Böhringer Sandsacklager als zusätzliche Säule im Hochwasserschutz

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Mit dem Sandsacklager für 700 Sandsäcke ist die Dietinger Feuerwehr im Ernstfall noch schlagkräftiger. Foto: pm

DIETINGEN – Der Hoch­was­ser­schutz ist in der Gemein­de Die­tin­gen ein wich­ti­ges The­ma. Dabei haben vor allem die Teil­or­te Böh­rin­gen und Roten­zim­mern immer wie­der mit stei­gen­den Fluss­pe­geln der Schli­chem zu kämp­fen.

Um einem dro­hen­den Hoch­was­ser Herr zu wer­den, sind Sand­sä­cke ein gutes und effek­ti­ves Mit­tel. Denn sie kön­nen fle­xi­bel ein­ge­setzt wer­den, um ein­zel­ne Öff­nun­gen an Mau­ern oder Toren, betrof­fe­ne Häu­ser oder sogar klei­ne­re Fluss­ab­schnit­te abzu­si­chern. Das Pro­blem: Im Fal­le einer groß­flä­chi­gen Gefah­ren­la­ge wird eine enor­me Men­ge an Sand­sä­cken benö­tigt, die vor allem schnell ver­füg­bar sein muss.

Die Feu­er­wehr Die­tin­gen hat die­ses Pro­blem schon lan­ge erkannt und gegen­ge­steu­ert. So wur­de in Roten­zim­mern bereits vor eini­ger Zeit ein Sand­sack­la­ger direkt an der Schli­chem ein­ge­rich­tet, in wel­chem eine gro­ße Men­ge an Sand­sä­cken gela­gert wer­den kann – und das Kon­zept hat sich bewährt. Da in Böh­rin­gen ein geeig­ne­ter Platz zur Unter­brin­gung fehlt, wur­den die Gemein­de sowie die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr aktiv.

In die­sem Zuge wur­de beschlos­sen, das Feu­er­wehr­haus Böh­rin­gen um einen geeig­ne­ten Lager­ort zu ergän­zen. Die Erwei­te­rung soll Patz für Git­ter­bo­xen und Euro­palet­ten schaf­fen, wodurch bis zu 700 Sand­sä­cke inner­halb von Minu­ten zur Ver­fü­gung ste­hen. Im Ernst­fall kön­nen die Sand­sä­cke dann mit­hil­fe eines Tele­skop­la­ders zügig an einen Ein­satz­ort in der Gesamt­ge­mein­de Die­tin­gen gebracht wer­den. Die Feu­er­wehr Die­tin­gen hat somit kurz­fris­tig Zugriff auf das not­wen­di­ge Mate­ri­al, um die Bür­ger der Gemein­de best­mög­lich schüt­zen zu kön­nen.

Nach­dem die Pla­nungs- und Frei­ga­be­pha­se für das Bau­vor­ha­ben abge­schlos­sen wer­den konn­te, haben die Kame­ra­den der Feu­er­wehr­ab­tei­lung Böh­rin­gen im Juli 2017 mit der hand­werk­li­chen Umset­zung der Bau­maß­nah­me begon­nen. Mit einem gro­ßen Anteil an Eigen­leis­tung wur­de bis jetzt die Boden­plat­te gegos­sen, der Roh­bau gestellt, der Hofan­schluss ein­ge­rich­tet und die Pflas­ter­ar­bei­ten fer­tig­ge­stellt. Die ange­brach­te Holz­ver­scha­lung sorgt für ein opti­sches High­light und inte­griert das Lager anspre­chend in die umlie­gen­de Bebau­ung.

Der geplan­te Fer­tig­stel­lungs­ter­min für das Gebäu­de ist das Früh­jahr 2019 – bis dahin wer­den weit über 400 frei­wil­li­ge Arbeits­stun­den der Feu­er­wehr­ka­me­ra­den für das Bau­pro­jekt auf­ge­lau­fen sein.

Mit der Errich­tung des Sand­sack­la­gers soll auch ein wei­te­res Pro­blem gelöst wer­den: Der Platz­man­gel im Böh­rin­ger Feu­er­wehr­haus. Da dort unter ande­rem sowohl das Ein­satz­fahrt­zeug der Böh­rin­ger Wehr als auch der Mann­schafts­trans­port­wa­gen der Gesamt­feu­er­wehr Die­tin­gen unter­ge­bracht sind, ist Lager­platz Man­gel­wa­re. Das Sand­sack­la­ger sieht des­halb eine zusätz­li­che Lager­flä­che vor. Außer­dem erhal­ten die his­to­ri­schen Feu­er­wehr­ge­rät­schaf­ten – wie bei­spiels­wei­se die Kut­sche aus dem Jahr 1890 – einen wür­di­gen Platz in einem klei­nen Aus­stel­lungs­be­reich des Lagers.

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