CDU-Kreisvorsitzender Stefan Teufel und Kreisgeschäftsführerin Doris von Schulz: Es gilt die richtigen Lehren aus dem Wahldebakel zu ziehen und zu alter Stärke zurückfinden. Foto: pm

KREIS ROTTWEIL – Die CDU im Kreis Rott­weil wird nach dem desas­trö­sen Wahl­er­geb­nis vom 24. Sep­tem­ber nicht zur Tages­ord­nung über­ge­hen: „Die­ser Absturz lässt uns nicht ruhen. Wir haben als Volks­par­tei einen ande­ren Anspruch an uns selbst als den, den uns die Wäh­ler dies­mal zuge­wie­sen haben“, sag­te der CDU-Kreis­vor­sit­zen­de Ste­fan Teu­fel in der jüngs­ten Sit­zung des geschäfts­füh­ren­den Kreis­vor­stands.

Auch wenn die CDU im Land alle Wahl­krei­se direkt gewon­nen hat, auch wenn die neu zu bil­den­de Bun­des­re­gie­rung erneut unter Füh­rung der Uni­on und mit Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel in der nächs­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode die Ver­ant­wor­tung über­tra­gen bekom­men habe, so dürf­te das Errei­chen die­ser Mini­mal­zie­le nicht dar­über hin­weg­täu­schen, „dass der erlit­te­ne mas­si­ve Ver­trau­ens­ver­lust Kon­se­quen­zen für die zukünf­ti­ge Arbeit haben muss“, stell­ten die Mit­glie­der des Gre­mi­ums über­ein­stim­mend fest.

So wird einer ers­ten, von Kreis­ge­schäfts­füh­re­rin Doris von Schulz vor­ge­leg­ten Wahl­ana­ly­se, in der nichts beschö­nigt wur­de, eine wei­te­re Ana­ly­se die­ses „ernüch­tern­den Ergeb­nis­ses“ fol­gen. Ste­fan Teu­fel: „Zusam­men mit dem wie­der gewähl­ten Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Vol­ker Kau­der und mit den Freun­den aus Tutt­lin­gen wol­len wir die rich­ti­gen Schlüs­se dar­aus zie­hen.“ Und wei­ter sieht es nicht nur für Ste­fan Teu­fel so aus,  „als hät­ten wir kei­ne Leh­ren aus dem eben­falls  äußerst unbe­frie­di­gen­den, ja desas­trö­sen Ergeb­nis der Land­tags­wahl gezo­gen.“

Trotz eines inten­si­ven, mehr­wö­chi­gen Wahl­kampfs mit zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen im gesam­ten Wahl­kreis und mit pro­mi­nen­ter Unter­stüt­zung von Bun­des- und Lan­des­po­li­ti­kern sei es nicht gelun­gen, die Wäh­ler in aus­rei­chen­dem Maß  für die CDU zu mobi­li­sie­ren. In dem in der Run­de durch­ge­führ­ten „Blitz­licht“ mit je indi­vi­du­el­len Erfah­rungs­be­rich­ten aus dem Wahl­kampf kam deut­lich zum Aus­druck, dass die Flücht­lings­po­li­tik das alles über­ra­gen­de The­ma war. „Und wir sind bei vie­len Mit­bür­gern  mit den Erläu­te­run­gen über die zahl­rei­chen Maß­nah­men zur Steue­rung und Begren­zung ein­schließ­lich der Asyl­pak­te I und II nicht durch­ge­drun­gen“, zogen man­che Teil­neh­mer ihr Fazit aus zahl­rei­chen Gesprä­chen und Debat­ten. Alle ande­ren The­men, „von der guten wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung über die soli­de  Finanz­po­li­tik ohne neu­en Schul­den bis zu der im Regie­rungs­pro­gramm dar­ge­leg­ten Fami­li­en­po­li­tik mit deut­li­chen Ent­las­tun­gen zuguns­ten jun­ger Fami­li­en und vie­len wei­te­ren Berei­chen“  dage­gen sei­en kaum wahr­ge­nom­men wor­den.

Apro­pos Finan­zen: So wie der schei­den­de Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäub­le acht Jah­re lang eine „exzel­len­te Finanz­po­li­tik“ gemacht habe, so konn­te auch der Schatz­meis­ter der Kreis-CDU, Mar­cus Zybarth in einer Zwi­schen­bi­lanz zur aktu­el­len finan­zi­el­len Lage der Par­tei mit­tei­len, „dass wohl das Gesamt­jahr 2017 erst­mals wie­der mit einem Über­schuss, zumin­dest mit einer schwar­zen Null abge­schlos­sen wer­den kann.“

Eine  soli­de Finanz­po­li­tik – das bedeu­tet auch die vor­han­de­ne Mög­lich­keit, die Arbeit der CDU im Kreis „mit einer intak­ten Kreis­ge­schäfts­stel­le und mit zahl­rei­chen Akti­vi­tä­ten fort­zu­set­zen.“ So der Appell von Ste­fan Teu­fel, aus den Wahl­er­geb­nis­sen die rich­ti­gen Schlüs­se zu zie­hen und nach wie vor und „eher mit noch mehr Enga­ge­ment“ für die Mit­bür­ger da zu sein.

Und so plant die Kreis-CDU eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zum „Die­sel­ga­te“ und sei­nen Aus­wir­kun­gen für die gesam­te Mobi­li­täts­ent­wick­lung und berei­tet auch für den Beginn des Jah­res 2018 einen Neu­jahrs­emp­fang vor, mit dem „wir wie­der mit Schwung und Elan in das neue Jahr star­ten wer­den.“ Denn trotz des Wahl­de­ba­kels blei­be wahr, „dass es auf uns ankommt. Gera­de in die­sen Zei­ten.“ So der CDU-Kreis­vor­sit­zen­de im Ein­klang mit dem gesam­ten Gre­mi­um.