Der Mensch steht im Mittelpunkt

Mitgliederversammlung der Katholischen Erwachsenenbildung Kreis Rottweil

Vorsitzende Birgit Christmann überreicht einen „Handwerkskoffer“ an Michaela Hotz und Martina Stier. Foto: pm

KREIS ROTTWEIL – Auf ein leben­di­ges und abwechs­lungs­rei­ches Jahr konn­te die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung Kreis Rott­weil  bei ihrer dies­jäh­ri­gen gut besuch­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung, die im Katho­li­schen Gemein­de­haus in Beffen­dorf statt­fand, zurück­bli­cken. Dies wur­de vor allem deut­lich im ers­ten Teil der Ver­samm­lung, bei dem die Gemein­den und Grup­pen in einer „keb-Ide­en-Bör­se: eine Rei­se durch die keb-Land­schaft im Land­kreis Rott­weil“ über vie­le gelun­ge­ne Akti­vi­tä­ten und Ver­an­stal­tun­gen berich­te­ten und damit ande­re zur Nach­ah­mung anre­gen und moti­vie­ren konn­ten.

Der zwei­te Teil der Ver­samm­lung wur­de ein­ge­lei­tet mit einem Auf­nah­me­an­trag von „Hei­mat­Glück“ Böh­rin­gen in die keb Kreis Rott­weil. Ein­stim­mig und mit gro­ßem Wohl­wol­len stimm­ten die Dele­gier­ten die­sem Antrag zu. Den ver­ant­wort­li­chen Frau­en aus Böh­rin­gen, Mar­ti­na Stier und Michae­la Hotz wur­de ein Hand­werks­kof­fer mit einem Star­ter-Set und vie­len guten Wün­schen für eine gelin­gen­de Erwach­se­nen­bil­dung über­reicht. 

Im Anschluss berich­te­ten die Vor­sit­zen­de Bir­git Christ­mann und der Lei­ter Fri­do Ruf über die viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten sei­tens des Vor­stan­des und der keb-Geschäfts­stel­le im ver­gan­ge­nen Berichts­jahr. In einer vor allem an der Öko­no­mie aus­ge­rich­te­ten Gesell­schaft ver­tritt die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung ein eher nicht-funk­tio­na­les Ver­ständ­nis von Bil­dung, das heißt es geht um den Men­schen in all sei­nen Aus­prä­gun­gen, vor allem auch um die Men­schen, die in unse­rer Gesell­schaft benach­tei­ligt sind. Men­schen in den der­zei­ti­gen fun­da­men­ta­len Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen zu beglei­ten und sie zu unter­stüt­zen, sieht die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung als ihre wesent­li­che Auf­ga­be und sie stellt dafür Men­schen und Orte zur Ver­fü­gung, wo Begeg­nung, Dia­log und Aus­ein­an­der­set­zung mög­lich ist und wo Men­schen der­ar­ti­ge Erfah­run­gen machen kön­nen.

Dies geschieht etwa im Bereich Eltern- und Fami­li­en­bil­dung bei den zahl­rei­chen Eltern­trai­nings, in den Eltern-Kind-Grup­pen im Land­kreis sowie bei den Kur­sen zu Erzie­hungs­the­men. Oder in den Ver­an­stal­tun­gen der Rei­he „Gemein­sam ler­nen: mit­ein­an­der und von­ein­an­der“, bei denen Men­schen mit und ohne Behin­de­rung spie­le­risch und leben­dig mit­ein­an­der in Kon­takt kom­men. Beson­de­re Erwäh­nung fand die öku­me­ni­sche Zusam­men­ar­beit, die vor allem in der jähr­li­chen Rott­wei­ler Rei­he Reli­gio­nen Aus­druck fin­det. Und auch die Stu­di­en­rei­se nach Assi­si und die Pil­ger­wan­de­rung auf dem Fran­zis­ka­ni­schen Frie­dens­weg in Umbri­en sind beson­de­re Eck­punk­te kirch­li­cher Erwach­se­nen­bil­dung.

Nach einer Pro­jekt­lauf­zeit von zwei Jah­ren konn­te nun auch die Stel­le „Unter dem Regen­bo­gen“, die sich einer immensen Nach­fra­ge aus­ge­setzt sieht und deren Not­wen­dig­keit unum­strit­ten ist, um wei­te­re drei Jah­re ver­län­gert wer­den. Deut­lich spür­bar wur­de in der Prä­sen­ta­ti­on des Geschäfts­füh­rers, dass die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung als Fach­dienst im Deka­nat Rott­weil eine nach innen und außen hin wirk­sa­me Bil­dungs­ar­beit leis­tet.

Schließ­lich gab es noch eine per­so­nel­le Ver­än­de­rung zu ver­mel­den: Ger­trud Pfund­stein hat sich nach zehn Jah­ren ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments im Vor­stand der keb Rott­weil aus dem Gre­mi­um verb­schie­det. Die Vor­sit­zen­de Bir­git Christ­mann dank­te ihr mit herz­li­chen Wor­ten und einem Geschenk. Bei den erfor­der­li­chen Nach­wah­len wur­de Hei­drun Wernz aus Dun­nin­gen für die bei­den nächs­ten Jah­re in den Vor­stand gewählt.

Zum Abschluss dank­te die Vor­sit­zen­de allen Ver­ant­wort­li­chen in den Gemein­den, die ihre Arbeit ehren­amt­lich aus­üben, für deren groß­ar­ti­ges und uner­müd­li­ches Enga­ge­ment vor Ort.