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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Deiß­lin­ger Tele­kom-Kun­den ohne Netz

Deißlinger Telekom-Kunden ohne Netz

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DEISSLINGEN – Fast drei Wochen lang konn­ten Tele­­kom-Kun­­­den in Deiß­lin­gen mit dem Han­dy kaum noch tele­fo­nie­ren, Grund waren Arbei­ten am Mobil­­funk-Mast auf dem Grü­­ner-Gelän­­de. Ein Fir­men­in­ha­ber erzählt, er muss­te, um mit sei­nen Kun­den tele­fo­nie­ren zu kön­nen, auf eine Wie­se neben sei­nem Betrieb gehen, dort habe er dann wenigs­tens 2G für ein Tele­fo­nat gehabt.

Die Tele­kom ant­wor­te­te ihm auf sei­ne Anfra­ge, es hand­le sich um einen Sen­der­um­bau wegen Reno­vie­rungs­ar­bei­ten in dem von der Tele­kom gemie­te­ten Objekt. Das Ende sei am 15. August zu erwar­ten, man bit­te daher noch um etwas Geduld. Die wur­de dann aller­dings noch wei­ter stra­pa­ziert, denn weder am 15. noch an den Tagen danach war an nor­ma­les mobi­les Tele­fo­nie­ren zu den­ken. Dabei, so der Fir­men­in­ha­ber, ruh­ten die Arbei­ten auf dem Are­al, wo der­zeit 44 Woh­nun­gen in der ehe­ma­li­gen Uhren­fa­brik ent­ste­hen.

„Die Ant­wor­ten der Tele­kom sind so viel wert wie die Datei­grö­ße, Voda­fone, O2 inklu­si­ve“, wen­det er sich an Pres­se und Rat­haus. Durch einen pen­sio­nier­ten Tele­­kom-Mit­­ar­bei­­ter, der mit Ex-Kol­­le­gen stets ver­bun­den sei und Inter­na ken­ne, „konn­te ich vor Jah­ren bereits Wort­hül­sen und Phra­sen der Tele­kom Geschäfts­­kun­­­den-Betreu­ung über mas­si­ve, lang­fris­ti­ge Stö­run­gen wider­le­gen. Wir Telekom/t‑mobile Kun­den wer­den hier von zwei Sta­tio­nen ver­sorgt. Drau­ßen bei Bio­gas Hengst­ler und auf dem Grü­­ner-Gebäu­­de. Fällt eine der bei­den Sta­tio­nen aus, bricht das Netz zusam­men.“ Fah­re man mit einem Scan­ner durch die Gemein­de, erken­ne man gro­ße Lücken in der Ver­sor­gung. „Und dabei geht es mir per­sön­lich nicht um die 4G Ver­sor­gung für Sur­fen am Smart­pho­ne – das ist eh ein Übel unse­rer Zeit. Ich spre­che vom rei­nen Tele­fo­nat.“

Inzwi­schen hat die Tele­kom auch die offi­zi­el­le Pres­se­an­fra­ge beant­wor­tet: „Auf Wunsch unse­res Ver­mie­ters müs­sen wir vor Ort an einer Mobil­funk­sta­ti­on mit der gesam­ten Über­tra­gungs­tech­nik in einen neu­en Raum umzie­hen, das bedeu­tet für uns umfang­rei­che­re Ab- und Auf­bau­ar­bei­ten der Tech­nik für alle drei Fre­quen­zen, die wir dort nut­zen, also LTE 800, GSM und UMTS. Dafür brau­chen wir lei­der län­ger als zunächst geplant. Wir gehen aktu­ell davon aus, die Arbei­ten bis zum 22. August abschlie­ßen zu kön­nen“, sagt Pres­se­spre­cher Huber­tus Kisch­ke­witz.

Das traf dann auch zu. Kisch­ke­witz begrün­det, war­um die Tele­­kom-Kun­­­den nicht vor­ab infor­miert wur­den: „Bei sol­chen kom­ple­xen Umbau­ten tech­ni­scher Art kann es hin und wie­der zu uner­war­te­ten Schwie­rig­kei­ten kom­men. Wir haben aber kei­nen kom­plet­ten Aus­fall über die gesam­te Zel­le. Eine gewis­se Ver­sor­gung fin­det auch über die Nach­bar­zel­len statt. Des­halb haben wir kei­ne Vor­ab­infor­ma­ti­on gege­ben.“

 

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