Albrecht kandidiert erneut um Bürgermeisteramt in Zimmern

Ziel: die schnelle Eingemeindung

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Dieter Albrecht. Foto: pm

Dieter Albrecht, 51-jähriger Unternehmer und Ex-Stadtrat in Rottweil, kandidiert nach 2009 erneut um das Amt des Bürgermeisters von Zimmern ob Rottweil. Er tut dies wie seinerzeit mit dem Ziel, sein Amt durch eine rasche Eingemeindung wieder abzuschaffen. Diesmal hat Albrecht Emil Maser nicht mehr als Gegner. 2009 war Albrecht allerdings nicht als regulärer Kandidat angetreten, sondern hatte in einer Blitzaktion die Wähler dazu aufgefordert, seinen Namen auf den Stimmzettel zu schreiben.

Zimmerner Bürger, die Geld sparen wollten, sollten Dieter Albrecht wählen. Zimmerner, die ihre Gemeinde gerne als Teilort der Großen Kreisstadt Rottweil sähen, sollten dies auch tun. Sie wählten dann einen Bürgermeister, der „schnellst möglich durch Zusammenführung der Gemeinden Zimmern o. R. und Rottweil seinen Posten gleich wieder abschaffen“ wolle. Dies erklärte Albrecht im Rahmen der Bekanntgabe seiner Kandidatur am Donnerstag.

Am 12. März soll der Nachfolger von Zimmerns Bürgermeister Emil Maser, gewählt werden. Dessen dritte Amtsperiode wird am 2. Mai ablaufen. Mit diesem Tag beginnt sein Ruhestand. Albrecht, der 2009 noch mit nur 2,6 Prozent der Wählerstimmen unterlag – Maser errang 94,6 Prozent – hätte im Prinzip freie Bahn. Nach Kenntnis der NRWZ ist Albrecht der erste Kandidat, der seinen Hut in den Ring wirft.

Sein Ziel, wie er erklärt: „aktiver Bürokratieabbau und sinnvolle Steuergeld-Verwendung, im Interesse des Gemeinwohls und zugunsten der Bürger, statt Verschwendung.“ Andere Politiker redeten nur davon – „ich gehe es gezielt an.“

An die möglichen Wähler gewandt erklärt Albrecht: „Am 12. März treffen Sie bei der Bürgermeisterwahl eine ganz wichtige Entscheidung über die Attraktivität Ihrer Gemeinde: Sie können für die Karriere eines Auserwählten stimmen, dessen achtjährige Amtszeit die
Gemeinde rund 900.000 Euro kostet. Sie können dieses Geld aber auch in ein wichtiges Projekt wie zum Beispiel die dringend notwendige Sporthalle investieren.“

Unbestritten seien Zimmern und Rottweil geographisch und wirtschaftlich eng zusammengewachsen. „Die Rottweiler fühlen sich im Zimmerner Einkaufszentrum zu Hause, während Zimmerner Rottweil als starkes Schulzentrum und als Behördenstadt mit vielen sicheren Arbeitsplätzen zu schätzen wissen“, so Albrecht in seinem Wahlprospekt. Besonders eng sei die Verbindung an Fasnet mit den gemeinsamen Narrenkleidern. „Trotzdem hat Zimmern eine eigene Narrenzunft, die ich stellvertretend für das vielfältige Vereinsleben erwähne“, fügt der Kandidat sogleich an.

Die individuellen Aktivitäten der Einwohnerschaft prägten die lokale Identität und nicht etwa der aufgeblähte eigene Verwaltungsapparat, der Zimmern und Rottweil politisch trennt, argumentiert Albrecht weiter. „Bei einer so engen Verbindung wie sie zwischen Zimmern und Rottweil bereits besteht, ist eine doppelte Verwaltung auf Kosten der Steuerzahler unverantwortlich.“

Infos: www.dieter-albrecht.de