Erfolgreicher ÖDP-Einsatz für die Zulassung des Volksbegehrens „Artenschutz“

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Sehr erfolg­reich hat sich der Kreis­ver­band Rott­weil der Öko­lo­gisch-Demo­kra­ti­schen Par­tei / Fami­lie und Umwelt (ÖDP) an der Unter­schrif­ten­samm­lung in Baden-Würt­tem­berg für die Zulas­sung des Volks­be­geh­rens „Arten­schutz – Ret­tet die Bie­nen“ betei­ligt. Dies schreibt die ÖDP in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Der ÖDP-Lan­des­ver­band unter­stützt die­ses Bür­ger­be­geh­ren mit sei­nen Kreis­ver­bän­den von Anfang an. So sam­mel­te die ÖDP im Land­kreis in Rott­weil an einem Mitt­woch- und Sams­tag­vor­mit­tag, in Obern­dorf und in Schram­berg eben­falls an einem Sams­tag mit einem Info­stand ins­ge­samt 460Unterschriften, aber auch in frei­er Samm­lung durch akti­ve Mit­glie­der bei Kol­le­gen, Freun­den oder Ver­wand­ten kamen noch ein­mal an die 200 Stück dazu. Viel Arbeit mach­te auch die Bestä­ti­gung der Daten von den ins­ge­samt 630 Unter­schrif­ten an über 30 Rat­häu­sern der vier Land­krei­se Rott­weil, Freu­den­stadt, Tutt­lin­gen und Schwarz­wald-Baar.

Auf den Weg gebracht wor­den war das Volks­be­geh­ren von dem Imker Tobi­as Mil­ten­ber­ger und dem Imker­meis­ter David Gerst­mei­er vom „Frei­en Insti­tut für öko­lo­gi­sche Bie­nen­hal­tung““ in Stutt­gart. In kür­zes­ter Zeit wur­den nicht nur die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen 10.000 Unter­schrif­ten gesam­melt, son­dern letz­ten Frei­tag ins­ge­samt 35.865 Stück an Staats­se­kre­tär Wil­fried Klenk vom Innen­mi­nis­te­ri­um über­ge­ben. Hin­ter den Initia­to­ren ste­hen außer der ÖDP inzwi­schen gut 110 wei­te­re Orga­ni­sa­tio­nen wie BUND (Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land), Nabu (Natur­schutz­bund), Deme­ter, Natur­land, Arbeits­ge­mein­schaft bäu­er­li­cher Land­wirt­schaft, Wasch­bär oder Fri­days for Future. Die­ser gro­ße Zuspruch zeigt deut­lich, so Tobi­as Mil­ten­ber­ger, wie wich­tig der Bevöl­ke­rung der Schutz der Arten­viel­falt ist in Ver­bin­dung mit einer kon­se­quen­ten und  natur­ver­träg­li­chen Land­wirt­schaft ohne mas­sen­haf­ten Ein­satz von Pes­ti­zi­den.

Das Minis­te­ri­um prüft jetzt drei Wochen lang die Recht­mä­ßig­keit des Antrags zur Zulas­sung von die­sem Volks­be­geh­ren samt den not­wen­di­gen Unter­schrif­ten, muss den Text des Geset­zes­an­trags danach vier Wochen lang öffent­lich aus­le­gen und wird zum Abschluss des Ver­fah­rens den end­gül­ti­gen Start­ter­min ver­mut­lich auf Mit­te bis Ende Sep­tem­ber fest­le­gen. Dann beginnt die zwei­te Pha­se des Volks­be­geh­rens. Sechs Mona­te lang ist der Zeit­raum, bei dem min­des­tens zehn Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten im Land (etwa 770.000 Men­schen) erneut unter­schrei­ben müs­sen. Die Unter­schrif­ten wer­den in dem kom­plet­ten Zeit­raum wie für die Zulas­sungs­pha­se frei per Unter­schrif­ten­for­mu­lar gesam­melt, dabei müs­sen die ers­ten 35.000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erneut unter­schrei­ben. Sie konn­ten mit ihrer ers­ten Unter­schrift nur für die Zulas­sung des Volks­an­trags ein­tre­ten. Dafür sind wir allen Akti­ven und die­sen über 35.000 Men­schen aus Baden-Würt­tem­berg sehr dank­bar.