92-Jähriger fährt Waldarbeiter um – und dann einfach weiter

Polizei am Einsatzort. Symbol-Foto: Peter Arnegger

Am Diens­tag­mor­gen ist ein Forst­ar­bei­ter gegen 8.35 Uhr auf der Kreis­stra­ße 5515 Uhr bei Dorn­han im Kreis Rott­weil von einem 92-jäh­ri­gen Auto­fah­rer ange­fah­ren und schwer ver­letzt wor­den. Das Skur­ri­le an dem Fall: Der Unfall­fah­rer hielt des­we­gen zunächst nicht an.

Der Unfall geschah laut Poli­zei­be­richt zwi­schen Lein­stet­ten und Ster­neck. Da auf die­sem Stre­cken­ab­schnitt gera­de Holz­fäll­ar­bei­ten statt­fan­den, war die Geschwin­dig­keit auf 50 Kilo­me­ter pro Stun­de mit Beschil­de­run­gen gedros­selt wor­den. Außer­dem regel­te eine Behelf­s­am­pel den Ver­kehr.

Der 92-jäh­ri­ge Daim­ler-Fah­rer war auf der Kreis­stra­ße von Lein­stet­ten in Rich­tung Loß­burg unter­wegs. Die Behelf­s­am­pel war zu die­sem Zeit­punkt auf Rot­licht geschal­ten, berich­tet die Poli­zei wei­ter. Der 92-Jäh­ri­ge reagier­te dar­auf aber offen­bar nicht und fuhr, ohne die Geschwin­dig­keit zu redu­zie­ren, ein­fach wei­ter.

Das bemerk­te ein 54-jäh­ri­ger Forst­ar­bei­ter. Er schritt ein, mach­te mit Win­ken auf sich und die rote Ampel auf­merk­sam. 

Und dann geschah es: Obwohl der Forst­ar­bei­ter noch auf die Sei­te sprang, wur­de er von dem Wagen erfasst und dabei schwer ver­letzt. Dem Unfall zum Trotz fuhr der 92-jäh­ri­ge Auto­fah­rer auch dar­auf­hin ein­fach wei­ter. Er muss­te jedoch kur­ze Zeit spä­ter wegen der Baum­fäll­ar­bei­ten anhal­ten.

Der Forst­ar­bei­ter wur­de zur Behand­lung sei­ner Ver­let­zun­gen mit einem Ret­tungs­wa­gen in das Kran­ken­haus nach Freu­den­stadt gebracht. An dem Daim­ler des Seni­ors ent­stand ein Sach­scha­den in Höhe von etwa 1000 Euro.

Den Füh­rer­schein des 92-Jäh­ri­gen behiel­ten die Poli­zei­be­am­ten ein und fer­tig­ten eine Straf­an­zei­ge.