Einverständnis für zwei Windkraftanlagen

Schenkenzeller Gemeinderat stimmt Projekt einer Seedorfer Firma zu

Symbolfoto: him

Der Schen­ken­zel­ler Gemein­de­rat hat am Mitt­woch das Ein­ver­ständ­nis zum Bau zwei­er Wind­rä­der auf dem Schmids­ber­ger Platz erteilt. Ob die Anla­gen auch gebaut wer­den kön­nen, ist damit aber noch nicht ent­schie­den.

Die See­dor­fer Fir­ma „Kreuz­ber­ger und Speng­ler Rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie“ hat beim Land­rats­amt Rott­weil den Bau­an­trag für zwei Wind­rä­der mit jeweils gut vier Mega­watt Nenn­leis­tung gestellt. Bei 159 Meter Naben­hö­he und 141 Meter Rotor­durch­mes­ser beträgt die Gesamt­hö­he der Anla­gen etwa 230 Meter. Das Vor­ha­ben lie­ge inner­halb der vom Gemein­de­rat defi­nier­ten Kon­zen­tra­ti­ons­flä­che, berich­te­te Bür­ger­meis­ter Bernd Hein­zel­mann .

Ursprüng­lich woll­te die See­dor­fer Fir­ma auf dem Schmids­ber­ger Platz drei Wind­rä­der auf­stel­len. Der Gemein­de­rat von Rip­pold­sau-Schap­bach hat das Vor­ha­ben aber auf sei­ner Gemar­kung abge­lehnt und so kon­zen­triert sich der Inves­tor auf zwei Anla­gen auf Schen­ken­zel­ler Gemar­kung.

Der Schen­ken­zel­ler Rat hat sich schon mehr­fach mit  Wind­kraft­an­la­gen auf dem Höhen­rü­cken süd­lich des Schmids­ber­ger Plat­zes beschäf­tigt, zuletzt im Juli 2017. Die Erschlie­ßung die­ses Gebiets sei in der Ver­gan­gen­heit ein ent­schei­den­der Punkt gewe­sen, der nun gelöst sei, so der Bür­ger­meis­ter.

Ob die Wind­rä­der tat­säch­lich gebaut wer­den, ent­schei­de auch die arten­recht­li­che Prü­fung: Das Gebiet  gel­te als Kor­ri­dor von Auer­wild und Wald­schnep­fe. Außer­dem sol­len  Fle­der­mäu­se dort leben. Der Betrei­ber müs­se auf jeden Fall einen Aus­gleich schaf­fen.

Die poten­zi­el­len Betrei­ber von Wind­kraft­an­la­gen müss­ten inzwi­schen auch eine Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nung bei der Bun­des­netz­agen­tur ein­rei­chen. Erst wenn all die­se Vor­aus­set­zun­gen erfüllt wür­den, kön­ne ein Wind­ener­gie­pro­jekt gebaut wer­den. „Das wird noch rich­tig span­nend“, mein­te Bür­ger­meis­ter Hein­zel­mann. Die Räte erteil­ten ein­stim­mig das gemeind­li­che Ein­ver­neh­men, weil die Ener­gie­wen­de not­wen­dig sei und sich die Kom­mu­ne in einer frü­he­ren Sit­zung für die­se Flä­che aus­ge­spro­chen habe. (rg)