CDU-Kreistagsfraktion besucht Kreisbauernverband

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Mit ihrem Besuch bei kreisbauernverband wollten die Kreisräte zum Ausdruck bringen, dass die CDU die Anliegen, Sorgen und Nöte der Bauern und Landwirte auch auf kommunaler Ebene im Blick hat.

Kreis Rottweil. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Betriebe liegt im Verbandsgebiet des Kreisbauernverbandes Rottweil bei derzeit mit knapp 55 Prozent der bewirtschafteten Flächen im Ackerbau. Neben der berufsständischen Vertretung gegenüber Politik, Verwaltung und Gesellschaft liegt die Hauptaufgabe des Kreisbauernverbandes in der Unterstützung seiner Mitglieder als Dienstleister zu allen Fragen rund um den landwirtschaftlichen Betrieb.

Empfangen wurden die CDU-Kreisräte von Kreisobmann Eugen Haberer, seinen beiden Stellvertretern Lothar Munz und Ernst Schmid, Ausschussmitglied Matthias Teufel sowie Kreisgeschäftsführerin Lisa Guth. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in welcher betont wurde, dass sich die Bauern und Landwirte eine verlässliche Politik wünschen, die ihnen Planungssicherheit gibt. Mit Sorge wurde davon berichtet, dass die Tierhaltung zunehmend ins Ausland verlagert werde.

So sei in den vergangenen 20 Jahren ein Rückgang der Betriebe mit Rinderhaltung um 51 Prozent zu verzeichnen gewesen. Bei den Betrieben mit Schweinehaltung betrug der Rückgang sogar 71 Prozent. Entgegen vieler anderslautender Annahmen gäbe es generell auch kein Nachwuchsproblem im Agrarbereich. Es gäbe genügend junge Menschen, die beispielsweise den elterlichen Hof übernehmen wollten, jedoch müssten hierzu die Rahmenbedingungen stimmen, wie berichtet wurde.

Darüber hinaus erfuhren die Besucher weitere interessante Fakten rund um die Landwirtschaft. So zum Beispiel, dass die Nachfrage nach Bioprodukten zurückgehe und dass die landwirtschaftlichen Betriebe auch von den vergangenen Energiepreissteigerungen betroffen seien. Ebenso bekannte sich der Kreisbauernverband zur Notwendigkeit des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Auch die Thematik des Flächenverbrauchs wurde klar benannt. Wenn beispielsweise eine Kommune ein neues Wohnbau- oder Gewerbegebiet ausweist, ginge hierdurch unweigerlich landwirtschaftliche Fläche verloren. Durch den gesetzlich vorgeschriebenen ökologischen Ausgleich würden der Landwirtschaft dann nochmals Flächen entzogen, da diese nicht mehr bewirtschaftet werden dürften. Abschließend wurde ein Lob für die gute Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband im Landkreis Rottweil ausgesprochen.

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