godofredo Sieber, Freunde, Gemeindemitglieder und Gäste als Mittelpunkt ihres Besuchs Gottesdienst. Dabei rückte Weltkirche ganz nah, denn alle drei brachten einen Impuls aus ihrer Arbeit in Brasilien mit, denn „wenn drei Bischöfe da sind, gibt es auch drei Predigten“, meinte Bischof Bahlmann schmunzelnd.

    Erzbischof Spengler erzählte von einem Pastoralbesuch. Es gab dort eine Frau, arm und in großer Not. Zwei ihrer Söhne waren in kriminelle Geschäfte verwickelt und wurden in kürzester Zeit ermordet. Bei einem Besuch traf man sie an wie schlafend, die Bibel als Kopfkissen unter ihrem Ohr, dabei konnte sie gar nicht lesen. Auf die Frage danach antwortete sie: Ich versuche zu erlauschen, was Gott mir sagen will. Zu erlauschen, was Gott sagen will, aber auch das Zuhören in der Begegnung mit den Menschen sind die Wegweiser, wenn es hier in Deutschland wie auch dort in Brasilien darum geht Wege zu finden, Jugendlichen den Glauben zu erschließen und Familien zu begleiten. In einem Nachgespräch wurde es konkret: „Selbstverletzung und Selbstmord sind ein großes Thema an Schulen und Universitäten in meiner Diözese.“ Es ist wichtig, das beim Namen zu nennen und die Augen nicht vor der Not der Jugendlichen zu verschließen.

    Bischof Steiner berichtet von seiner Arbeit in der Hauptstadt Brasilia: Dort gibt es die größte Favela (Armenviertel) Brasiliens, vielleicht sogar die größte Südamerikas. Aber es gibt auch viele lebendige Gemeinden. Trotz großer Nöte ist die Dankbarkeit die Basis, auf der sich viele, gerade auch junge Menschen für ihre Nächsten in Dienst nehmen lassen. Diese Dankbarkeit zu pflegen legte er den Mitfeiernden an Herz.

    Bischof Bahlmann berichtete aus dem Amazonasgebiet. Mit circa zwei Dutzend Priestern betreut er etwa 180 000 Katholiken. Bis zu 150 Ortsgemeinden umfasst eine Pfarrgemeinde. Vor Ort leiten Laien, oft Frauen die Gemeinden. Auch zu den Bränden im Amazonasgebiet nahm er Stellung: „Im Amazonasgebiet war die Kirche schon immer eine, die sich einmischte, konkret anpackte und für die Rechte der Menschen einstand.“ Deshalb schweigen die Bischöfe Amazoniens auch nicht, wenn es um die Waldbrände geht. Wenn die Politik nicht bereit ist, Hilfe aus Deutschland und anderen Ländern anzunehmen, muss das nicht heißen, dass Kirche nicht ihre weltkirchlichen Verbindungen nutzt, wenn es um die Aufforstung der Regenwälder geht. Das Feuer werde schon lange zur Pflege der bestehenden Weiden eingesetzt, so Bahlmann, aber die Brände, die jetzt wüten, sind außer Kontrolle. Sie sind gelegt, um noch mehr wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Fortschritt werde immer gemessen am Gewinn. Aber wir sollten Fortschritt daran messen, wie gut es uns gelingt, die Welt als Gottes Schöpfung zu begreifen und so zu leben. Das schließt auch uns Menschen ein. Natur fängt nicht irgendwo an. Wir Menschen sind Teil davon. Unter der Überschrift “Ganzheitliche Ökologie“ sind diese Gedanken Schwerpunktthema der Amazonien-Synode, eines Treffens von etwa 120 Bischöfen aus neun Ländern aus der Amazonasregion mit dem Papst, das am 6. Oktober in Rom beginnt.

    Kirche packt konkret an: Ein Beispiel dafür ist das Krankenhausschiff „Papa Francisco“, das seit Juni auf dem Amazonas die medizinische Grundversorgung von etwa 700 000 Menschen auf ca 1000 km sichert. Zugunsten dieses Projektes konnte Bischof Bahlmann am Ende des Abends eine Spende von mehr als 2700 Euro aus der Kollekte und von der Kirchengemeinde St. Nikolaus übergeben werden. „Bei uns Franziskanern heißt es: eure Verwandten sind auch unsere Verwandten, und so können wir uns als große Familie verstehen.“, sagte er zum Abschluss des Gottesdienstes. Dies wurde spürbar an diesem Abend. Großfamilie Sieber und die Kirchengemeinde Dietingen freuen sich jetzt schon auf den nächsten Besuch. Bis dahin, so baten die Bischöfe, bleibt mit uns im Gebet verbunden.

     

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