Gar kei­ne schö­ne Besche­rung: Unbe­kann­te haben in der Nacht zum ers­ten Weih­nachts­fei­er­tag in Zim­mern ob Rott­weil gleich zehn gepark­te Wagen beschä­digt. Das lässt die Poli­zei weh­kla­gen. Eine Betrof­fe­ne hat sich bei der NRWZ gemel­det. Sie reagiert wütend.

Wohin nur mit der gan­zen ach so muti­gen Kraft und dem vor­han­de­nen Über­mut …” Mit die­sem Lamen­to beginnt eine Mel­dung des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen. Was der Beam­te aus der Abtei­lung Öffent­lich­keits­ar­beit hier wahr­nehm­bar genervt ein­lei­tet: Unbe­kann­te Täter haben in den frü­hen Mor­gen­stun­den des ers­ten Weih­nachts­fei­er­ta­ges mehr als zehn gepark­te Autos in der Hor­ge­ner Stra­ße und in der Stra­ße „Im Wasen” in Zim­mern mut­wil­lig beschä­digt.
Vor­wie­gend zer­sta­chen die Unbe­kann­ten an den abge­stell­ten Wagen unter­schied­li­cher Her­stel­ler und an einem Anhän­ger die Rei­fen. Teil­wei­se wur­den die zu bei­den Stra­ßen­sei­ten abge­stell­ten Autos auch zer­kratzt.

In Rott­weil hat ein unbe­kann­ter Täter in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 24. Dezem­bers, in der Zeit zwi­schen Mit­ter­nacht und 0.30 Uhr, ein vor der Hoch­mai­en­gas­se Num­mer 8 abge­stell­tes Auto mut­wil­lig mit Fuß­trit­ten beschä­digt. Zudem schlug der Unbe­kann­te an einem Hut- und Acces­soire-Laden zu Beginn der Hoch­mai­en­gas­se eine Schei­be ein.

Die Poli­zei Rott­weil (0741 477–0) ermit­telt in bei­den Fäl­len nun wegen unsin­ni­gen Sach­be­schä­di­gun­gen und sucht drin­gend Zeu­gen.

Eine Betrof­fe­ne mel­det sich in der Fol­ge des Falls in Zim­mern bei der NRWZ. Sie klagt: „Was für eine unrei­fe Gewis­sens­lo­sig­keit!” Und wei­ter: „Als betrof­fe­ne Fahr­zeug­hal­te­rin bin ich fas­sungs­los über die sinn­freie, kri­mi­nel­le Ener­gie, die nachts durch unse­re Stra­ße zieht.” An ihrem Wagen sei­en wur­den alle vier Rei­fen auf­ge­sto­chen wor­den.

Letzt­lich muss man froh sein, wenn sich die Aggres­si­vi­tät von Van­da­len ‚nur’ gegen die Auto­rei­fen von Per­so­nen rich­tet, die ver­mut­lich nicht der Grund für deren Frus­tra­ti­on, Lan­ge­wei­le oder was sonst hin­ter solch einem Ver­hal­ten steckt, sind”, kon­sta­tiert die Frau, die nicht nament­lich genannt wer­den möch­te, um nicht womög­lich Opfer wei­te­rer Beschä­di­gun­gen zu wer­den.

Ihr Scha­den? Hoch. Die Kos­ten wür­den nicht von der Ver­si­che­rung über­nom­men. „Die­se Per­so­nen schei­nen finan­zi­el­le Mit­tel im Über­fluss zu haben und daher den Wert von sol­chen Neu­an­schaf­fun­gen anders ein­zu­schät­zen, als Men­schen, die dafür spa­ren müs­sen”, so die Betrof­fe­ne sar­kas­tisch.

Bei soviel Über­mut soll­te es an Mut nicht feh­len, zu sei­nen Taten zu ste­hen, sagt sie wei­ter, um für die ange­rich­te­ten Schä­den auf­zu­kom­men. „In mei­nem Fall muss­te ich 500 Euro für neue Win­ter­rei­fen auf­brin­gen, die beschä­dig­ten Rei­fen waren eben­falls neu. Das ist kei­ne finan­zi­el­le Baga­tel­le.” Der Fall hat auch ihren Urlaub ver­saut – den sie mit der Orga­ni­sa­ti­on der Scha­dens­be­he­bung ver­bracht habe.

Außer­dem gibt es genü­gend Men­schen, die auch an Fei­er­ta­gen berufs­tä­tig sind und das Auto früh zur Arbeit brau­chen”, so die Betrof­fe­ne aus Zim­mern. „Wenn der Ver­stand hier­für aus­reicht, oder wie­der aus­reicht, dann kön­nen sich die Scha­dens­ver­ur­sa­cher zusam­men­rech­nen, was sie bei über zehn beschä­dig­ten Autos an finan­zi­el­ler Leis­tung auf­brin­gen müs­sen. Und die Fra­ge aller Fra­gen ist ja: Wozu das alles?”

Abschlie­ßend blie­be ihr nur zu sagen: „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch kei­nem ande­ren zu.”

 

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