„Cavemen” Villingendorf: Feuer hinterlässt ein riesiges Brandloch – vor allem finanziell

Benefizkonzert und mehr geplant

Im Vollbrand: das Vereinsheim der Cavemen Villingendorf. Foto: Peter Arnegger

Die Vil­lin­gen­dor­fer Cave­men, die Base­bal­ler, deren Ver­eins­heim ein Feu­er zer­stört hat, haben den ers­ten Kas­sen­sturz gemacht. Sie haben die ange­kün­dig­te Zah­lung der Ver­si­che­rung und die ein­ge­gan­ge­nen Spen­den zusam­men gezählt – und „ein rie­si­ges Brand­loch” ermit­telt, wie sie mit­tei­len. Sie „zei­gen sich ent­setzt”, schrei­ben sie. Denn: „Nach dem Brand ist der Scha­den weit­aus grö­ßer als ange­nom­men.”

Einen Sach­scha­den von 150.000 Euro hat die Poli­zei nach dem Feu­er vom ver­gan­ge­nen Novem­ber­mor­gen zunächst ange­nom­men. Da machen sich die Sum­men, die die Base­bal­ler jetzt vor­ge­legt haben, eigent­lich nicht schlecht. Doch es sieht tat­säch­lich viel schlim­mer aus.

Nach dem Brand auf dem Gelän­de der Cave­men, dem unter ande­rem auch das neu­ge­bau­te Ver­eins­heim kom­plett zum Opfer fiel, kön­ne zur Brand­ur­sa­che nach wie vor kei­ne abschlie­ßen­de Aus­sa­ge gemacht wer­den. Das tei­len die Sport­ler mit. „Die ermit­teln­den Behör­den sind offen­sicht­lich noch nicht ent­schei­dend wei­ter­ge­kom­men”, so das fazit des Ver­eins. Die Cave­men äußern sich ange­sichts des­sen nun erst­mals öffent­lich über die finan­zi­el­len Aus­ma­ße des Feu­ers, „um Trans­pa­renz zu schaf­fen und auch die Höhe der geleis­te­ten Zuwen­dun­gen von gan­zem Her­zen dank­bar zu erwäh­nen”, wie sie wei­ter schrei­ben.

Die Ver­si­che­rung bezif­fert den Scha­den nach Sich­tung aller Fak­ten auf 250.000 Euro und somit weit­aus höher als bis­her ange­nom­men. 

Sicht­lich bestürzt ob die­ser Tat­sa­che zeigt sich der Vor­sit­zen­de der Vil­lin­gen­dorf Cave­men, Claus Jochen Drei­er, der alle Mit­glie­der auf­ruft, jetzt zusam­men zu hel­fen um den Wie­der­auf­bau gemein­sam zu rea­li­sie­ren. „Es wird jetzt jedes ein­zel­ne Mit­glied gebraucht, um das Pro­jekt Wie­der­auf­bau, das ja bereits begon­nen hat, zu rea­li­sie­ren”, wird Drei­er zitiert. „Das geht nur zusam­men.” Geschockt hat­te der Ver­eins­chef sei­ner­zeit schon vor den ver­kohl­ten Trüm­mern des Ver­eins­ge­bäu­des gestan­den.

Die Ver­si­che­rung betei­ligt sich nach aktu­el­lem Stand an der Scha­dens­wie­der­gut­ma­chung mit 125.000 Euro. An Spen­den inklu­si­ve der über­ge­be­nen Ein­nah­men aus Hilfs­ak­tio­nen sei­en 20.000 Euro ein­ge­gan­gen – „groß­ar­tig”, nennt der Ver­ein die­se Sum­me.

Und den­noch: „Jeder, der rech­nen kann, merkt, trotz aller Unter­stüt­zung und Hilfs­be­reit­schaft bleibt das Brand­loch groß, das die Vil­lin­gen­dorf Cave­men nun in den nächs­ten Jah­ren stop­fen müs­sen.” Es feh­len gut 100.000 Euro.

Sie wol­len es nach eige­nen Anga­ben aber „irgend­wie schaf­fen”, denn Cave­men, also Höh­len­men­schen, sei­en stark, so der Ver­ein.

An den kom­men­den Wochen­en­den sei­en als nächs­tes die Abbruch-, Sor­tier- und Ent­sor­gungs­ar­bei­ten geplant. Im April soll ein gro­ßes Bene­fiz­kon­zert „Rock for the Cave­men” in Vil­lin­gen­dorf statt­fin­den. Details, auch über die wei­te­ren geplan­ten Maß­nah­men, will der Ver­ein nach und nach ver­öf­fent­li­chen.