Aufregung in Sulz: „Fremder Mann” hat ein Kind angesprochen +++ aktualisiert

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Ein Aus­hang im Kin­der­gar­ten Sulz-Berg­fel­den (Kreis Rott­weil) sorgt für Auf­re­gung. Ein „frem­der Mann” spre­che Kin­der an, steht da. Ein Foto von dem Zet­tel macht auf Face­book die Run­de, wird ‚zig­mal geteilt. Die NRWZ hat nach­ge­forscht: Der Aus­hang ist echt, der Anlass war zunächst unklar. Jetzt steht fest: Ja, vor der Berg­fel­der Schu­le hat ein Mann einen neun­jäh­ri­gen Jun­gen ange­spro­chen.

Lie­be Eltern, wir haben mit­be­kom­men, dass ein Schul­kind von einem ‚frem­den Mann‘ ange­spro­chen wur­de.” So beginnt ein Aus­hang im Kin­der­gar­ten Berg­fel­den. Ein Foto davon wird von der Face­book­sei­te „Blaulicht.info Sulz am Neckar” geteilt. Und macht natür­lich schnell die Run­de. Die Sei­te befasst sich vor­wie­gend mit Unfall- und Unglücks­mel­dun­gen.

Auf Face­book macht vie­les die Run­de. Oft unge­prüft. Auch der Admi­nis­tra­tor von „Blaulicht.info Sulz am Neckar”, noch Schü­ler, weiß das und recht­fer­tigt sich. Er schreibt: ℹ️ Zur Infor­ma­ti­on: Wir haben uns noch nicht über die Echt­heit des Bil­des ver­si­chern kön­nen! ⚠️ Aber eine früh­zei­ti­ge Ver­öf­fent­li­chung und War­nung vor Gefah­ren erscheint gera­de wich­ti­ger. Wir mel­den uns wie­der in den Kom­men­ta­ren, wenn es Details gibt.”

Nachgeforscht

Doch – wie sind die Details, wie steht’s mit der Echt­heit des Bil­des? Schnell wird klar, dass es sich um den Kin­der­gar­ten in Berg­fel­den han­deln muss, nicht die Grund­schu­le. Dort soll die War­nung aus­ge­hängt wor­den sein. Und tat­säch­lich: Elke Gröt­zin­ger, Lei­ter des Kin­der­gar­tens, bestä­tigt im Gespräch mit der NRWZ die Echt­heit des Aus­hangs.

Die Kin­der­gärt­ne­rin­nen hät­ten im Gespräch  mit den Eltern von einem „frem­den Mann” gehört, der ein Kind ange­spro­chen habe. „Ich habe das noch nicht recher­chie­ren kön­nen”, sagt Gröt­zin­ger, „aber ich habe das noch vor.” Sie kann nicht von einem kon­kre­ten Fall berich­ten. Nach dem Gespräch mit der NRWZ ruft sie beim Sul­zer Poli­zei­pos­ten an, um sich zu erkun­di­gen.

Bei der Poli­zei weiß man aller­dings auch nichts von einem Vor­fall. „Es hat kei­ne Anzei­ge gege­ben”, sagt ein Spre­cher des Tutt­lin­ger Poli­zei­prä­si­di­ums, der sich auf Nach­fra­ge der NRWZ eben­falls beim Sul­zer Poli­zei­pos­ten rück­ver­si­chert hat. Dort sei kein Fall eines „frem­den Man­nes”, der ein Kind anspricht und mit sich neh­men will, bekannt.

Der Poli­zei­spre­cher gibt sich nach­denk­lich: „Einer­seits ist es ja gut, wenn die Eltern in so einem Fall recht­zei­tig gewarnt wer­den. Ande­rer­seits macht das die Eltern aber viel­leicht auch unnö­tig ver­rückt”, so der Poli­zist.

In jedem Fal­le müs­se die Poli­zei ein­ge­schal­tet wer­den, wenn ein Frem­der Kin­der anspre­che. „Ohne eine Anzei­ge kön­nen wir nichts tun”, so der Poli­zist.

UPDATE: Inzwi­schen hat sich eine Mut­ter beim Sul­zer Poli­zei­pos­ten gemel­det. Am Diens­tag­mor­gen sei ihr Sohn vor der Schu­le von einem Mann ange­spro­chen wor­den. Ob er ihn zur Schu­le brin­gen dür­fe, habe der Mann gefragt, Als das Kind klar mit „Nein!” geant­wor­tet habe, sei der Mann weg­ge­gan­gen. „Pas­siert ist also nichts”, erfuhr die NRWZ von einem Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen.

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