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Rottweil
Sonntag, 23. August 2020
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    Als Ehrenbürger in den Ruhestand: Zimmern verabschiedet seinen Bürgermeister Emil Maser

    Es gab sehr viel Lob, stehende Ovationen und ein persönliches Grußwort auch des Alt-Ministerpräsidenten Erwin Teufel. Als verlässlich, menschlich, als Macher, der seine Gemeinde voran gebracht habe wurde er geschildert: Der „liebe Emil“. Für seine Marianne gab es Verständnis. Und Blumen. Sie hat fortan einen Unruheständler zuhause, und einen, der die Ehrenbürgerwürde seiner Wahlheimat trägt: Zimmern ob Rottweil hat am Freitagabend Emil Maser in großem und würdigem Rahmen als Bürgermeister verabschiedet.

    Die Grippe grassierte in den vergangenen Wochen im Zimmerner Rathaus. Jene Variante, die die Stimme raubt. Sie hat auch den scheidenden Bürgermeister, Emil Maser erwischt. Seine Rede schrieb er noch auf dem Krankenbett, mithilfe seiner Frau – die ihm bei so Vielem beigestanden habe in seinen 24 Jahren Amtszeit in Zimmern, wie Maser sagte. Wie er es mit eher leiser Stimme sagte.

    Ein wenig entkräftet geht Emil Maser in den Ruhestand. Aber er geht mit den besten Wünschen seiner Weggefährten, Mitarbeiter und Freunde. Und mit deren größtem Lob. Allen voran Alt-Ministerpräsident. „Sie verabschieden einen Bürgermeister, vor dem ich große Hochachtung habe“, sagte Erwin Teufel. Und meinte damit auch das Amt selbst, das er als kleiner Bub im Vorschulalter schon angestrebt habe, das er dann in Spaichingen erreichte und das für ihn Station auf dem Weg zum Landesvater gewesen ist.

    Es war ein Glücksfall für die Gemeinde Zimmern, dass Sie die Stellenanzeige gelesen haben, dass Sie sich beworben haben und dass Sie gewählt und wiedergewählt worden sind.

    (Erwin Teufel, an Emil Maser gewandt)

    Erwin Teufel. Foto: Team Ralf Graner Photodesign

    Als einen von Masers größten Verdienste bezeichnete Teufel – der frei und rund eine halbe Stunde sprach – die Ansiedlung von Unternehmen. Dass dies gemeinsam mit der Nachbarstadt Rottweil gelungen sei, sei „eine unglaubliche Leistung.“ Jüngst habe Maser erkannt, dass Zimmern keine echte Mitte habe – und diese nun geschaffen. Die Einweihung, freilich, die fällt in die Amtszeit von Masers Nachfolgerin Carmen Merz, die die Verabschiedung ihres Vorgängers gemeinsam mit ihrem Mann in der ersten Reihe des Saals verfolgt hat.

    Der Rangordnung und Regie des Abends folgend ergriff dann Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel das Wort. Er fand viele persönliche Worte für den langjährigen Weggefährten Maser, der auch als Kreisrat fungierte. „Emil Maser ist ein Mensch, dem die eigene Person nicht so wichtig ist, sondern dem es um die Sache geht.“ Oft um die Sache Zimmerns, so Michel, Maser aber habe auch darüber hinaus denken und handeln können. Nach 24 Jahren Maser stehe die Gemeinde Zimmern gut da. Der Bürgermeister habe geschickt Fördertöpfe für seine Gemeinde gefunden, Fördergelder in Millionenhöhe erworben. „Bei Zuschüssen können Sie Emil Maser fragen, der weiß. wie man’s macht“, so Michel.

    Maser sei zudem „ein Mann, der sich an das gegebene Wort erinnert. Ein Mensch, mit dem man per Handschlag Geschäfte machen kann.“

    Heute geht eine Ära zu Ende. Ihre Wahlergebnisse hat in der zu Ende gehenden Deutschen Demokratischen Republik nicht einmal Egon Krenz erzielen können. Hohes Fachwissen, Fleiß, Zielstrebigkeit und Ehrlichkeit zeichnen Sie aus.

    (Wolf-Rüdiger Michel)

    Hardts Bürgermeister Herbert Halder sprach für die vielen Bürgermeister in der randvollen Zimmerner Festhalle, als Vorsitzender des Kreisverbands des Gemeindetags Baden-Württemberg. Maser habe die Gemeinde Zimmern auf eine gute Zukunft ausgerichtet. Sein Wirken sei auf längere Frist angelegt gewesen und habe dank der Wähler zu einer Lebensaufgabe werden können, so Halder.

    Herzlichen Dank für die Kollegialität. Wir, Deine Kollegen und Freunde, freuen uns mit Dir über die hohe Anerkennung Deiner Arbeit. Du bist ein Mann mit Ausdauer, dessen Wort immer galt.

    (Herbert Halder)

    Lob auch von Seiten der Zimmerner Vereine. Siegfried Hattler, Ehrenvorsitzender des SVZ, überbrachte es. Maser habe immer versucht, den Standpunkt der Vereinsvertreter zu verstehen, bei all ihren kleinen und großen Anliegen.

    Wenn Emil Maser mal nein sagen musste, dann tat ihm das mehr weh als uns von den Vereinen.

    (Siegfried Hattler)

    Apropos Vereine: Ein gemeinsamer Musikverein mit Musikern aus Zimmern und den drei Teilorten Stetten, Flözlingen und Horgen hat sich eigens für den großen Abschiedsabend unter der Leitung von Kletus Cologna konstituiert. Sie spielten drei Stücke aus einer deutlich umfangreicheren Auswahl an Emil-Maser-Lieblingssongs – der Mann war selbst einmal „Zugposaunist“, wie er das nennt – die seine Frau Marianne heimlich ohne sein Wissen zusammen gestellt hatte. Maser mag Abba, das wissen wir damit auch. Und Marschmusik, aber für die blieb im straffen Programm des exklusive dem abschließenden Stehempfang samt „Get together“ keine Zeit mehr.

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    „Jetzt in der Rente, wird die Freiheit wohl grenzenlos sein …“ – der Mitarbeiterchor der Gemeinde Zimmern.

     

    Cologna und seine Musiker hätten gerne mehr geboten, das machte der Dirigent deutlich. Den Abschluss machte dagegen der örtliche Liederkranz mit einem engagiert vorgetragenen „We Are The World.“ Und zuvor ein von Kämmerer und Barde Martin Weiß angeleiteter Chor aus Gemeindemitarbeitern, der dem scheidenden Chef nachrief: „Schön war die Zeit …“ Und: „Jetzt in der Rente, wird die Freiheit wohl grenzenlos sein …“ Großer Applaus war den Sängern sicher.

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    Der Liederkranz.

     

    Die Regie für den Abend – ihn managte Rathausmitarbeiterin Anja Schaber, die wie ihr scheidender Bürgermeister auch an der Grippe zuletzt zu leiden hatte – war perfekt. Angefangen bei der Parkplatzordnung – mit dem BMW des Bürgermeisters an erster Stelle. Landrat, Alt-Ministerpräsident und all die anderen reihten sich auf.

    Wie auch als Redner. Da war die Liste knapp gehalten worden – angesichts dessen, dass im Publikum auch etwa die Landtagsabgeordneten Stefan Teufel und Dr. Gerhard Aden saßen, angesichts auch dessen, dass die Bürgermeister fast sämtlicher Gemeinden im weiten Umland samt Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß und dem dortigen Bürgermeister Dr. Christian Ruf da waren, angesichts dessen, dass die Rednerliste bis zum nächsten Morgen und weit über die Kreisgrenze hinaus hätte reichen können, war das ein kurzweiliger und unterhaltsamer Abend. Einer, der besagte, dass eine Gemeinde hier ungern ihren Schultes verliert.

    Ein Schultes, der auch ungern geht. Das wurde in Emil Masers Ansprache deutlich. Nach 49 Jahren im öffentlichen Dienst und 24 Jahren als Zimmerner Bürgermeister kann er mit dem bevorstehenden Ruhestand noch nicht so richtig was anfangen.

    Man stellt sich unwillkürlich die Frage: War es genug, was man geleistet hat? Wurde mehr erwartet? Wurden die Leistungen überhaupt gesehen?

    (Emil Maser)

    Der Abschied falle ihm sehr schwer, sagte Maser. Er sei mit Leib und Seele Bürgermeister gewesen. Aber er sei auch dankbar, „dass ich meinen Beruf zur Berufung machen konnte.“ Seine Abschiedsrede wird eine der längsten in seiner Amtszeit gewesen sein – bis hin zu seiner Frau reichte der Dank, der er noch eine kleine Liebeserklärung machte, vor überfüllter Halle. An die Gratulanten gerichtet, meinte er: „Das Lob war zuviel, ich habe nur meine Pflicht getan.“

    Masers Arbeitsleben war erfüllt: 1967 hat er in Haiterbach seine Verwaltungslaufbahn gestartet, war im Alter von 29 Jahren dort Hauptamtsleiter, bald auch Kommandant der örtlichen Feuerwehr – bis er sich 1993 gegen drei Mitbewerber mit 73 Prozent der Stimmen durchsetzte. Er zog nach Zimmern, die Masers wurden in der Gemeinde gut aufgenommen, wurden dort heimisch und werden dort bleiben. Und der Job muss ihm Spaß gemacht haben. In 23 Jahren soll er, so berichtet eine Mitarbeiterin, nur zweimal laut geworden sein – was jeweils alle Anwesenden schockiert habe.

    Seine Mitarbeiter beschenkten ihren Chef zum Abschied reich, einen Tablet-PC gab’s, damit er vernetzt bleiben könne, und einen Gutschein für eine reise in ein Romantikhotel in Südtirol, mit Frau Marianne. Zudem einen USB-Stick mit 1000 Fotos aus 24 Jahren Amtszeit.

    Führte durch den Abend: Ingrid Benke. Foto: Team Ralf Graner Photodesign

    Und auch Ingrid Benke beschenkte Emil Maser reich: Als allzeit souveräne Moderatorin, die auch kleinere Pannen gelassen meistert, führte sie durch den langen Abend. Anweisungen ans Publikum zum gefälligen Verhalten inklusive. Hinein in einen von den Vereinen gestalteten, sicherlich auch nicht kurzen Stehempfang für alle.

     

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