Der CDU-Kreisvorstand hielt seine Jahresabschlusssitzung ab. Foto: pm

KREIS ROTTWEIL – Es ist gute Tra­di­ti­on, dass sich das Füh­rungs­gre­mi­um der CDU im Kreis in sei­ner letz­ten Sit­zung im Jahr mit einem Rück- sowie dem Aus­blick auf das kom­men­de Jahr Bilanz zieht und die zu bear­bei­ten­den The­men fest­legt. Dies war auch die­ses Jahr so, doch noch nie muss­ten sich die Christ­de­mo­kra­ten mit einer solch schwie­ri­gen Situa­ti­on befas­sen wie der nach der Bun­des­tags­wahl vom 24. Sep­tem­ber.

Auf die besorg­te Fra­ge mei­ner Gesprächs­part­ner aus der gan­zen Welt, was mit uns los sei, muss ich ant­wor­ten: ‚Gar nichts‘.“, sag­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Vol­ker Kau­der, der als Uni­ons­frak­ti­ons­chef bei allen Ver­hand­lun­gen um eine Regie­rungs­bil­dung mit dabei ist.

Wie sehr es not­wen­dig wäre, dass Deutsch­land ganz drin­gend wie­der eine sta­bi­le Regie­rung erhält, zeig­te nicht zuletzt der Bei­trag des Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten  Dr. Andre­as Schwab: „Allei­ne die heu­ti­ge Ver­ein­ba­rung zum Bre­x­it, die ich lei­der als Pfusch bezeich­nen muss und die aktu­el­len Vor­gän­ge in Polen zei­gen, dass wir nicht län­ger als Sta­bi­li­täts­an­ker in einer Welt vol­ler Kri­sen und Erschüt­te­run­gen aus­fal­len dür­fen.“   

Umso mehr kom­me es dar­auf an, dass „wir in der CDU hier im Kreis, in der Regi­on und auch im Bezirk zusam­men­hal­ten und unse­ren grad­li­ni­gen Weg gehen“, beton­te der vor weni­gen Wochen zum neu­en CDU-Bezirks­vor­sit­zen­den gewähl­ten Andre­as Schwab.

Dafür dass die CDU im Kreis so intakt und in sich geschlos­sen ist, steht in aller­ers­ter Linie  Kreis­vor­sit­zen­der Ste­fan Teu­fel. So for­mu­lier­te Jochen Schwarz als sein Stell­ver­tre­ter den Dank der gesam­ten Kreis-CDU an den seit zwölf Jah­ren amtie­ren­den Vor­sit­zen­den: „Du führst die­sen Kreis­ver­band in einer ein­zig­ar­ti­gen Wei­se. Wir alle mögen dich, weil du du bist, unver­wech­sel­bar, mit ganz gro­ßem Ein­satz und in mensch­lich vor­bild­li­cher Wei­se.“

Die­ser gab den Dank zurück an alle die ent­we­der als Man­dats­trä­ger, als Mit­ar­bei­ter oder ehren­amt­lich auch in die­sem Jahr Ver­ant­wor­tung getra­gen haben.

Und mit dem Blick auf die Lan­des­po­li­tik zeig­te sich Ste­fan Teu­fel, dort als stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der an vor­de­rer Stel­le mit dabei, „froh dar­über, dass wir mit unse­rer föde­ra­len Struk­tur im Land gera­de jetzt bei den Bera­tun­gen für den Dop­pel­haus­halt 2018/19 den Weg in eine gute und erfolg­rei­che Zukunft fort­set­zen wer­den. Ein Mei­len­stein!“ Jeder fünf­te Euro geht in den Bil­dungs­etat: „Die­ser eilt mit bis zu 11,4 Mil­li­ar­den Euro im Jahr 2019 wei­ter von Rekord zu Rekord. Bil­dung hat Top-Prio­ri­tät im Land!“ Bei der Inne­ren Sicher­heit wer­den wich­ti­ge Akzen­te gesetzt, mit der Ein­stel­lung von jeweils 1 800 neu­en Poli­zei­an­wär­tern in den bei­den kom­men­den Jah­ren mache sich dies deut­lich bemerk­bar. Mit dem Blick auf die Poli­zei­re­form im Land zeig­te sich der Abge­ord­ne­te die­ses Wahl­krei­ses „sehr zufrie­den damit, was wir errei­chen konn­ten und dass uns die Kri­mi­nal­po­li­zei wie auch die Auto­bahn­po­li­zei erhal­ten bleibt.“

Und noch­mals auf den Dop­pel­haus­halt mit sei­nem Volu­men von ca. 49 Mil­li­ar­den Euro 2018 und 50 Mil­li­ar­den Euro 2019 zurück­kom­mend, „ermög­licht es uns die gute finan­zi­el­le Ent­wick­lung des Lan­des einer­seits, 500 Mil­lio­nen Euro an Schul­den abzu­bau­en, ande­rer­seits wer­den bei­spiels­wei­se 1,65 Mil­li­ar­den Euro für Moder­ni­sie­rung von Stra­ßen, Brü­cken, Hoch­schul­bau­en, Uni­kli­ni­ken, Gerich­te und Poli­zei­re­vie­re inves­tiert.“ Dies alles sind posi­ti­ve Zei­chen, die deut­lich machen, dass „unse­re Hand­schrift wirkt“.  Wie er auch als gesund­heits­po­li­ti­scher Spre­cher sei­ner Frak­ti­on sei­ner Freu­de dar­über Aus­druck ver­lieh, dass wir mit dem „von uns ein­ge­brach­ten Sti­pen­di­en­mo­dell für jun­ge Land­ärz­te und bei der Pal­lia­tiv­me­di­zin und der Hos­piz­ver­sor­gung wesent­li­che Akzen­te set­zen.“

In einem Satz: „Die CDU-Hand­schrift wirkt.“ So Ste­fan Teu­fel, der nach allen Berich­ten, auch nach dem des Kreis­tags­frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Rai­ner Hezel, fest­stel­len konn­te: „Es ist gut, dass wir als CDU auf  allen Ebe­nen, von Euro­pa über den Bund, das Land, den Kreis bis zu vie­len Gemein­den ver­tre­ten sind und so eine in sich geschlos­se­ne, auf­ein­an­der abge­stimm­te Poli­tik gestal­ten. Dies macht uns stark.“

Und auf jeder die­ser Ebe­nen ist zu spü­ren, was Vol­ker Kau­der wäh­rend sei­nes Bei­trags und der sehr inten­si­ven Debat­te über die Situa­ti­on in Ber­lin immer wie­der ansprach: „Wir haben Ver­ant­wor­tung und haben die Pflicht, ihr gerecht zu wer­den. Dafür haben die Bür­ger uns gewählt.“ Weni­ge Tage vor dem ers­ten Tref­fen der Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den mit den Sozi­al­de­mo­kra­ten in Ber­lin, um über die Mög­lich­keit einer Zusam­men­ar­beit zu reden.

Mit dem kla­ren Kom­pass, der uns als Christ­li­che Demo­kra­ten aus­zeich­net, gehen wir in die­se Gesprä­che. Mit dem Ziel, dass unser Land wie­der eine sta­bi­le Regie­rung erhält.“ Und auch wenn Jamai­ka geschei­tert sei, so hät­ten auch durch die­se Son­die­run­gen man­che Ver­krus­tun­gen auf­ge­bro­chen wor­den und hät­ten allen Betei­lig­ten gezeigt, wel­che Auf­ga­ben in einer schwie­ri­ger wer­den­den Gesell­schaft anzu­ge­hen und zu lösen sei­en.

Neue Wege gehen, den Dis­kurs anneh­men: Auf die­sem Hin­ter­grund beschloss dann auch der Kreis­vor­stand ein­stim­mig, den Neu­jahrs­emp­fang des Jah­res 2018 in der Stadt­hal­le in Rott­weil mit dem Prä­si­den­ten des VfB Stutt­gart, Wolf­gang Diet­rich durch­zu­füh­ren. An der Schnitt­stel­le von Sport, Inte­gra­ti­on und Erfolg wird dabei die Fra­ge „Was hält unse­re Gesell­schaft zusam­men?“ genau die The­ma­tik auf­grei­fen, mit der all die­je­ni­gen, die sich um die Zukunft des Lan­des sor­gen, befasst sind.