DGB-Kreisverband Rottweil zum Tag der Befreiung vom Naziterror am 8. Mai: Ursache darf nie vergessen werden

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Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg, Deutschland und Europa wurden vom Faschismus und vom Terror der Nazis befreit. Der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Kreisverband Rottweil erinnert deshalb an die 60 Millionen Männer, Frauen und Kinder, die durch das NS-Regime ihr Leben verloren haben. Mehr als 6 Millionen Menschen wurden in den Konzentrationslagern der Faschisten gefoltert und umgebracht. Mehr als 60 Millionen Menschen verloren ihr Obdach und ihre Heimat.

„Es ist 75 Jahre her und es gibt wieder einige Politiker, die das unermessliche Leid und die Gräueltaten der Nationalsozialisten vergessen machen wollen“, so DGB-Kreisvorsitzender Uli Hertkorn. Nur ein Beispiel sei das Zitat von Alexander Gauland, der die Zeit des Nationalsozialismus als „lediglich ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ bezeichnete.

„Die Ursache für das unermessliche Leid darf niemals vergessen werden“, sagt Hertkorn. So sei der 8. Mai 1945 untrennbar verbunden mit dem Tag der Machtübergabe an Hitler am 30. Januar 1933.

Uli Hertkorn weiter: „Dass heute wieder rechtsnationale Abgeordnete in den Parlamenten sitzen, dass die Verbrechen der Nazis verharmlost werden, dass die Zahl rechtsextremer Gewalttaten und antisemitischer Übergriffe wächst, ist schlicht eine Schande für unser Land.“

„Mit dem Tag der Befreiung 1945 haben wir Deutschen die Chance für einen Neuanfang bekommen“, so Hertkorn.  „So begann auch in Südbaden die öffentliche Diskussion um die zukünftige Gestaltung Deutschlands. Im Kampf um die Wirtschaftsdemokratie zwischen 1945 und 1952 kamen weitreichende Vorschläge von badischen Gewerkschaftsmitgliedern die das Nazi-Regime überlebt hatten. Den Höhepunkt bildete das Badische Betriebsrätegesetz von 1948.“

Der Geschäftsführer des DGB in Südbaden, Jürgen Höfflin, sagt zum Tag der Befreiung: „Wir können glücklich sein, dass wir jetzt schon 75 Jahre lang ein vom Faschismus befreites Leben führen können. Bei all unserem Glück dürfen wir nicht übersehen: die Freiheit vom Faschismus bedeutet nicht dessen Abwesenheit. Frieden, Freiheit und Demokratie müssen wir deshalb gegen Angriffe beschützen. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, für ein freies und schönes Leben.“

Der Kreis-DGB unterstützt die bundesweite Petition „Den 8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“ Initiiert wurde die Petition von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und ihrer Ehrenvorsitzende Esther Bejarano. Sie hatte als junges Mädchen die KZs Auschwitz und Ravensbrück überlebt.

Eine Videobotschaft des DGB-Vorsitzenden Baden-Württemberg wird vom 8. Mai an auf der Facebook-Seite des DGB Baden-Württemberg zu sehen sein. 

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