SPD-Kandidaten besuchen den Heiligenhof

DEISSLINGEN – Die Gemeinde- und Ortschaftsratskandidaten der Deißlinger SPD waren zu Besuch bei Familie Obergfell, die auf dem Heiligenhof seit rund 25 Jahren einen Hofladen betreiben. Bereits einige Jahre vor Einrichtung des Hofladens wurde der Betrieb auf Bio-Landwirtschaft umgestellt, wobei Christa und Albrecht Obergfell zu diesem Zeitpunkt zu den Vorreitern in der Region gehörten. Aus bescheidenen Anfängen wurde der Hofladen behutsam weiterentwickelt und stetig vergrößert, so dass der Heiligenhof heute neben Produkten aus eigenem Anbau ein vielfältiges Sortiment an Bio-Produkten zu bieten hat.

Nicht nur, dass das im vergangenen Dezember vorgestellte Einzelhandelsgutachten den Bio-Hofladen für die Gemeinde Deißlingen als Besonderheit hervorhebt, sondern auch die Tatsache, dass Anbau und Vermarktung vor Ort auch ganz im Sinne der Bemühungen um nachhaltiges Handeln stehen, folgten die Kandidaten gern der Einladung auf den Heiligenhof.

Hier bekamen die Kandidaten Einblicke in die Beweggründe für die Umstellung auf biologische Landwirtschaft, die Entwicklung des Hofladens und die vielen Herausforderungen der Landwirtschaft. Auch vor dem Hintergrund des immer intensiveren Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sei damals die Entscheidung gefallen, ganz auf biologische Landwirtschaft umzustellen, so Christa Obergfell. Was anfangs teils noch belächelt worden sei, habe sich mit der Zeit zu einem Betrieb mit treuer Stammkundschaft entwickeln können.

Sorgen bereiten Albrecht Obergfell in den letzten Jahre die immer öfter vorkommenden Trockenperioden, die künstliche Bewässerung notwendig mache und insbesondere derzeit von Wildschweinen verursachte Schäden. Auch der Markt an Bioprodukten insgesamt befände sich durch den Einstieg von Lebensmittelketten und insbesondere Discountern aktuell sehr im Wandel. Was die längerfristige Zukunft des Betriebs angeht, so blicken Obergfells, die selbst nach wie vor mit voller Leidenschaft im Betrieb arbeiten, dank des Einstiegs des Schwiegersohns recht optimistisch in die Zukunft.

Die Kandidaten diskutierten mit dem Ehepaar auch, wie die Politik die Landwirtschaft und auch insbesondere die biologische Landwirtschaft noch besser unterstützen könnte – die Eindämmung von Pflanzenschutzmitteln wäre allein aus ökologischer Sicht sinnvoll und die immer strengeren Normen sollten ebenfalls öfter nach Sinnhaftigkeit hinterfragt werden, war man sich einig.

Zur Gemeinde Deißlingen habe die Familie, trotz der Außenlage, stets ein gutes Verhältnis und beobachte mit Wohlwollen die vielen laufenden Projekte rund um die neue Ortsmitte oder die Schule.

 

-->

Aktuell auf NRWZ.de

Mehr auf NRWZ.de