Kandidatinnen und Kandidaten von SPD und BDU haben sich auf dem Mooshof in Tennenbronn über Bio-Landwirtschaft und Forstwirtschaft sowie Tourismus und erneuerbare Energien informiert. Foto: pm

Land­wirt­schafts­flä­chen im Schwarz­wald, Tou­ris­mus, Her­stel­lung von Käse, Forst­wirt­schaft und die Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gi­en- dies alles spielt auf dem Bio­hof von Eri­ka und Josef Gün­ter auf dem Moos­hof in Ten­nen­bronn eine gro­ße Rol­le. Welch gro­ße Anstren­gun­gen unter­nom­men wer­den müs­sen, um die Exis­tenz eines Bio­land­wirts zu sichern, das erklär­te Agrar-Inge­nieur Josef Gün­ter den Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten von SPD, Bunt­specht und BDU bei einer Besich­ti­gung des Hofes. Orga­ni­siert hat­te den Besuch Schram­bergs SPD-Vor­sit­zen­der Mir­ko Wit­kow­ski, wie es in einer Pres­se­mit­tei­lung heißt.

Wer im Schwarz­wald einen Land­wirt­schafts­be­trieb führt, der ist allein auf­grund der geo­gra­fi­schen Situa­ti­on mit gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert. Eri­ka und Josef Gün­ter haben sich vor 30 Jah­ren dazu ent­schie­den, die­se Auf­ga­be anzu­ge­hen. Fern­ab von Che­mie und Gly­pho­sat haben sie damals ent­schie­den, in Ten­nen­bronn den Moos­hof zu bewirt­schaf­ten.

Die bei­den set­zen dabei auf eine bio­lo­gi­sche Land­wirt­schaft. Sie haben 22 Milch­kü­he, die genü­gend Milch geben, so dass Dr. Josef Gün­ter sei­ne klei­ne Hof­kä­se­rei betrei­ben kann. Das Hand­werk hat der 59-Jäh­ri­ge in der Schweiz gelernt. Sein selbst­ge­mach­ter Käse ist in der wei­ten Umge­bung bekannt für bes­te Qua­li­tät und tol­len Geschmack. Den­noch braucht es auf dem Hof zahl­rei­che wei­te­re Stand­bei­ne, um die Exis­tenz zu sichern. Josef Gün­ter betreibt Grün­land­wirt­schaft und ist auch mit der Bewirt­schaf­tung von Wald beschäf­tigt. Zudem nutzt er erneu­er­ba­re Ener­gi­en für den Hof. Sei­ne Frau Eri­ka küm­mert sich außer­dem um die Ver­mark­tung der Feri­en­woh­nun­gen und den Hof­la­den. Erst vor kur­zem inves­tier­te die Fami­lie in den Aus­bau der alten Ten­ne. Die­se ist jetzt als Feri­en­woh­nung umge­baut und bie­tet Platz für bis zu acht Per­so­nen.

Was sich zunächst sehr idyl­lisch anhört, ist im All­tag oft har­te Arbeit. Auf vie­le inter­es­sier­te Nach­fra­gen der Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten der SPD und BDU erklär­te Josef Gün­ter , wie viel Zeit die unter­schied­li­chen Anträ­ge für För­der­pro­gram­me in Anspruch neh­men. Gleich­zei­tig stei­gen die Anfor­de­run­gen an einen Bio Land­wirt­schafts­be­trieb immer wei­ter. Auch stei­gen die Anfor­de­run­gen im Tou­ris­mus. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat er mit viel Eigen­in­itia­ti­ve einen neu­en Lauf­stall für die Kühe gebaut. Dar­in dür­fen sie sich frei bewe­gen. Das Ziel ist immer eine art­ge­rech­te Hal­tung, so dass die Kühe gute Milch geben kön­nen. Eine gro­ße Rol­le spielt hier­bei auch das Fut­ter, die­ses kommt aus der Grün­land­be­wirt­schaf­tung um den Hof her­um. Dass auch da Her­aus­for­de­run­gen durch die Schwarz­wald­hang­la­ge anste­hen, erklärt Josef Gün­ter anschau­lich. Alles in allem braucht es in allen Berei­chen bes­te Qua­li­tät, dass am Ende der berühm­te Moos­hof-Käse ent­ste­hen kann. Dass es zu all­dem auch noch auf das rich­ti­ge Loch­mus­ter beim Käse ankommt, erfuh­ren die Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten der bei­den Lis­ten dar­über hin­aus.

Trotz des har­ten und oft beschwer­li­chen All­tags wir­ken Eri­ka und Josef Gün­ter zufrie­den auf die Gäs­te . Sie haben mit dem Moos­hof ihren Traum ver­wirk­licht. Dies wur­de in der mehr als zwei­stün­di­gen Füh­rung deut­lich.