Coronavirus: Fallzahlen im Kreis steigen auch wegen Auslandsreiserückkehrern an

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KREIS ROTTWEIL – In den vergangenen Tagen kam es im Landkreis zu einem signifikanten Anstieg der Corona-Neuinfektionen, meldet das Landratsamt Rottweil. Die zuletzt gemeldeten Neuinfektionen sind vermehrt auf Reiserückkehrer aus dem Ausland zurückzuführen, bei denen das Infektionsgeschehen auch in das private Umfeld miteingetragen wurde und möglicherweise auch weiterhin eingetragen wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von beispielsweise den in den vergangenen beiden Tagen über 40 gemeldeten Neufällen waren die Hälfte infizierte Personen, die aus dem Auslandsurlaub zurückgekehrt sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist mit weiteren Infektionsfällen durch Urlaubsrückkehrer zu rechnen.

Die Mehrzahl der zuletzt zurückgekehrten Infizierten kam vorwiegend aus Spanien, Italien, dem Kosovo, der Türkei, den Niederlanden, Mazedonien, Frankreich und Serbien.

Der wieder nennenswerte Anstieg der Infektionszahlen im Landkreis ist bedauerlich. Daher gilt es umso mehr, dieser Entwicklung frühzeitig entgegenzuwirken. Deshalb wird eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich nach Möglichkeit impfen zu lassen – es gibt niedrigschwellige Impfangebote für jede Person.

Das Kreisimpfzentrum Rottweil bietet in der Stadthalle Rottweil Impfungen ohne Termin zu folgenden Zeiten an: Montag – Mittwoch 7 Uhr – 15 Uhr, Donnerstag 7 Uhr – 20 Uhr, Freitag 7 Uhr – 12 Uhr.

Ferner wird unbedingt geraten, die Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen zu beachten.

Es kommt – wenn auch selten – vor, dass sich auch vollständig Geimpfte infizieren können. Hier hat sich aber gezeigt, dass die Verläufe der Infektion durch die Impfung in aller Regel mit deutlich milderen Symptomen ausfallen. Das heißt eine Impfung ist auf jeden Fall sinnvoll, weil zum einen die Möglichkeit einer Infektion minimiert wird, ein schwerer Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion selten ist, die Übertragbarkeit des Virus deutlich reduziert wird, die Herdenimmunität gesteigert wird und somit die Verbreitung des Virus weiter entzerrt werden kann.

Seit dem 1. August 2021 sind alle Personen ab 12 Jahren, die nach Deutschland einreisen verpflichtet, einen negativen Corona-Test oder eine Impf- oder Genesenenbescheinigung vorzuweisen – unabhängig davon aus welchen Land oder mit welchem Verkehrsmittel die Einreise erfolgt. Antigentests dürfen hierbei maximal 48 Stunden alt sein, PCR-Tests 72 Stunden.

Einreisende aus einem Virusvariantengebiet müssen unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenenstatus grundsätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen. Hier gelten 72 Stunden für den PCR-Test und 24 Stunden für den Antigentest. Ob das Urlaubsland einen Status als Virusvarianten- oder Hochinzidenzgebiet hat, kann auf der Website des Auswärtigen Amts eingesehen werden (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise).

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6 Kommentare

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Susanna Eppler
2 Jahre her

Alle die von Freiheit träumen
Sollen’s Feiern nicht versäumen
Sollen tanzen auch auf Gräbern
Freiheit, Freiheit
Ist das einzige was zählt
Freiheit, Freiheit
Ist das einzige was zählt

Rottweiler Adler
2 Jahre her
Antwort auf  Susanna Eppler

Der Tod ist ein Ziel unseres Lebens …. A

Rottweiler Adler
2 Jahre her

Bei der EM galten auch die 3G …. Und was ist passiert?
So langsam sollte die Verantwortung an die Bürger zurück gegeben werden. Solange insgesamt Bettenkapazitäten im Krankenhaus abgebaut werden ist alles andere eine Heuchelei!

Rottweiler Adler
2 Jahre her

Will uns das LRA Rottweil allen Ernstes vermitteln nur Urlaub in der BRD ist gefahrlos? Das klingt ja ganz schön schräg um nicht rechts zu sagen ….

Siegfried Spengler
2 Jahre her
Antwort auf  Rottweiler Adler

Es kommt nicht darauf an, wo ich Urlaub mache, sondern wie ich mich verhalte ….

Allerdings gelten z.B. nicht in allen Ländern die 3 G: Beim Ferienzauber konnte man sich halbwegs sicher fühlen, dass der Tischnachbar keine Gefahr darstellt, in anderen Ländern wäre ich mir da nicht so sicher. Aber da kann man sein Verhalten anpassen. Gestern mit einer Rückkehrerin aus Österreich gesprochen: Sei sehr locker da, sie ist geimpft, gehört meiner Altersgruppe an (Ü60) und hat halt aufgepasst. Ist sie hier in ihrer beruflichen Position täglich gewohnt. Alles gar nicht so schwierig.

Man muss wollen!

Und es wollen halt nicht alle. Darum geht jetzt wieder die Post ab. Je schneller der Anstieg, desto schneller haben wir es überstanden. Wer sich nicht impfen lässt, der wird sich irgendwann infizieren, hat Jens Spahn zutreffend gesagt. Also sozusagen zwangsimmunisiert, im Einzelfall mit Ecmo, das zahlen wir auch noch, was kostet die Welt, ist ein Mückenschiss gegen die Ausgaben in Afghanistan! Ein Hoch auf die Exponentialentwicklung! Für jeden Tausender bei der Zehn-Tage-Inzidenz sollte man eine Flasche Dom Perignon aufmachen, stilecht natürlich mit Säbel! So erreichen wir die Herdenimmunität doch noch. Hebt alle Corona-Beschränkungen auf, dann sind zur Wahl alle Schafe der Herde immun! Und dann saufen wir mal wieder so richtig!

Stefan Weidle
2 Jahre her
Antwort auf  Rottweiler Adler

Haltet ein, Screaming Eagle, Bleiben Sie in der Sache bitte beim offiziellen und damit auch korrekten „Wording“ und da gibt es nur zwei Optionen, den „häuslichen/privaten Bereich“ und die „Auslandsrückkehrer“. Die reichen vollkommen um den Inzidenzanstieg zu erklären. Diskussionen über Inlandsrückkehrer, oder gar Ferienzauberbesucher, würden die Menschen nur intellektuell überlasten und unnötig verunsichern.
Wenn alles nicht hilft, dann spielen wir wieder die Diskogänger, Partypeople, oder feierwütige Jugendszene, Karte.

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