100 Jahre SPD in Lauffen

Das Protokollbuch der Lauffener SPD ist eine Rarität, nur wenige sozialdemokratische Erinnerungsstücke haben die Nazizeit überlebt. Foto: pm

LAUFFEN – Am Diens­tag, 13. Novem­ber­fei­ert die Lauf­fe­ner SPD ihren 100. Geburts­tag mit pro­mi­nen­ten Gäs­ten: Die Fest­an­spra­che hält die baden-würt­tem­ber­gi­sche SPD-Vor­sit­zen­de Leni Brey­mai­er, und der ehe­ma­li­ge Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Klaus Kir­sch­ner wird ein Gruß­wort spre­chen. Beginn ist um 19 Uhr im Gemein­de­treff in Lauf­fen.

Für die pas­sen­den sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Lie­der sor­gen Steff und Jo Hengst­ler mit Man­fred Sorg. Außer­dem wird ein Pro­to­koll­buch im Mit­tel­punkt des Abends ste­hen: Sei­ne ers­te Sei­te stammt von der ers­ten Ver­samm­lung im Gast­haus Kro­ne vom 1. Dezem­ber 1918, in der beschlos­sen wur­de, in Lauf­fen einen sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Ver­ein zu grün­den. Die Ver­eins­grün­dung fand dann eine Woche spä­ter, am 8. Dezem­ber 1918 im ehe­ma­li­gen Gast­haus Kreuz, heu­te der Gemein­de­treff, statt. Im Zuge der soge­nann­ten Gleich­schal­tung wur­den 1933 die sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Ver­ei­ne ver­bo­ten und sämt­li­che Ver­eins­ge­gen­stän­de von den Nazis kon­fis­ziert. Des­halb ist das Lauf­fe­ner Pro­to­koll­buch eine wirk­li­che Rari­tät, da es die Wir­ren der Nazi­dik­ta­tur über­lebt hat. Bru­no Bant­le wird es vor­stel­len.