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Montag, 13. Juli 2020
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    Böhringer Sandsacklager als zusätzliche Säule im Hochwasserschutz

    DIETINGEN – Der Hochwasserschutz ist in der Gemeinde Dietingen ein wichtiges Thema. Dabei haben vor allem die Teilorte Böhringen und Rotenzimmern immer wieder mit steigenden Flusspegeln der Schlichem zu kämpfen.

    Um einem drohenden Hochwasser Herr zu werden, sind Sandsäcke ein gutes und effektives Mittel. Denn sie können flexibel eingesetzt werden, um einzelne Öffnungen an Mauern oder Toren, betroffene Häuser oder sogar kleinere Flussabschnitte abzusichern. Das Problem: Im Falle einer großflächigen Gefahrenlage wird eine enorme Menge an Sandsäcken benötigt, die vor allem schnell verfügbar sein muss.

    Die Feuerwehr Dietingen hat dieses Problem schon lange erkannt und gegengesteuert. So wurde in Rotenzimmern bereits vor einiger Zeit ein Sandsacklager direkt an der Schlichem eingerichtet, in welchem eine große Menge an Sandsäcken gelagert werden kann – und das Konzept hat sich bewährt. Da in Böhringen ein geeigneter Platz zur Unterbringung fehlt, wurden die Gemeinde sowie die Freiwillige Feuerwehr aktiv.

    In diesem Zuge wurde beschlossen, das Feuerwehrhaus Böhringen um einen geeigneten Lagerort zu ergänzen. Die Erweiterung soll Patz für Gitterboxen und Europaletten schaffen, wodurch bis zu 700 Sandsäcke innerhalb von Minuten zur Verfügung stehen. Im Ernstfall können die Sandsäcke dann mithilfe eines Teleskopladers zügig an einen Einsatzort in der Gesamtgemeinde Dietingen gebracht werden. Die Feuerwehr Dietingen hat somit kurzfristig Zugriff auf das notwendige Material, um die Bürger der Gemeinde bestmöglich schützen zu können.

    Nachdem die Planungs- und Freigabephase für das Bauvorhaben abgeschlossen werden konnte, haben die Kameraden der Feuerwehrabteilung Böhringen im Juli 2017 mit der handwerklichen Umsetzung der Baumaßnahme begonnen. Mit einem großen Anteil an Eigenleistung wurde bis jetzt die Bodenplatte gegossen, der Rohbau gestellt, der Hofanschluss eingerichtet und die Pflasterarbeiten fertiggestellt. Die angebrachte Holzverschalung sorgt für ein optisches Highlight und integriert das Lager ansprechend in die umliegende Bebauung.

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    Der geplante Fertigstellungstermin für das Gebäude ist das Frühjahr 2019 – bis dahin werden weit über 400 freiwillige Arbeitsstunden der Feuerwehrkameraden für das Bauprojekt aufgelaufen sein.

    Mit der Errichtung des Sandsacklagers soll auch ein weiteres Problem gelöst werden: Der Platzmangel im Böhringer Feuerwehrhaus. Da dort unter anderem sowohl das Einsatzfahrtzeug der Böhringer Wehr als auch der Mannschaftstransportwagen der Gesamtfeuerwehr Dietingen untergebracht sind, ist Lagerplatz Mangelware. Das Sandsacklager sieht deshalb eine zusätzliche Lagerfläche vor. Außerdem erhalten die historischen Feuerwehrgerätschaften – wie beispielsweise die Kutsche aus dem Jahr 1890 – einen würdigen Platz in einem kleinen Ausstellungsbereich des Lagers.

     

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