SCHRAMBERG/KREIS ROTTWEIL  (him) –  Eigentlich sollte die Mensa beim Berufsschulzentrum Schramberg zum Schuljahresbeginn in Betrieb gehen. Das Gebäude ist praktisch fertig, die Einrichtung steht – doch die Küche bleibt kalt. Der Grund: Es hat sich bislang kein Betreiber für die gut zwei Millionen Euro teure Mensa gefunden.

In der Sitzung des Sozial-, Kultur- und Schulausschusses  des Kreistags hat die Verwaltung am Montag berichtet, dass sich bisher auf die Ausschreibung von Ende Juli nicht ein einziger Bewerber gemeldet habe. Ein  Arbeitskreis  mit  Vertretern der Schule und Schülervertretung hatte zuvor die Vorstellungen, Wünsche und Anregungen der Schule und  der Schüler gesammelt. Diese Ideen flossen in die Ausschreibung im Staatsanzeiger mit ein. Aber das Ergebnis: Null.

80 Essen – lohnt sich nicht?

In der Anzeige war von voraussichtlich etwa 700 Schülerinnen und Schüler in Vollzeit und weiteren etwa 500  Schülerinnen und Schüler in Teilzeit die Rede. Auch seien etwa 80 Lehr- und zehn Verwaltungskräfte an der Schule tätig. Der Kreis rechne mit etwa 80 Essensabgaben pro Tag. Offenbar für Caterer zu wenig lukrativ.

Die Kreisverwaltung hat bei einzelnen Cateringbetrieben nachgefragt, weshalb sie sich nicht beworben haben. Eine Antwort war laut Vorlage für den Ausschuss, „dass es bei einer solch  geringen  Anzahl an täglichen Essen nicht wirtschaftlich kalkulierbar ist, Personal  vorzuhalten“.

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, den potenziellen Caterern vom Kreis „personelle Unterstützung“  anzubieten. Man führe derzeit Vorgespräche mit Cateringbetrieben, Metzgereien und Köchen, „um praktikable Lösungen zu finden, damit die Mensa schnellstmöglich nach Fertigstellung in Betrieb gehen kann“, heißt es abschließend. Der Ausschuss hat den Bericht zur Kenntnis genommen und die Verwaltung aufgefordert, weiter nach einem Betreiber zu suchen.

 

 

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