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Gui­do Klamt, der ÖDP-Lan­des­vor­sit­zen­de und Euro­pa­wahl­kan­di­dat auf Platz fünf der bun­des­wei­ten ÖDP-Lis­te sprach beim Regio­nal­ver­band S-B-H in Deiß­lin­gen bei einer sehr gut und nicht nur von Mit­glie­dern besuch­ten EU-Wahl­ver­an­stal­tung zum The­ma „Wen Wäh­len? – Eine ech­te Zukunfts­per­spek­ti­ve für Euro­pa mit der ÖDP!“. Hier­über berich­tet die ÖDP in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Zum Auf­takt zeig­te er auf, dass die ÖDP mit Pro­fes­sor Klaus Buch­ner in den letz­ten fünf Jah­ren einen sehr akti­ven EU-Abge­ord­ne­ten in Brüs­sel hat­te, des­sen Tätig­keit durch­aus Erfol­ge nach­weist, wenn auch klei­ne­re als die gro­ßen Frak­tio­nen. Er hat als Mit­glied der Frak­ti­on Greens/EFA als Haupt­be­richt­erstat­ter für „dual-use-Pro­duk­te (für zivi­le und mili­tä­ri­sche Pro­duk­te nutz­bar) durch sei­ne Arbeit eine gro­ße Mehr­heit im EU-Par­la­ment auf sei­ne Sei­te gezo­gen, so dass die Kom­mis­si­on momen­tan blo­ckiert und hofft, dass Buch­ner nicht wie­der gewählt wird. Das EU-Par­la­ment for­der­te auf­grund sei­ner Arbeit die Kom­mis­si­on auf, die Hal­tungs­be­din­gun­gen für Nutz­ka­nin­chen zu ver­bes­sern. Und als ent­schie­de­ner Geg­ner der EU-Frei­han­dels­ver­trä­ge konn­te er die­se zwar nicht ver­hin­dern, aber die Wir­kung der von den inter­na­tio­na­len Groß­kon­zer­nen ange­streb­ten Schieds­ge­rich­te ent­schei­dend schwä­chen.

Das sind Teil­erfol­ge einer kon­se­quen­ten öko­lo­gisch-sozia­len Wirt­schafts­po­li­tik, die die natür­li­chen Lebens­grund­la­gen für künf­ti­ge Genera­tio­nen bewahrt. Die jet­zi­ge neo­li­be­ra­le Wachs­tums­ideo­lo­gie aller im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en „ist auf Raub­bau und Miss­ach­tung der Men­schen gegrün­det“, so Klamt. „Die pro­fit-ori­en­tier­te Markt­wirt­schaft kennt kei­ne Gemein­wohl-Ori­en­tie­rung und öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit. Dazu braucht es einen welt­wei­ten fai­ren Han­del anstatt der Frei­han­dels­ab­kom­men, die die wirt­schaft­li­che Infra­struk­tur der Län­der in der drit­ten Welt zer­stö­ren und vor allem den mäch­ti­gen Indus­trie­staa­ten durch deren Export­ga­ran­ti­en nutzen.“Der zur­zeit viel dis­ku­tier­te Kli­ma­wan­del ist die Fol­ge die­ser rück­sichts­lo­sen Wirt­schafts­po­li­tik. Eine Besteue­rung von CO 2 und ande­ren Kli­ma schä­di­gen­den Schad­stof­fen ist drin­gend not­wen­dig. Das betrifft alle Berei­che: die Pro­duk­ti­on und den Ver­kehr zu Was­ser (Con­tai­ner- und Kreuz­fahrt­schif­fe), zu Lan­de (LKW/PKW) und den Flug­ver­kehr. Dazu for­dert die ÖDP eine auf Bio­di­ver­si­tät und Tier­schutz aus­ge­rich­te­te Agrar­po­li­tik. „Wir brau­chen einen öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck als Kenn­zeich­nung aller Waren und Leis­tun­gen, um die täg­li­che Kli­ma­be­las­tung durch jeden ein­zel­nen sicht­bar zu machen“, for­der­te Klamt vehe­ment. Die ÖDP ist gegen die indus­tri­el­le Mas­sen­tier­hal­tung, die nur mit über­mä­ßi­ger Ver­wen­dung von Anti­bio­ti­ka funk­tio­niert und zu Anti­bio­ti­ka-Resis­ten­zen führt, die die Human­me­di­zin schä­digt. Sie steht für eine bäu­er­li­che Öko­land­wirt­schaft ohne Che­mie und Gen­tech­nik und für regio­na­le Ver­mark­tung.

Für das EU-Par­la­ment for­dert die ÖDP den demo­kra­ti­schen Voll­aus­bau wie es ihn in jedem natio­na­len Par­la­ment gibt, beson­ders was den Finanz­haus­halt, das Ein­brin­gen von Geset­zes­vor­schlä­gen und die demo­kra­ti­sche Kon­trol­le hin bis zur Ableh­nung von Geset­zes­vor­la­gen der EU-Kom­mis­si­on. Ganz wich­tig ist der ÖDP die Bekämp­fung vom unsäg­li­chen Lob­by­is­mus und Spon­so­ren­tum in Brüs­sel und in allen natio­na­len Par­la­men­ten.