Bockiger Senior

89-jähriger Autofahrer flüchtet nach Unfall – und lässt seine betagte Beifahrerin sitzen

Polizei am Einsatzort. Symbol-Foto: Peter Arnegger

Nach einem Ver­kehrs­un­fall auf der Schram­ber­ger Stra­ße in Dun­nin­gen ist am Mon­tag ein 89-jäh­ri­ger Auto­fah­rer geflüch­tet. Allein.

Der Mer­ce­des-Fah­rer war gegen 19.40 Uhr auf der Schram­ber­ger Stra­ße unter­wegs und fuhr ver­bo­te­ner­wei­se im erst teil­wei­se fer­tig­ge­stell­ten Bau­stel­len­be­reich. In der Stra­ßen­mit­te schanz­te der Seni­or über eine neu ange­leg­te Ver­kehrs­in­sel und riss zwei Gra­nit­stei­ne aus dem Fun­da­ment der Insel.

Dar­auf­hin blieb der Wagen auf der Ver­kehrs­in­sel ste­cken. Nach­dem her­bei­ge­eil­te Anwoh­ner die Poli­zei ver­stän­di­gen woll­ten, ver­ließ der 89-jäh­ri­ge Unfall­ver­ur­sa­cher wut­ent­brannt die Unfall­stel­le zu Fuß. Sei­ne 85-jäh­ri­ge Bei­fah­re­rin ließ er im Fahr­zeug zurück.

Im Rah­men der ein­ge­lei­te­ten Fahn­dung konn­te der Unfall­flüch­ti­ge unweit der Unfall­stel­le bei einem Bekann­ten aus­fin­dig gemacht wer­den. Bei der Über­prü­fung stell­ten die Ord­nungs­hü­ter deut­li­chen Alko­hol­ge­ruch beim 89-Jäh­ri­gen fest.

Der Mann zeig­te sich aller­dings wei­ter bockig. Er sei nicht gewillt gewe­sen, die poli­zei­li­chen Maß­nah­men zu akzep­tie­ren, so der Poli­zei­be­richt. Um eine ärzt­li­che Blut­ent­nah­me auf dem ört­li­chen Poli­zei­re­vier vor­neh­men zu kön­nen, habe der Seni­or schließ­lich von den Beam­ten aus dem Haus getra­gen wer­den müs­sen.

Gegen den Mann wur­de ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Der ent­stan­de­ne Unfall­scha­den wird auf rund 1000 Euro geschätzt.