Sie bilden die CDU-Fraktion im neu gewählten Gemeinderat der Stadt Rottweil (von links): Hans-Peter Alf, Monika Hugger, Ralf Banholzer, der als Stadtrat neu gewählte CDU-Stadtverbandsvorsitzende Rasmus Reinhardt, Günter Posselt und Pascal Schneider, künftig jüngstes Stadtratsmitglied. Foto: pm

ROTTWEIL – Die neu gewähl­ten CDU-Stadt­rä­te tra­fen sich mit Kan­di­da­ten und Vor­stands­mit­glie­dern, um eine vor­läu­fi­ge Bilanz des Wahl­kamp­fes und des Wahl­er­geb­nis­ses zu zie­hen. Dabei wur­de fest­ge­stellt, dass die künf­ti­ge CDU-Frak­ti­on das nied­rigs­te Durch­schnitts­al­ter aller Frak­tio­nen habe und mit Pas­cal Schnei­der den jüngs­ten Stadt­rat stel­le. Die­se posi­ti­ven Aspek­te wür­den aber mehr als getrübt durch die Tat­sa­che, dass man zwei Man­da­te ver­lo­ren habe.

Da es zur Wahl­ana­ly­se im Gegen­satz zur Landes‑, Bun­des- und Euro­pa-Ebe­ne für den kom­mu­na­len Bereich prak­tisch kein empi­ri­sches Mate­ri­al gebe, sei man weit­ge­hend auf all­ge­mei­ne Erfah­rungs­wer­te und Ver­mu­tun­gen ange­wie­sen.

Ein eige­nes Ver­säum­nis im Wahl­kampf wur­de dar­in gese­hen, dass die in der ver­gan­ge­nen Wahl­pe­ri­ode erziel­ten Erfol­ge eine zu gerin­ge Rol­le gespielt hät­ten. Als her­aus­ra­gen­de Bei­spie­le wären die Fer­tig­stel­lung des Test­turms auf dem Ber­ner Feld und der Zuschlag für die Lan­des­gar­ten­schau 2028 zu erwäh­nen. Aller­dings konn­ten kei­ne wei­te­ren nen­nens­wer­ten nega­ti­ven Ein­flüs­se auf kom­mu­na­ler Ebe­ne aus­ge­macht wer­den. Dar­aus erwuchs die Erkennt­nis, dass die poli­ti­sche Groß­wet­ter­la­ge stär­ker als frü­her das Wahl­ge­sche­hen auch auf unte­rer Ebe­ne beein­flus­se, was man auch flä­chen­de­ckend als Trend beob­ach­ten kön­ne.

Auch eine inter­es­san­te Par­al­le­le wur­de ent­deckt. So wie im Euro­pa­par­la­ment sind künf­tig auch im Rott­wei­ler Stadt­rat nicht nur wie bis­her zwei Frak­tio­nen zur Bil­dung einer Mehr­heit not­wen­dig, son­dern es müs­sen sich min­des­tens drei Frak­tio­nen zusam­men­fin­den.

Die Rott­wei­ler CDU will nach die­sem ent­täu­schen­den Wahl­er­geb­nis nun nach vor­ne bli­cken und ver­stärkt durch Sach­ar­beit über­zeu­gen. Nach­dem nun die bei­den Pro­jek­te der Activ-Group am Näge­les­gra­ben und in der Dut­ten­ho­fer Vil­la vor­an­kom­men, soll nun das Augen­merk auf die Par­kie­rungs­fra­ge gerich­tet wer­den. Zum einen gehe es um die Errich­tung des beschlos­se­nen Park­decks auf der Groß’schen Wie­se. Zum ande­ren müss­ten die bei der geplan­ten Par­kie­rungs­an­la­ge an der Ecke Bahn­hof-/Ru­he-Chris­ti-Stra­ße auf­ge­tauch­ten Pro­ble­me umge­hend geklärt wer­den.