Essen für die Zukunft“

Landwirtschaftsamt zeigt ausstellung in der Mediathek Schramberg

Ausstellungsorganisatorin Irene Günzler erläutert eine Station der Ausstellung. Fotos: him

SCHRAMBERG (him) – Eine Ausstel­lung zur nach­halti­gen Ernährung ist derzeit in der Mediathek in Schram­berg zu sehen. Am Dien­stagvor­mit­tag haben Ober­bürg­er­meis­ter Thomas Her­zog und  Vertreter des Land­wirtschaft­samts die Schau im Lese­café eröffnet.

 “Essen für die Zukunft – Bewusst einkaufen — bewusst essen — bewusst leben“

In seinem Gruß­wort hat Ober­bürg­er­meis­ter Thomas Her­zog  darauf hingewiesen, dass bewusstes Einkaufen in Schram­berg  „kein neues The­ma“ sei. Er erin­nerte an die Ver­lei­hung des „Fair­trade-Town-Titels“ in diesem Jahr. Es sei aber wichtig, das Nach­haltigkeit­s­the­ma immer wieder  aufzu­greifen und an die Jugend her­anzu­tra­gen.

Amt­sleit­er Hans Klaiber vom Land­wirtschaft­samt in Rot­tweil meinte, der Begriff Nach­haltigkeit sei sehr in Mode. Aber man müsse hin­ter­fra­gen, wie nach­haltig ein Pro­dukt tat­säch­lich sei. Die Land­wirtschaft ste­he für Nach­haltigkeit. „Die Frucht­barkeit und die Ertrags­fähigkeit des Bodens zu erhal­ten war schon immer Ziel der Land­wirte.“ Bei der Nach­haltigkeit gehe es darum, „die Leben­schan­cen zukün­ftiger Gen­er­a­tio­nen zu bewahren“, so Klaiber.

Anschaulich: Wie viel CO2 entste­ht beim Trans­port von Obst? Der linke Ball ste­ht für Erd­beeren aus Südafri­ka per Luft­fracht, der rechte für Äpfel aus der Region.

Die Ausstel­lung sei eigentlich für alle inter­es­sant. Bei den Schulen wolle man die Schüler ab der fün­ften Klassen ansprechen. Die Ausstel­lung wolle „kein schlecht­es Gewis­sen machen“, ver­sichert Klaiber. Es gebe bei der Ernährung eben “kein schwarzweiß”. Ein­er­seits erzeuge die Rinderzucht sehr viel Co2 und Methan, ander­er­seits brauche man die Kühe im Schwarzwald für die Offen­hal­tung der Land­schaft.

Genuss und Wertschätzung von Lebensmitteln

Irene Gün­zler, die die Ausstel­lung mit Kol­legin­nen aus Tut­tlin­gen und Kon­stanz entwick­elt hat, erläuterte, dass in 90-minüti­gen Rundgän­gen Ernährungsref­er­entin­nen  des Land­wirtschaft­samtes die Ausstel­lung für Schulk­lassen erleb­bar machen. Genuss und Wertschätzung von Lebens­mit­teln zu ver­mit­teln – das seien die Ziele der neun Ausstel­lungssta­tio­nen.

Vier Dimen­sio­nen taucht­en immer wieder auf: die Scho­nung der Umwelt, die faire Wirtschaft,  die soziale Gerechtigkeit und die Gesund­heit.

Hans Klaiber und OB Thomas Her­zog als “Täfele­buebe” unter­stützen Irene Gün­zler während ihres Vor­trags.

Als Koop­er­a­tionspart­ner­in­nen sprachen Nadine Oehler von den Land­frauen und Moni­ka Rudolf vom Welt­laden. Die Land­frauen, so Oehler, lebten immer schon Nach­haltigkeit vor. Rudolf erin­nerte sich an ein Kochbuch des dama­li­gen Eine-Welt-Ladens vor fast 40 Jahren mit dem anspruchsvollen Titel „Kochen für eine bessere Welt.“

Anni­ka Erath vom JUKS stellte als weit­eren Part­ner die Klimabotschafter vor. Weltweit etwa 60.000 Kinder und Jugendliche arbeit­en dafür, dass 100 Mil­liar­den Bäume gepflanzt wer­den als Beitrag für ein besseres Kli­ma.

Heimis­che Pro­duk­te im Ange­bot.

Nach einem Rundgang durch die Ausstel­lung servierten die Ausstel­lungs­macherin­nen eine Karot­ten­suppe, Zwetschgen- und Apfelkuchen. „Alles aus regionalen Zutat­en“, wie Gün­zler ver­sicherte.

Info: Die Ausstel­lung ist bis zum 26. Okto­ber in der Mediathek in Schram­berg zu sehen.