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Schuler Präzisionstechnik – Tag der Ausbildung am Freitag, 10. Juli 2020 und am Samstag, 11. Juli 2020

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Lieber zum Sachverständigen gehen als vor Gericht ziehen

(Anzeige). Nicht selten sind über den Zeitraum mehrerer Jahre zudem mehrere Vorsitzende Richterinnen oder Richter beteiligt, was den Vorgang nicht einfacher macht....
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Samstag, 4. Juli 2020
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    Deißlingen könnte schon 2040 energieautark sein

    DEISSLINGEN – Wie kann Deißlingen das selbstgesteckte Ziel erreichen, bis 2050 energieautark zu werden, ohne wertvolle Ressourcen zu verbrauchen? Dazu hat die Bürgerenergiegenossenschaft (BED) nun ein Drei-Phasen-Konzept entwickelt. In der ersten Phase sollen bis 2030 möglichst viele Photovoltaikanlagen auf Dächer kommen, unterstützt durch ein noch zu definierendes kommunales Förderprogramm.

    Zusätzlich sollen in der ersten Ausbauphase im Zeitraum von zehn Jahren auf einer stillgelegten Industriefläche weitere  Photovoltaikanlagen entstehen. „Damit vermeiden wir, dass landwirtschaftliche Flächen verbraucht werden“, betonen Fabio Tedesco und Ingo Schmeh von der BED. Denn klar ist: Flächen sind Mangelware in der industrielastigen Gemeinde. „Unsere Ressource sind Flächen“, so Georg Röhrle, der dritte im Vorstand, und die wolle man, solange andere Flächen noch zur Verfügung stehen, nicht zur Energiegewinnung verbrauchen, sondern als wertvolle Ressource auch für kommende Generationen frei halten.

    Energie kann man auch auf Restflächen produzieren, sind sich die drei Vorstände einig. Fünf Megawatt Photovoltaikleistung könnten so in der ersten Ausbauphase bis 2030 dazukommen, um das Ziel der Unabhängigkeit weiter voranzutreiben. Schon jetzt steht die Gemeinde gut da: Im Jahr 2017 wurden schon 56 Prozent des Gesamtverbrauchs klimaneutral vor Ort produziert. Mit dem zusätzlichen Sonnenstrom könnten bis 2030 70 Prozent des Verbrauchs umweltfreundlich und  regional erzeugt werden. Das spart CO2-Ausstoß und Transportnetze, außerdem bleibt die Wertschöpfung vor Ort.

    Als zweite und dritte Phase schlägt die BED Windräder vor. Das mag erstaunen, denn immerhin hat ein Gutachten erst vor zwei Jahren ergeben, dass ein mit Trossingen zusammen geplantes Windrad nicht wirtschaftlich wäre, da auf der Höhe zwischen beiden Gemeinden zu wenig Wind bläst. Doch die BED setzt auf neue Technologien. „Wir rechnen damit, dass es bis 2030 dann auch Anlagen geben wird, die mit schwächerem Wind genug Strom liefern können, um wirtschaftlich zu arbeiten“, so Ingo Schmeh. Geplant ist, dass zwischen 2030 und 2040 zwei Windräder entstehen könnten, die den noch benötigten Strom auf der Gemarkung produzieren.

    Damit könnte die Gemeinde, so rechnet die BED, schon zehn Jahre früher als geplant bilanziell energieautark sein. Finanzieren kann das die Genossenschaft: „Wir sind jetzt schon schuldenfrei“, betont Fabio Tedesco. Jährlich 35 neue Mitglieder, das ist eine sehr realistische Rechnung, „wir hatten in den letzten Jahren diesen jährlichen Mitgliederzuwachs“, und eine Erhöhung der Stammeinlage, die bis jetzt auf 2000 Euro pro Mitglied begrenzt ist, würden das ermöglichen.

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    Info: Am 15. März berichtet das SWR-Fernsehen über die Nachhaltigkeitsregion 5G, zu der auch Deißlingen gehört. In der Sendung „Landleben 4.0“, die ab 21 Uhr ausgestrahlt wird, kommt auch die BED zu Wort. Die Bürgerenergie wird in der Generalversammlung am 23. Mai 2019 ihre Energiekonzeption vorstellen.

     

     

     

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