Attacke in Schiltach: Haftbefehl erlassen

Statt wegen versuchten Mordes wegen versuchten Totschlags /Zeuge weiterhin gesucht / Mutmaßlicher Täter geständig

Spurensicherer der Polizei untersuchten am 19. Februar den Tatort bei Schiltach. Foto: privat

SCHILTACH/ROTTWEIL  (him) – Am spä­ten Mon­tag­nach­mit­tag hat ein Haft­rich­ter Haft­be­fehl wegen ver­such­ten Tot­schlags gegen den 23- Jäh­ri­gen erlas­sen. Der aus Schiltach-Lehen­ge­richt stam­men­de Mann wird beschul­digt, am Sonn­tag gegen 11 Uhr bei Schiltach eine Frau atta­ckiert und schwer ver­letzt zu haben.

Der Tat­ver­däch­ti­ge sei in ein Jus­tiz­voll­zugs­kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wor­den, bestä­tigt der Spre­cher der Staats­an­walt­schaft Rott­weil, Frank Grund­ke. Er sei „im Prin­zip gestän­dig“.

Die Fra­ge des Motivs sei wei­ter­hin unge­löst. „Das ist etwas, wo wir rät­seln“, so Grund­ke. Die klas­si­schen Moti­ve Raub, Sexu­al­straf­tat oder Bezie­hungs­tat schie­den aus. „Die Tat ist schwer erklär­bar.“

Wie berich­tet, hat­te der 23-Jäh­ri­ge eine Frau mitt­le­ren Alters, die auf dem Weg neben der Bun­des­stra­ße in der Nähe der Holz­brü­cke über die Schiltach jogg­te, unver­mit­telt ange­grif­fen und schwer ver­letzt. Bis­her sei der Mann der Staats­an­walt­schaft  nicht bekannt gewe­sen.

Täter schuldfähig?

Der Frau war es mög­lich, vor­bei­fah­ren­de Auto­fah­rer auf sich auf­merk­sam zu machen. Es bestehe der­zeit kei­ne Lebens­ge­fahr für sie, bestä­tigt die Poli­zei. Sie konn­te auch Aus­sa­gen über den Tat­her­gang machen. Auf Grund ihrer Aus­sa­ge ist bekannt, dass zur Tat­zeit ein Rad­fah­rer vor­bei­ge­kom­men ist. Ihn bit­tet die Poli­zei drin­gend, sich als Zeu­ge zu mel­den. Ob er die Tat wirk­lich bemerkt hat, sei unklar, so Grund­ke.

Um fest­zu­stel­len, ob der Tat­ver­däch­ti­ge  schuld­fä­hig ist, sei er in das Jus­tiz­voll­zugs­kran­ken­haus gekom­men. Den ursprüng­li­chen Tat­vor­wurf ver­such­ter Mord habe man inzwi­schen  auf ver­such­ten Tot­schlag her­ab­ge­stuft, so Grund­ke.