Erhöhte Waldbrandgefahr wegen Rekordtemperaturen

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KREIS ROTTWEIL – Die­se Woche wer­den wie­der Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad vor­her­ge­sagt. Durch die län­ge­re Tro­cken­pha­se und vor allem durch den bis jetzt gerin­gen Nie­der­schlag sind die Wald­bö­den bereits recht aus­ge­trock­net. Zwar hat es immer wie­der ört­lich auch star­ken Regen gege­ben, jedoch ist der Groß­teil des Regens nicht in den Wald­bo­den gelangt, son­dern ist in Grä­ben und Bächen abge­flos­sen. Des­halb wird sich die Wald­brand­ge­fahr bis Ende der Woche wie­der ver­schär­fen, ein­zel­ne Gewit­ter füh­ren nur zu ört­li­cher Ent­las­tung, warnt das Forst­amt Rott­weil.

Wald­brän­de ver­nich­ten lan­des­weit all­jähr­lich wert­vol­le Wald­flä­chen. Dabei wer­den die Lebens­räu­me für vie­le im Wald leben­de Insek­ten, Vögel und Pflan­zen auf Jah­re hin­aus zer­stört und enor­me Schä­den im Bereich des Boden- und Was­ser­schut­zes ver­ur­sacht. Die Wald­be­sit­zer erlei­den emp­find­li­che Sach­schä­den mit erheb­li­chen Kos­ten für die Wie­der­auf­fors­tung. Über die Hälf­te der Wald­brän­de ent­ste­hen durch Fahr­läs­sig­keit beim Umgang mit Feu­er im Wald oder in der Nähe von Wald. Wald­brän­de sind also durch­aus ein ver­meid­ba­res Übel.

Das Land­rats­amt Rott­weil – Forst­amt bit­tet des­halb alle Wald­be­su­cher beim Umgang mit Feu­er äußerst vor­sich­tig zu sein und fol­gen­de Hin­wei­se zu beach­ten:

  • Vom 1. März bis 31. Okto­ber gilt im Wald ein grund­sätz­li­ches Rauch­ver­bot.
  • Feu­er­ma­chen ist nur an den offi­zi­el­len, mit einem schwar­zen Flam­men­sym­bol auf wei­ßem Grund gekenn­zeich­ne­ten Feu­er­stel­len erlaubt.
  • Ver­bo­ten ist das Gril­len im Wald auf Gar­ten­grill­ge­rä­ten.
  • Offe­nes Feu­er muss min­des­tens 100 m vom Wald­rand ent­fernt sein.

Auf eige­nen Grund­stü­cken redu­ziert sich die­ser Abstand auf 30 Meter.

Außer­dem sind noch fol­gen­de Min­dest­ab­stän­de ein­zu­hal­ten:

  • 200 Meter von Auto­bah­nen
  • 100 Meter von Bundes‑, Lan­des- und Kreis­stra­ßen
  • 50 Meter von Gebäu­de
  • Auch beim Unter­hal­ten eines Feu­ers an erlaub­ten Stel­len muss die­ses immer beauf­sich­tigt und vor dem Ver­las­sen voll­stän­dig gelöscht wer­den.
  • Fla­schen und Scher­ben kön­nen wie Brenn­glä­ser wir­ken und müs­sen des­halb nach einer Rast wie­der mit­ge­nom­men wer­den.
  • Eine unacht­sam weg­ge­wor­fe­ne Ziga­ret­te kann fata­le Aus­wir­kun­gen haben

Das Ver­bren­nen von Rei­sig und Ästen im Rah­men der Bor­ken­kä­fer­be­kämp­fung darf nur bei nas­ser Wit­te­rung durch­ge­führt wer­den und ist bei der Orts­po­li­zei­be­hör­de und bei der Feu­er­leit­stel­le (Tel.Nr. 0741 / 942 988 40) recht­zei­tig vor­her anzu­mel­den.

Im Brand­fall sind sofort die Feu­er­wehr (112) und das Forst­amt Rott­weil (Tel.Nr. 0741/ 244 510) zu infor­mie­ren.

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