Erweiterte CDU-Kreisvorstandssitzung analysiert die Wahlergebnisse

KREIS ROTTWEIL – Wo es „viel Licht, aber noch mehr Schatten“ gab, war es für den CDU-Kreisvorsitzenden Stefan Teufel nur folgerichtig, bei einer erweiterten Kreisvorstandssitzung zusammen mit zahlreichen Kandidaten der Gemeinderats- und Kreistagswahlen vom Mai diesen Jahres über die Erfahrungen aus dem Wahlkampf zu diskutieren und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Und dies nicht im so viel getadelten Hinterzimmer, sondern in einer Art Freiluftveranstaltung vor dem Gasthaus „Waldkauz“ in Dornhan. Eine offene Aussprache in frischer, gesunder Luft:so unterschiedlich die jeweiligen Berichte aus den Orts- und Stadtverbänden ausfielen, so einhellig konnte festgestellt werden, dass die Kandidatenfindung häufig schwierig ist. Gute, überzeugende Kandidaten zu präsentieren, ist jedoch eine Grundvoraussetzung für jeglichen Erfolg. Gerade wenn für viele Bürger  auf Gemeinde- bzw. Kreisebene die Persönlichkeit im Vordergrund steht, muss es für die CDU schon jetzt in Abwandlung des alten Sepp-Herberger-Satzes lauten: nach der Wahl ist vor der Wahl.

Eindeutig fiel in der sehr nachdenklich geführten Analyse auch der von mehreren Teilnehmern geäußerte Hinweis aus, „dass wir unsere Politik und unsere Erfolge gut und gerne deutlicher herausstreichen können.“ So wenn der Sulzer CDU-Stadtverbandsvorsitzende Tobias Bronner selbstkritisch einräumte: „Dass wir im Mühlbachtal einen neuen Kunstrasenplatz bauen konnten, haben wir einzig und alleine dem Einsatz unseres Bundestagsabgeordneten Volker Kauder zu verdanken. Ohne ihn wäre dies niemals möglich gewesen.“

So wie auch der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Marcel Griesser darauf hinwies, „dass wir als CDU verankert sind auf allen politischen Ebenen und dass die damit gewährleistete Zusammenarbeit  mit den Mandatsträgern von Land, Bund und Europa ein Gewinn ist gerade ist für uns auf der kommunalen Ebene.“ Seine Schlussfolgerung: „Wir machen Politik aus einem Guss. Das kommt uns allen zugute.“

Trotz mancher Mandatsverluste in den Gemeinden wie auch im Kreistag – die CDU hat dort zwei Sitze weniger als zuvor, ist aber weiterhin die stärkste Fraktion – gilt es, was der wiedergewählte Kreistagsfraktionsvorsitzende Rainer Hezel postulierte: „Wir wollen auch in den nächsten fünf Jahren konstruktiv und kraftvoll Politik gestalten für unsere Bürger.“

Und die Kreis-CDU wird auch in den nächsten Wochen und Monaten die Themen bearbeiten und mit den Menschen diskutieren, die ihnen wichtig sind. Stefan Teufel, mit dem Rückblick auf erfolgreich durchgeführte Veranstaltungen zur Bildungspolitik wie zur Zukunft der Mobilität: „Auf diese beiden Themen werden wir weiterhin den Fokus legen.“ Und weitere Politikbereiche mit aufnehmen in die „Agenda“.

Mit dem Glückwunsch an alle gewählten Kandidaten und dem Dank auch an diejenigen, denen es diesmal nicht gereicht hat, die aber alle mit großem Engagement gekämpft haben, lädt der CDU-Kreisvorsitzende alle zur weiteren Mitarbeit ein: „Mit dem Sachverstand und auch mit den Ideen, die wir in den Wahlkampfwochen erlebt haben, wollen wir uns weiter einsetzen und für eine gute Zukunft in unseren Gemeinden und im Kreis Politik gestalten.“

Eine weitere Erkenntnis aus jüngst erlebten Veranstaltungen mit dem Bundestagsabgeordneten Volker Kauder im Leibniz-Gymnasium in Rottweil und in der Grundschule in Bösingen: „Es war geradezu beeindruckend, wie er mit der sachlichen, überzeugenden Erläuterung von so komplexen Themen wie dem Klimaschutz unter dem Stichwort ´Bewahrung der Schöpfung‘ die Tonalität angeschlagen hat, die den Dialog gerade mit jungen und kritischen Mitbürgern neu eröffnet und zeigt, dass ihre Anliegen auch die unseren sind.“ Mit der Ermunterung, gemeinsam an einer guten und lebenswerten Zukunft zu arbeiten.

 

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