Bald abgeschlossen: Umbau im Gebäude und Mensaneubau (links) an den beruflichen Schulen auf dem Sulgen. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG (pm) – Seit einem Jahr lei­tet Axel Rom­bach die ver­ei­nig­ten beruf­li­chen Schu­len auf dem Sul­gen. Aus die­sem Anlass hat der Leh­rer Gerold Weg­ner sei­nem Schul­lei­ter Fra­gen zur Schu­le, aber auch zur Schul­ent­wick­lung gestellt. Wir ver­öf­fent­li­chen die Fra­gen und Ant­wor­ten – leicht über­ar­bei­tet – gern:

Axel Rom­bach. Foto: Gerold Weg­ner

Gerold Weg­ner: Herr Rom­bach, Sie sind nun seit einem Jahr Schul­lei­ter der Beruf­li­chen Schu­len Schram­berg. Wel­che beson­de­ren Ereig­nis­se waren für Sie im Ihrem ers­ten Schul­jahr als Schul­lei­ter in Schram­berg-Sul­gen am her­aus­ra­gends­ten?

Axel Rom­bach: Ganz beson­ders her­vor­he­ben will ich die gera­de­zu selbst­ver­ständ­lich gute Zusam­men­ar­beit der bei­den ehe­ma­lig neben­ein­an­der­lie­gen­den eigen­stän­di­gen Schu­len und deren Kol­le­gi­en. Sehr gefreut hat mich die unkom­pli­zier­te Offen­heit. Die sehr gute Koope­ra­ti­on mit den dua­len Part­nern in Han­del, Indus­trie und Hand­werk will ich auch deut­lich her­vor­he­ben.

Bei den Beruf­li­chen Schu­len in Schram­berg inves­tiert der Land­kreis Rott­weil viel Geld in die Sanie­rung der Gebäu­de und den Bau einer Men­sa. Die Bau­ar­bei­ten sind noch nicht abge­schlos­sen. Wann wird  die „neue Men­sa“ fer­tig sein?

Der gewünsch­te Zeit­plan ist nicht ganz halt­bar, aber das Ende der Bau­ar­bei­ten ist in greif­ba­rer Nähe. Wir sind zur­zeit auf der Suche nach einem geeig­ne­ten Men­sa-Betrei­ber, der mit sei­nem Team die Ver­sor­gung an unse­rer Schu­le über­neh­men kann. Nach den Herbst­fe­ri­en wer­den wir die Räum­lich­kei­ten des Neu­baus der Men­sa nut­zen kön­nen und wir hof­fen bald auf ein attrak­ti­ves Essens­an­ge­bot.

Wel­che bau­li­chen Neue­run­gen für Schü­ler und Leh­rer gibt es seit Beginn die­ses Schul­jah­res?

Für die Schü­ler der Beruf­li­chen Schu­len haben sich die Raum­be­din­gun­gen erheb­lich ver­bes­sert. Neue gro­ße, hel­le und modern aus­ge­stat­te­te Unter­richts­räu­me ste­hen Dank der Umbau­maß­nah­men im Gebäu­de C und bald in wei­te­ren Gebäu­de­tei­len in erwei­ter­tem Maß zur Ver­fü­gung. Für Schü­ler gibt es neue Auf­ent­halts-Arbeits­räu­me mit PC-Plät­zen. Das Sekre­ta­ri­at und die Schul­lei­tung sind nun zen­tral unter­ge­bracht. Das grö­ße­re Leh­rer­zim­mer konn­te am ers­ten Schul­tag erst­mals vom Gesamt­kol­le­gi­um genutzt wer­den.

Die pro­gnos­ti­zier­te Ent­wick­lung der Schü­ler­zah­len schwankt von Jahr zu Jahr. Wo gab es Zuwäch­se?

Beson­ders freut mich der Zuwachs an Schü­lern im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Schul­jahr im hand­werk­li­chen Bereich bei den Malern, bei der Schrei­ner­ab­tei­lung und im Fri­sör­hand­werk. Auch bei den gewerb­lich-tech­ni­schen Beru­fen konn­ten wir einen Zuwachs ver­zeich­nen. Im ein­jäh­ri­gen Berufs­kol­leg Fach­hoch­schul­rei­fe (BKFH) gehen die Schü­ler­zah­len seit eini­gen Jah­ren zurück. Die Zusam­men­le­gung der bei­den ehe­ma­li­gen Schu­len hat sich hier für den Erhalt die­ses Bil­dungs­gangs am Stand­ort bereits posi­tiv aus­ge­wirkt.

Wo ste­hen noch freie Kapa­zi­tä­ten zur Ver­fü­gung?

Freie Kapa­zi­tä­ten haben wir noch im tech­ni­schen Berufs­kol­leg I und II. Ich habe den Ein­druck, dass sich die Schü­ler mit Inter­es­se an Tech­nik stär­ker für die Aus­bil­dung ent­schei­den, dort attrak­ti­ve Aus­bil­dungs­be­trie­be fin­den und sich weni­ger für eine Voll­zeit­schul­art ent­schei­den – was ich im Grund­satz begrü­ße.

Wie vie­le Schü­ler gibt es ins­ge­samt?

Die Gesamt-Schü­ler­zah­len von 1.120 Schü­lern an unse­rer Schu­le zeigt im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Jahr einen demo­gra­fisch beding­ten leich­ten Rück­gang.

Im Febru­ar 2018 wer­den sich die Beruf­li­chen Schu­len Schram­berg der Öffent­lich­keit bei einem Tag der offe­nen Tür prä­sen­tie­ren. Was erwar­tet die Besu­cher?

 Am 3. Febru­ar 2018 öff­nen wir die Türen für alle Inter­es­sier­ten und für alle Bür­ger. Sicher­lich ist es für die Bevöl­ke­rung inter­es­sant, die neu­en Gebäu­de an unse­rer Schu­le in Augen­schein zu neh­men. Ger­ne wer­den wir mit betrieb­li­chen Part­nern die­sen Tag bege­hen und Schü­ler, Eltern über unse­re Mög­lich­kei­ten zur Bil­dung, Aus­bil­dung und Wei­ter­bil­dung infor­mie­ren.

Wen möch­ten Sie beson­ders anspre­chen?

Mir per­sön­lich lie­gen die Jugend­li­chen unse­rer Regi­on beson­ders am Her­zen. Des­halb will ich mich dafür ein­set­zen, dass es ein brei­tes Ange­bot ver­schie­de­ner beruf­li­cher Zwei­ge in unse­rem länd­li­chen Raum wei­ter­hin geben wird.

Wagen wir noch einen Aus­blick auf das Schul­jahr 2018/2019. Was kommt neu dazu?

Im Schul­jahr 2018/2019 wird an unse­rer Schu­le ein wei­te­res neu­es attrak­ti­ves Bil­dungs­an­ge­bot geschaf­fen. Neben den bis­he­ri­gen Bil­dungs­we­gen wird ein drit­ter Zug des beruf­li­chen Gym­na­si­ums eröff­net. Dabei geht es um die Ein­rich­tung eines drei­jäh­ri­gen Sozi­al- und Gesund­heits­wis­sen­schaft­li­chen Gym­na­si­ums (SGGG) mit dem Schwer­punkt Gesund­heit. Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat unse­ren Antrag geneh­migt, sodass wir auch am „Tag der offe­nen Tür“ über die­ses neue Pro­fil infor­mie­ren wer­den.

Wel­che ande­ren Neue­run­gen gibt es auf dem Sul­gen?

Wir wer­den unse­re Metall­werk­stät­ten sanie­ren, umbau­en und den Maschi­nen­park erneu­ern. Auf unse­rer Agen­da steht eine Lern­fa­brik 4.0, mit der wir einen wei­te­ren Schritt Rich­tung Digi­ta­li­sie­rung machen und das The­ma „Indus­trie 4.0“ in unse­re Schu­le und somit zu den Aus­zu­bil­den­den, den Tech­ni­kern und auch in die Betrie­be brin­gen wol­len. In die­sem Schul­jahr haben wir bereits auf Wunsch der Eltern die Fremd­spra­che Spa­nisch am Berufs­kol­leg ein­ge­führt und im gewerb­lich-tech­ni­schen Bereich bie­ten wir eben­falls seit die­sem Jahr eine Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on zur Elek­tro­fach­kraft für fest­ge­leg­te Tätig­kei­ten an.