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Montag, 17. Februar 2020

Berufliche Schulen Sulgen: Mensaeröffnung verzögert sich

Gesundheitswissenschaftliches Gymnasium kommt 2018/19 / Lernfabrik 4.0 / Schülerzahlen sinken leicht

SCHRAMBERG (pm) – Seit einem Jahr leitet Axel Rombach die vereinigten beruflichen Schulen auf dem Sulgen. Aus diesem Anlass hat der Lehrer Gerold Wegner seinem Schulleiter Fragen zur Schule, aber auch zur Schulentwicklung gestellt. Wir veröffentlichen die Fragen und Antworten – leicht überarbeitet – gern:

Axel Rombach. Foto: Gerold Wegner

Gerold Wegner: Herr Rombach, Sie sind nun seit einem Jahr Schulleiter der Beruflichen Schulen Schramberg. Welche besonderen Ereignisse waren für Sie im Ihrem ersten Schuljahr als Schulleiter in Schramberg-Sulgen am herausragendsten?

Axel Rombach: Ganz besonders hervorheben will ich die geradezu selbstverständlich gute Zusammenarbeit der beiden ehemalig nebeneinanderliegenden eigenständigen Schulen und deren Kollegien. Sehr gefreut hat mich die unkomplizierte Offenheit. Die sehr gute Kooperation mit den dualen Partnern in Handel, Industrie und Handwerk will ich auch deutlich hervorheben.

Bei den Beruflichen Schulen in Schramberg investiert der Landkreis Rottweil viel Geld in die Sanierung der Gebäude und den Bau einer Mensa. Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Wann wird  die „neue Mensa“ fertig sein?

Der gewünschte Zeitplan ist nicht ganz haltbar, aber das Ende der Bauarbeiten ist in greifbarer Nähe. Wir sind zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Mensa-Betreiber, der mit seinem Team die Versorgung an unserer Schule übernehmen kann. Nach den Herbstferien werden wir die Räumlichkeiten des Neubaus der Mensa nutzen können und wir hoffen bald auf ein attraktives Essensangebot.

Welche baulichen Neuerungen für Schüler und Lehrer gibt es seit Beginn dieses Schuljahres?

Für die Schüler der Beruflichen Schulen haben sich die Raumbedingungen erheblich verbessert. Neue große, helle und modern ausgestattete Unterrichtsräume stehen Dank der Umbaumaßnahmen im Gebäude C und bald in weiteren Gebäudeteilen in erweitertem Maß zur Verfügung. Für Schüler gibt es neue Aufenthalts-Arbeitsräume mit PC-Plätzen. Das Sekretariat und die Schulleitung sind nun zentral untergebracht. Das größere Lehrerzimmer konnte am ersten Schultag erstmals vom Gesamtkollegium genutzt werden.

Die prognostizierte Entwicklung der Schülerzahlen schwankt von Jahr zu Jahr. Wo gab es Zuwächse?

Besonders freut mich der Zuwachs an Schülern im Vergleich zum vergangenen Schuljahr im handwerklichen Bereich bei den Malern, bei der Schreinerabteilung und im Frisörhandwerk. Auch bei den gewerblich-technischen Berufen konnten wir einen Zuwachs verzeichnen. Im einjährigen Berufskolleg Fachhochschulreife (BKFH) gehen die Schülerzahlen seit einigen Jahren zurück. Die Zusammenlegung der beiden ehemaligen Schulen hat sich hier für den Erhalt dieses Bildungsgangs am Standort bereits positiv ausgewirkt.

Wo stehen noch freie Kapazitäten zur Verfügung?

Freie Kapazitäten haben wir noch im technischen Berufskolleg I und II. Ich habe den Eindruck, dass sich die Schüler mit Interesse an Technik stärker für die Ausbildung entscheiden, dort attraktive Ausbildungsbetriebe finden und sich weniger für eine Vollzeitschulart entscheiden – was ich im Grundsatz begrüße.

Wie viele Schüler gibt es insgesamt?

Die Gesamt-Schülerzahlen von 1.120 Schülern an unserer Schule zeigt im Vergleich zum vergangenen Jahr einen demografisch bedingten leichten Rückgang.

Im Februar 2018 werden sich die Beruflichen Schulen Schramberg der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür präsentieren. Was erwartet die Besucher?

 Am 3. Februar 2018 öffnen wir die Türen für alle Interessierten und für alle Bürger. Sicherlich ist es für die Bevölkerung interessant, die neuen Gebäude an unserer Schule in Augenschein zu nehmen. Gerne werden wir mit betrieblichen Partnern diesen Tag begehen und Schüler, Eltern über unsere Möglichkeiten zur Bildung, Ausbildung und Weiterbildung informieren.

Wen möchten Sie besonders ansprechen?

Mir persönlich liegen die Jugendlichen unserer Region besonders am Herzen. Deshalb will ich mich dafür einsetzen, dass es ein breites Angebot verschiedener beruflicher Zweige in unserem ländlichen Raum weiterhin geben wird.

Wagen wir noch einen Ausblick auf das Schuljahr 2018/2019. Was kommt neu dazu?

Im Schuljahr 2018/2019 wird an unserer Schule ein weiteres neues attraktives Bildungsangebot geschaffen. Neben den bisherigen Bildungswegen wird ein dritter Zug des beruflichen Gymnasiums eröffnet. Dabei geht es um die Einrichtung eines dreijährigen Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums (SGGG) mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Das Kultusministerium hat unseren Antrag genehmigt, sodass wir auch am „Tag der offenen Tür“ über dieses neue Profil informieren werden.

Welche anderen Neuerungen gibt es auf dem Sulgen?

Wir werden unsere Metallwerkstätten sanieren, umbauen und den Maschinenpark erneuern. Auf unserer Agenda steht eine Lernfabrik 4.0, mit der wir einen weiteren Schritt Richtung Digitalisierung machen und das Thema „Industrie 4.0“ in unsere Schule und somit zu den Auszubildenden, den Technikern und auch in die Betriebe bringen wollen. In diesem Schuljahr haben wir bereits auf Wunsch der Eltern die Fremdsprache Spanisch am Berufskolleg eingeführt und im gewerblich-technischen Bereich bieten wir ebenfalls seit diesem Jahr eine Zusatzqualifikation zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten an.

 

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