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Donnerstag, 2. April 2020
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    CDU Rottweil: Enttäuschendes Wahlergebnis soll motivieren

    ROTTWEIL – Die neu gewählten CDU-Stadträte trafen sich mit Kandidaten und Vorstandsmitgliedern, um eine vorläufige Bilanz des Wahlkampfes und des Wahlergebnisses zu ziehen. Dabei wurde festgestellt, dass die künftige CDU-Fraktion das niedrigste Durchschnittsalter aller Fraktionen habe und mit Pascal Schneider den jüngsten Stadtrat stelle. Diese positiven Aspekte würden aber mehr als getrübt durch die Tatsache, dass man zwei Mandate verloren habe.

    Da es zur Wahlanalyse im Gegensatz zur Landes-, Bundes- und Europa-Ebene für den kommunalen Bereich praktisch kein empirisches Material gebe, sei man weitgehend auf allgemeine Erfahrungswerte und Vermutungen angewiesen.

    Ein eigenes Versäumnis im Wahlkampf wurde darin gesehen, dass die in der vergangenen Wahlperiode erzielten Erfolge eine zu geringe Rolle gespielt hätten. Als herausragende Beispiele wären die Fertigstellung des Testturms auf dem Berner Feld und der Zuschlag für die Landesgartenschau 2028 zu erwähnen. Allerdings konnten keine weiteren nennenswerten negativen Einflüsse auf kommunaler Ebene ausgemacht werden. Daraus erwuchs die Erkenntnis, dass die politische Großwetterlage stärker als früher das Wahlgeschehen auch auf unterer Ebene beeinflusse, was man auch flächendeckend als Trend beobachten könne.

    Auch eine interessante Parallele wurde entdeckt. So wie im Europaparlament sind künftig auch im Rottweiler Stadtrat nicht nur wie bisher zwei Fraktionen zur Bildung einer Mehrheit notwendig, sondern es müssen sich mindestens drei Fraktionen zusammenfinden.

    Die Rottweiler CDU will nach diesem enttäuschenden Wahlergebnis nun nach vorne blicken und verstärkt durch Sacharbeit überzeugen. Nachdem nun die beiden Projekte der Activ-Group am Nägelesgraben und in der Duttenhofer Villa vorankommen, soll nun das Augenmerk auf die Parkierungsfrage gerichtet werden. Zum einen gehe es um die Errichtung des beschlossenen Parkdecks auf der Groß’schen Wiese. Zum anderen müssten die bei der geplanten Parkierungsanlage an der Ecke Bahnhof-/Ruhe-Christi-Straße aufgetauchten Probleme umgehend geklärt werden.

     

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