Bergwacht und Zipline-Team. Foto: pm

Nach der Win­ter­pau­se star­tet die Hirsch­grund Zipli­ne bei Schiltach am Wochen­en­de in die neue Sai­son. Aus die­sem Grund haben die Berg­wacht und die Zipli­ne-Leu­te das vom Betrei­ber ent­wi­ckel­te Ret­tungs­kon­zept im Rah­men einer Übung getes­tet. Mit dabei waren auch die Zipli­ne-Tour­gui­des, damit die­se für den Ernst­fall vor­be­rei­tet sind. Über die Übung berich­tet   Andre­as Flad von der Berg­wacht Rott­weil:

Die Hirsch­grund Zipli­ne Area Schwarz­wald besteht aus sie­ben Stahl­seil­bah­nen, an denen man über das idyl­li­sche Heu­bach­teil rauscht. Die spek­ta­ku­lärs­te ist die Gründ­le­bahn mit ihren 570 Metern Län­ge und 83 Metern Höhe. Das macht sie zur längs­ten Natur-Zipli­ne Deutsch­lands. Der gesam­te Par­cours führt auf einem Rund­weg über Steil­hän­ge, Täler und Hügel und ist damit idea­les Trai­nings­ge­biet aber auch poten­ti­el­les Ein­satz­ge­biet für die Berg­wacht.

Um die Übung rea­lis­tisch dar­zu­stel­len, waren den Berg­ret­tern das Ver­let­zungs­mus­ter sowie der genaue Unfall­ort im Vor­aus unbe­kannt. Erst mit Ein­tref­fen der Berg­ret­ter in der Zipli­ne Area konn­ten die­se mit dem Tour­gui­de per Funk­ge­rät Kon­takt auf­neh­men, da es im gesam­ten Tal kaum Han­dy­emp­fang gibt.

Der „Ver­letz­te” wird ver­sorgt.

Bewusst­lo­se Per­son mit Ver­dacht auf Schä­del­hirn­traum an Z4“, hieß die Lage­mel­dung. Damit wuss­ten die Berg­ret­ter, dass die Zeit drängt. Mit­hil­fe der Bezeich­nun­gen aller Start- und Ziel­punk­te der Zipli­nes, konn­te der Stand­ort sowie die Auf­stiegs­we­ge zum Ver­letz­ten bestimmt wer­den. Nichts­des­to­trotz sind vie­le der stei­len und schma­len Wege nicht mit den gelän­de­gän­gi­gen Ein­satz­fahr­zeu­gen der Berg­wacht befahr­bar. Des­halb muss­ten die Berg­ret­ter ihre Aus­rüs­tung zu Fuß zum Pati­en­ten tra­gen und das mög­lichst schnell.

An der Unfall­stel­le ange­kom­men, wur­de der Ver­un­glück­te von den Berg­ret­tern sofort medi­zi­nisch ver­sorgt und gleich­zei­tig die Stand­plät­ze für den Abtrans­port auf­ge­baut. Nach­dem der Pati­ent von der Zipli­ne-Platt­form in die Gebirgstra­ge umge­la­gert wur­de, ging es mit ihm fast senk­recht den Steil­hang hin­un­ter auf einen begeh­ba­ren Forst­weg. Von da an konn­ten die Berg­ret­ter den Pati­en­ten bis zum Ein­satz­fahr­zeug der Berg­wacht tra­gen, wel­ches ihn im Ernst­fall in ein Kran­ken­haus oder zum Ret­tungs­dienst beför­dert hät­te.

Absei­len im stei­len Gelän­de

Die gelun­ge­ne Übung bestä­tig­te die Not­wen­dig­keit des Ret­tungs­kon­zep­tes, mit dem die Berg­ret­ter im Ein­satz­fall wich­ti­ge Zeit ein­spa­ren kön­nen. Die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen im weit­läu­fi­gen und abge­schie­de­nen Heu­bach­tal sind vor allem der schlech­te Han­dy­emp­fang und zum ande­ren die Viel­zahl an Wegen und Abzwei­gun­gen.

Das Ret­tungs­kon­zept greift genau die­se Punk­te auf, wes­halb ein Ret­tungs­kas­ten an der Basis­sta­ti­on instal­liert wur­de, der ein Funk­ge­rät sowie Kar­ten des Gebie­tes ent­hält. Dar­über hin­aus sind sämt­li­che Zustie­ge und Abzwei­gun­gen im gesam­ten Zipli­ne Are­al mar­kiert, die die Ori­en­tie­rung im Ein­satz­fall erheb­lich erleich­tern. „Mit den getrof­fe­nen Maß­nah­men ist die Hirsch­grund Zipli­ne Area Schwarz­wald sowie die Berg­wacht Rott­weil gut für die kom­men­de Sai­son gerüs­tet”, so Flad abschlie­ßend.

Mehr Infor­ma­tio­nen zur Hirsch­grund Zipli­ne Area fin­det man unter www.hirschgrund-zipline.de