B 462 bei Dunningen wieder frei. Foto: Bantle

ROTTWEIL-DUNNINGEN (him) –  Alle atmen auf: Berufspendler, gelegenheitsfahrer Busbenutzer. Aber ganz besonders die Villingendorfer: Die Bundesstraße zwischen Rottweil und Dunningen ist seit Montagabend wieder für den Verkehr frei gegeben, die Umleitung aufgehoben.

Das Regierungspräsidium (RP) hatte “Mitte November” als Fertigstellungstermin angekündigt. Die Baufirma war noch einen Tick schneller und hat es schon am 13. November geschafft. Auf Facebook – und da haben wir die Nachricht gleich am Montag veröffentlicht – sind die Nutzer des Lobes voll. Gefragt wird allerdings auch nach fehlenden Leitplanken zwischen Radweg und Straße.

Das Regierungspräsidium hat dazu auf Nachfrage der NRWZ ausführlich geantwortet:

“Maßgebend ist die RPS Ausgabe 2009 (Richtlinien für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme). In der RPS sind Gefährdungsstufen aufgeführt. Die Stufen 1 und 2 beziehen sich auf Gefährdung Dritter und die Stufen 3 und 4 auf die Gefährdung von Insassen. Zur Gefährdungsstufe 1 und 2 gehören z.B. „intensiv genutzte Aufenthaltsbereiche“ und „nebenliegende stark frequentierte Geh- und Radwege“ (Richtwert hier mindestens 50 Nutzer in der Spitzenstunde). In der Gefährdungsstufe 3 und 4 sind z.B. aufgeführt „nicht verformbare Hindernisse“ und „fallende Böschungen mit einer Höhe > 3m“. Abhängig von der Gefährdungsstufe, der zulässigen Geschwindigkeit und der Höhe des Verkehrsaufkommens ergibt sich daraus die Erfordernis einer Schutzeinrichtung.

In unserem Fall zwischen Dunningen und Zimmern wurde ein Rad-/Wirtschaftsweg neben der Bundesstraße B 462 hergestellt. Zutreffend ist hier lediglich die Gefährdungsstufe Böschung > 3m, die sich jedoch jenseits des Rad-/Wirtschaftsweges befindet. Um nicht beide Verkehrswege absichern zu müssen, hat man sich entschieden, das Fahrzeugrückhaltesystem an der Außenseite des Rad-/Wirtschaftsweges aufzustellen. Die Erfordernis für eine Schutzeinrichtung zwischen Bundesstraße und Rad-/Wirtschaftsweg ist nicht gegeben, zumal noch ein Trennstreifen von 1,75 m zwischen den Verkehrswegen eingeplant wurde.”

(In eigener Sache: Auf Facebook hatten wir es gleich, auf dieser Seite aber leicht verpennt. Entschuldigung, war grad arg viel los…)