Der Land­kreis ächzt unter den hohen Tem­pe­ra­tu­ren. Vie­le Men­schen zieht es daher zum Bei­spiel ins Frei­bad, wo es sich gut aus­hal­ten lässt. Zuviel Son­ne hat aber auch ihre Schat­ten­sei­ten.

Denn rund 60 Ver­si­cher­te erkran­ken im Land­kreis Rott­weil jedes Jahr neu an Haut­krebs, teilt die AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg mit, bei der gut die Hälf­te der Bevöl­ke­rung kran­ken­ver­si­chert ist. Viel Son­ne ist der bedeu­tends­te Risi­ko­fak­tor für die Ent­ste­hung von Haut­krebs, erklärt Dr. Gudu­la Kirt­schig, Haut­ärz­tin bei der AOK Baden-Würt­tem­berg: „Haut­krebs ist oft die Fol­ge von zu inten­si­ver UV-Strah­lung, die Erkran­kung selbst zeigt sich jedoch häu­fig erst vie­le Jah­re spä­ter.“

Das schlägt sich auch in der AOK-Aus­wer­tung nie­der: die Zahl der neu ent­deck­ten Haut­krebs­er­kran­kun­gen steigt mit dem Alter. So sei die Erkran­kungs­ra­te in der Alters­grup­pe der 60- bis 65-Jäh­ri­gen etwa dop­pelt so hoch wie bei den 35- bis 39-Jäh­ri­gen. Bis zum Alter von 64 Jah­ren sei­en Frau­en etwas häu­fi­ger betrof­fen, in spä­te­ren Lebens­jah­ren wer­de bei Män­nern dage­gen deut­lich öfter ein Haut­krebs ent­deckt als bei Frau­en.

Jeder kann sich selbst gegen Haut­krebs schüt­zen, so die AOK-Der­ma­to­lo­gin: „Es soll­te Son­nen­creme mit min­des­tens Fak­tor 30 ver­wen­det wer­den, der gegen UVA- und UVB-Strah­lung schützt. Emp­feh­lens­wert ist es, sich bereits 30 Minu­ten vor­her ein­cre­men, bevor man in die Son­ne geht. Bes­ser als Son­nen­schutz­creme sind jedoch der Auf­ent­halt im Schat­ten und das Tra­gen von Klei­dung, die vor UV-Strah­len schützt, wenn man sich län­ge­re Zeit in der Son­ne auf­hal­ten möch­te.“

Haut­krebs sicher erken­nen kann nur der Arzt, weil sich die Haut­krebs­ar­ten ganz unter­schied­lich bemerk­bar machen. Denn Haut­krebs ist nicht gleich Haut­krebs, sagt Dr. Gudu­la Kirt­schig: „Vie­le den­ken bei Haut­krebs auto­ma­tisch an den schwar­zen Haut­krebs, das bös­ar­ti­ge Mela­nom. Die Bezeich­nung schwar­zer Haut­krebs hat er, weil er häu­fig einem dunk­len Mut­ter­mal oder Leber­fleck ähnelt. Er ist längst nicht so häu­fig wie der soge­nann­te wei­ße Haut­krebs, aber man­che Mela­no­me kön­nen beson­ders gefähr­lich wer­den.“ Beim häu­fi­ge­ren wei­ßen Haut­krebs sei es eben­falls schwer, zwi­schen einem Haut­tu­mor und gewöhn­li­chen Haut­fle­cken zu unter­schei­den.

Die AOK emp­fiehlt regel­mä­ßig zur Haut­krebs­vor­sor­ge zu gehen. Die­se wird von dafür qua­li­fi­zier­ten Haus­ärz­ten oder Der­ma­to­lo­gen durch­ge­führt. Gesetz­lich Ver­si­cher­te haben ab 35 Jah­ren alle zwei Jah­re Anspruch auf eine Vor­sor­ge­un­ter­su­chung, im AOK-Haus­arzt­Pro­gramm bereits ab 20 Jah­ren.