Andreas Jung auf Einladung der CDU Zimmen in Epfendorf

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Das Lob für das Nahwärmeprojekt der Familie Sauter in Epfendorf kam aus berufenem Munde. Andreas Jung, stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands und klima- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bescheinigte Johannes und Juniorchef Samuel Sauter, mit der vor zehn Jahren erbauten Hackschnitzelanlage genau auf dem richtigen Weg zu sein.

Kreis Rottweil. „Sie arbeiten mit Holz aus der Region (es stammt zum größten Teil aus dem grade mal fünf Kilometer entfernten Bösingen), Sie arbeiten umweltschonend, sind mitten im Ort angesiedelt und versorgen 40 Kunden bei verlässliche Preisgestaltung mit der hier produzierten Energie.“ Einschließlich Rathaus, Schule und Turnhalle. Zum Beispiel.

Vor dem Gedankenaustausch mit dem CDU-Politiker erläuterte Samuel Sauter „an Ort und Stelle“ die Anlage einschließlich des Heizungskellers, nannte beeindruckende Zahlen und Fakten. Ein Beispiel für viele, womit die so dringend benötigte und von Andreas Jung als notwendig bezeichnete Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden kann.

Zu Beginn des darauf folgenden Gesprächs in der „Krone“ unter Leitung der Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands Zimmern, Monika Schneider, erklärte diese den Beweggrund für die Veranstaltung in Epfendorf: „Wir befassen uns schon länger damit, wie wir in Zukunft heizen werden. Und wir schauen über den eigenen Tellerrand hinaus. Wir haben die Fernwärmeanlage in Niedereschach besucht. Und so sind wir dankbar dafür, dass wir uns auf dem Biohof der Familie Sauter den Experten schlechthin treffen können. Denn die Verunsicherung durch die Diskussion über das Heizungsgesetz der Ampel in der gesamten Bevölkerung war riesengroß.“

Und sie ist es noch immer! So beschrieb Andreas Jung die weltweite, dramatische Lage und berichtete über ein Gespräch in Dubai mit einem Bewohner einer Insel, „die absaufen wird“. Einigkeit im Ziel, bis 2045 in Deutschland klimaneutral zu sein. Doch die Wege dorthin – gänzlich unterschiedlich! „Die Ampel wollte die Technik dazu vorschreiben. Wir sind für Technologieoffenheit! Und warum soll mir aus den Bürozimmern im Ministerium gesagt wird, wie ich heizen soll?“

Der christdemokratische Energie- und Klimaexperte, der sich gar nicht so sehr mit dem verkorksten Heizungsgesetz der Ampel aufhalten wollte und lieber den Blick nach vorne richtete: „Wir brauchen die Breite der technologischen Möglichkeiten. Denn es gibt nicht die eine richtige Lösung!“ Mit dieser klaren Botschaft habe die Union manche Verbesserungen erreicht. Womit er die Frage eines Teilnehmers beantwortete, der sich nach den Einflussmöglichkeiten von CDU und CSU erkundigte. „Diese sind dann gegeben, wenn wir immer wieder im Bundestag unsere Argumente vorbringen. Auch wenn wir nicht die Mehrheit haben.“ Dies habe dazu geführt, dass die Ampel eingelenkt und von dem Vorhaben gelassen habe, das Heizen mit Holz zu verbieten. Was sie wegen der Feinstaubbelastung wollte. Andreas Jung dazu: „Ein Krematorium bläst mehr Feinstaub in die Luft!“

Ein weiterer Punkt in der Debatte betraf die kommunale Wärmeplanung, die die Ampel vorschreibt. Die aber in ihrer Ausgestaltung ebenfalls zur Verunsicherung beiträgt und die Bürger und die Gemeinden ratlos zurücklässt. Bürgermeister Mark Prielipp und Gemeinderat Uwe Mei bekräftigten die Aussage von Andreas Jung: „Darum haben wir beschlossen, uns nicht an der Oberndorf durchgeführten Wärmeplanung nicht zu beteiligen!“ Ein klarer Standpunkt. Gegen die Verunsicherung in der Bevölkerung.

Kräftiger Beifall aller Anwesenden zeigte, dass der CDU-Politiker deren Nerv getroffen und ihnen aus der Seele gesprochen hat. Und den Weg aufgezeigt hat, mit dem seine Partei das Ziel der Klimaneutralität anstrebt: mit den Menschen und nicht über deren Köpfe hinweg.

 

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