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Mittwoch, 12. August 2020
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    E-Ladesäule in Lauffen offiziell in Betrieb

    LAUFFEN – Am Montag wurde die neue Ladesäule für Elektrofahrzeuge in Lauffen offiziell eingeweiht. Sie ist Teil eines Projekts des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), bei dem insgesamt 54 solcher Ladestationen in den neun OEW-Landkreise aufgebaut wurden. Darüber freuten sich nicht nur Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel und Bürgermeister Ralf Ulbrich, sondern auch OEW-Geschäftsführerin Barbara Endriss und EnBW-Vorstandsmitglied Colette Rückert-Hennen, letztere war im Tesla eigens aus Karlsruhe angereist.

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    Die OEW wurde bereits im Jahr 1909 gegründet, damals mit dem Ziel, das ländlich strukturierte Oberschwaben flächendeckend mit Strom zu versorgen. Seit 1939 war der heutige Zweckverband nicht mehr im operativen Geschäft tätig, damals ging er in der damaligen Energieversorgung Schwaben (EVS) auf, die heute zur EnBW gehört. Umso mehr freute sich OEW-Geschäftsführerin Barbara Endriss, dass man mit diesem Projekt nach 80 Jahren nun wieder im Licht der Öffentlichkeit steht und auch das damalige Ziel weiterverfolgt, nämlich die Gemeinden auf dem Land den Städten gleichzustellen. Landrat Michel betonte, der Landkreis sei schon früh in Sachen Klimaschutz aktiv geworden. Seit 2002 baue man Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Berufsschulen, 2008 habe man die Klimaagentur gegründet, 2009 das Solarpotentialkataster für Grundstückseigentümer ins Leben gerufen, seit 2013 nutzen alle öffentlichen Gebäude 100 Prozent Ökostrom.

    Colette Rückert-Hennen hatte sich gut auf den Besuch vorbereitet: „Ich bin beeindruckt von der Vorreiterrolle!“ Deißlingen hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. „Es ist wunderschön, Sie dabei unterstützen zu können!“ So wie Deißlingen wolle auch die EnBW Vorreiter sein, bis nächstes Jahr sollen 1000 neue Ladesäulen in ganz Deutschland aufgestellt werden, 500.000 Euro werden in Netze investiert, und eine App gibt es schon, die zeigt, wo Ladesäulen sind und mit der man dort auf bezahlen kann. „Wir wollen die Nummer eins sein!“ so Rückert-Hennen.

    Dankbar und stolz zeigte sich Bürgermeister Ralf Ulbrich darüber, diese Plattform bieten zu dürfen, bei der das Projekt im Landkreis vorgestellt wird. Und er gab dem Landrat konter: „Wir haben alles gleich gemacht wie der Landkreis, nur etwas früher!“ Inzwischen produziere Deißlingen 56 Prozent des verbrauchten Stroms nachhaltig auf eigener Gemarkung, Ziel sind 100 Prozent und dazu die Wärmegewinnung. Ulbrich ging auch auf das Projekt Spurwechsel mit seinem E-Auto und ehrenamtlichen Fahrern ein, so sei es nur folgerichtig gewesen, dass die Gemeinde sich für die Ladesäulen beworben habe. Immerhin sporne die vorhandene Infrastruktur den einen oder anderen zum Kauf eines E-Autos an. Die Standorte, das betonte Barbara Endriss, sind nicht nach wirtschaftlichen Aspekten ausgewählt, sondern stehen immer etwa 50 Kilometer auseinander.

    Info: Im Kreis Rottweil stehen die OEW-Ladesäulen an folgenden Orten: Deißlingen-Lauffen, Dunningen, Oberndorf, Rottweil, Schramberg, Sulz und Wellendingen.

     

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