In der Derißlinger Bahnhofstraße hat ein Scherzbold dieses Schild aufgehängt. Foto: Moni Marcel

DEISSLINGEN – In Deißlingen brodelt die Gerüchteküche. Ein junges Ehepaar habe von der Gemeinde ein unbebaubares Grundstück gekauft, allein für die Bodenuntersuchungen hätten die Käufer 40.000 Euro ausgeben müssen, einen Tausch gegen ein anderes Grundstück lehne die Gemeinde ab, das und manches mehr wird kolportiert.

Stimmt nicht, wehrt sich Bürgermeister Ralf Ulbrich. Die 40.000 Euro seien die vom Architekten errechneten Mehrkosten, die nur anfielen, wenn man unter dem Grundstück zehn Meter tief graben müsste, um auf tragfähigen Grund zu stoßen. „Das war nur ein Worst-Case-Szenario!“ Nun haben Bohrungen ergeben, dass schon nach sechs Metern Fels kommt, und zwischen Käufern und Gemeinde findet nächste Woche ein weiteres klärendes Gespräch statt.

Ulbrich betont auch, dass man jedem Grundstückskäufer eine Bodenuntersuchung empfehle, immerhin ist die Wahrscheinlichkeit, dass gerade hier, entlang des Neckars der Boden Schwemmland ist, sehr groß. Und das Grundstück liegt an der Bahnhofstraße, nur ein paar Meter vom Neckarufer entfernt. Man habe dem jungen Paar das Grundstück angeboten, da es in der Nähe des Elternhauses der Frau läge, „das geschah in bester Absicht!“, betont der Bürgermeister.

Natürlich werde man dem Ehepaar entgegenkommen, ein Grundstückstausch sei jedoch nur möglich, wenn das Grundstück definitiv nicht bebaubar sei. Inzwischen hat ein Scherzbold hat am Bauzaun ein Schild aufgehängt: „Heil-+ Moorbad Deißlingen“ steht da. Die Familie allerdings betont, damit nichts zu tun zu haben.