CDU-Kreisvorstand diskutiert die politischen Leitlinien für die kommenden Monate

Volker Kauder, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bei der CDU-Kreisvorstandssitzung. Foto: King

KREIS ROTTWEIL – In Ber­lin wird jetzt end­lich wie­der regiert. „Nächs­te Woche geht es an die Geset­zes­vor­ha­ben, der Haus­halts­plan für 2018 muss vor der Som­mer­pau­se fer­tig­ge­stellt wer­den und im Herbst geht es an den für 2019.“ Vol­ker Kau­der ver­mit­tel­te in der CDU-Kreis­vor­stands­sit­zung in der „Trau­be“ in Beffen­dorf den Elan und die Power, die die Men­schen erwar­ten und die er auch selbst für not­wen­dig hält.

Im Land­tag in Stutt­gart dau­ert die Legis­la­tur­pe­ri­ode schon eini­ges län­ger. Manch­mal knirscht es ganz ordent­lich zwi­schen den bei­den Koali­ti­ons­part­nern. Und den­noch blick­te Ste­fan Teu­fel bei sei­nem Bericht aus dem Land­tag nicht unzu­frie­den über die Beschlüs­se, die vor allem die Gesund­heits­po­li­tik, sei­nen urei­ge­nen Bereich betref­fen: Ähn­lich wie Vol­ker Kau­der in Ber­lin macht auch der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Druck: Das Land­ärz­te­pro­gramm mit den von ihm durch­ge­setz­ten Maß­nah­men, die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung, zu der er im Ple­num eine Grund­satz­re­de gehal­ten hat und die er für eine der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen die­ser Zeit hält – all dies dul­det kein Abwar­ten: „Wir müs­sen jetzt tätig wer­den.“

Genau­so agil und mit Elan will er als Kreis­vor­sit­zen­der zusam­men mit dem Vor­stand und den Orts­ver­bän­den und Ver­ei­ni­gun­gen in der Par­tei  in den nächs­ten Wochen und Mona­ten die The­men bear­bei­ten, die die Men­schen inter­es­sie­ren und bei denen sie von der Poli­tik Ant­wor­ten erwar­ten. So wird die Kreis-CDU unetr ande­rem über die Mobi­li­tät der Zukunft und über die Bil­dungs­po­li­tik sowie die immer viru­len­ter wer­den­den Berei­che der Pfle­ge und der Gesund­heit reden und das Gespräch mit allen Betei­lig­ten  füh­ren.

Wie auch beim „neu­en Auf­bruch für Euro­pa“, die­sem wich­ti­gen Teil­be­reich des Koali­ti­ons­ver­tra­ges der gro­ßen Koali­ti­on in Ber­lin, es für den Uni­ons­frak­ti­ons­chef dar­auf ankommt, die Refor­men zügig auf den Weg zu brin­gen, aber immer auf dem Hin­ter­grund des­sen, dass „die zen­tra­len Prin­zi­pi­en unse­rer Euro­pa­po­li­tik ein­ge­hal­ten wer­den.“ So müs­sen Risi­ko und Haf­tung wei­ter zusam­men gese­hen wer­den: „Wir leh­nen nach wie vor die Ver­ge­mein­schaf­tung von Schul­den ab.“ Und bei der Fra­ge der Voll­endung der Ban­ken­uni­on kann es für die Uni­on eine gemein­sa­me euro­päi­sche Ein­la­gen­si­che­rung erst dann geben, wenn die Risi­ken im euro­päi­schen Ban­ken­sys­tem deut­lich redu­ziert wer­den.

Wie sehr in der Poli­tik auf allen Ebe­nen die Zusam­men­ar­beit mit den Betei­lig­ten den Kom­pro­miss und das Auf­ein­an­der-zu-gehen, das do ut des, not­wen­dig ist, wie sehr die fra­gi­le außen­po­li­ti­sche Lage, vor allem im Hin­blick auf den Nahen Osten sehr viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl ver­langt und diplo­ma­ti­sches Geschick – all dies wur­de über­deut­lich in der April-Kreis­vor­stands­sit­zung der Christ­de­mo­kra­ten. Was auch die Fra­gen nach den Wer­ten und Inter­es­sen wie nach der Zukunft einer Gesell­schaft auf­wirft: „Was hält uns zusam­men?“ war dem­zu­fol­ge ein Schlüs­sel­the­ma, ent­lang des­sen die CDU die Her­aus­for­de­run­gen kon­kret angeht.

Da ist es gut, dass wir mit unse­rer Ver­net­zung auf allen ver­schie­de­nen poli­ti­schen Ebe­nen und mit dem gemein­sa­men und geschlos­se­nen Vor­ge­hen unse­re Anlie­gen und damit die unse­rer Raum­schaft tat­kräf­tig und  erfolg­reich ver­tre­ten“, zog Ste­fan Teu­fel eine zufrie­den stel­len­de Bilanz nicht zuletzt auch mit dem Blick auf die jüngs­ten Beschlüs­sen zur Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­po­li­tik in Frei­burg und Stutt­gart. „Es zahlt sich aus, wenn wir an einem Strang zie­hen, und zwar in die glei­che Rich­tung. Und so wol­len wir es auch wei­ter hal­ten.“

So galt sein Dank dem Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Vol­ker Kau­der, Land­rat Dr. Wolf-Rüdi­ger Michel und allen, die dazu bei­getra­gen haben, dass „ande­re fast schon nei­disch auf uns im Land­kreis Rott­weil schau­en.“