Der Vorstand der Jungen Union um Fabian Faas und Marcel Kammerer, mit Stefan Teufel (MdL) und Volker Kauder (MdB) sowie Marcel Grießer und Matthias Hertkorn. Foto: pm

ROTTWEIL – Die Jun­ge Uni­on (JU) im Kreis Rott­weil hat einen neu­en Vor­sit­zen­den. Nach fast vier Jah­ren an der Spit­ze des Kreis­ver­ban­des stell­te sich Mar­cel Grie­ßer nicht mehr zur Wahl. Sein Nach­fol­ger ist der aus Zim­mern stam­men­de Fabi­an Faas, der zuvor Orts­ver­bands­vor­sit­zen­der war und nun die Geschi­cke der mit Abstand größ­ten Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on im Land­kreis Rott­weil führt. Neu­er Kreis­ge­schäfts­füh­rer ist der eben­falls aus Zim­mern stam­men­de Mar­cel Kam­me­rer.

Der 22-jäh­ri­ge Faas ging in sei­ner Antritts­re­de dar­auf ein, wel­che Zie­le er hat und wel­che The­men ihm wich­tig sind. Er freue sich dar­auf, mit einem jun­gen und enga­gier­ten Vor­stand die JU inhalt­lich zu posi­tio­nie­ren und als die Stim­me der jun­gen Genera­ti­on in die Par­tei wie auch in die Gesell­schaft hin­ein­zu­wir­ken. „Wir müs­sen das The­ma Digi­ta­li­sie­rung viel stär­ker in die poli­ti­schen Debat­ten ein­brin­gen und deut­lich machen, war­um der digi­ta­le Wan­del auch für uns im länd­li­chen Raum so wich­tig ist“, so Faas. Er begrüß­te es, dass es zu einer Wie­der­grün­dung des JU-Gebiets­ver­ban­des Sulz-Dorn­han-Vöh­rin­gen kom­men soll: „Damit haben wir den gan­zen Land­kreis wie­der voll abge­deckt.“

Der Jurist und Poli­to­lo­ge Mar­cel Grie­ßer, der auch Gemein­de­rats- und Kreis­tags­kan­di­dat in Rott­weil ist, zog in sei­nem letz­ten Rechen­schafts­be­richt Bilanz: „Es war eine tol­le Zeit, in der Freund­schaf­ten ent­stan­den sind und in der wir sehr vie­le The­men, die uns Jugend­li­che direkt betref­fen, in den poli­ti­schen Dis­kurs ein­brin­gen konn­ten.“ Die Jun­ge Uni­on sei nicht nur inner­halb der CDU, son­dern auch im gesam­ten Land­kreis Sprach­rohr für die Jugend­li­chen. Das sei auch in Zukunft der Auf­trag des neu­en Vor­stan­des. Er blick­te zurück auf zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen und Aus­fahr­ten, zum Bei­spiel nach Ber­lin oder Brüs­sel. Der schei­den­de Vor­sit­zen­de kri­ti­sier­te die Ren­ten­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung und mahn­te: „Gut ein Drit­tel der Wahl­be­rech­tig­ten ist über 60 Jah­re. Das führt zu wei­te­ren Ren­ten­ge­schen­ken, die die jun­ge Genera­ti­on teu­er zu bezah­len hat. Dage­gen müs­sen wir uns weh­ren.“ Er for­der­te auch die voll­stän­di­ge Abschaf­fung des Soli­da­ri­täts­zu­schlags, denn „die Steu­er­last ist in Deutsch­land zu hoch.“

Grie­ßer und der neu gewähl­te Vor­sit­zen­de Faas beton­ten uni­so­no, wie wich­tig es sei, dass vie­le jun­ge Kan­di­da­ten bei den anste­hen­den Kom­mu­nal­wah­len kan­di­dier­ten und sich damit vor Ort enga­gier­ten: „Wir machen den Wäh­lern am 26. Mai ein tol­les Ange­bot“, zeig­ten sich bei­de über­zeugt. Fol­gen­de JU-Mit­glie­der wer­den kan­di­die­ren: Mar­cel Kam­me­rer (Zim­mern o.R.), Eva-Maria Lacher (Rott­weil), Pas­cal Schnei­der (Rott­weil), Ste­fan Franz (Obern­dorf), Oli­ver Essel (Obern­dorf), Chris­toph Elben (Obern­dorf), Felix Leh­mann (Dorn­han), Mat­thi­as Rut­hardt (Dorn­han), Mat­thi­as Bron­ner (Dorn­han) und Mar­cel Grie­ßer (Rott­weil).

Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ste­fan Teu­fel berich­te­te zu aktu­el­len lan­des­po­li­ti­schen The­men. „Jeder fünf­te Euro unse­res Haus­halts geht in die Bil­dungs­po­li­tik“, so der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der CDU-Land­tags­frak­ti­on. Bil­dung und Mobi­li­tät, sowie das Gesund­heits­we­sen in das digi­ta­le Zeit­al­ter zu füh­ren, stün­den ganz oben auf der poli­ti­schen Agen­da. Gro­ße Mög­lich­kei­ten sieht der Abge­ord­ne­te, feder­füh­rend für die Gesund­heits­po­li­tik sei­ner Frak­ti­on zustän­dig, in der Tele­me­di­zin: „Wir wol­len Baden-Würt­tem­berg zur digi­ta­len Leit­re­gi­on in Euro­pa machen. Dazu gehört auch die Tele­me­di­zin, denn sie kann hel­fen, Ver­sor­gungs­eng­päs­se im länd­li­chen Raum zu besei­ti­gen.“

Ein flam­men­des Bekennt­nis zu Euro­pa gab Vol­ker Kau­der ab: „500 Mil­lio­nen Euro­pä­er haben bei 7,6 Mil­li­ar­den Men­schen auf der Welt und allein 1,3 Mil­li­ar­den Chi­ne­sen ein sehr viel stär­ke­res Gewicht“, so der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, der zur Wahl der CDU bei der Euro­pa­wahl auf­rief. Und er führ­te auf, was christ­de­mo­kra­ti­sche Poli­tik bedeu­tet: „Nehmt das Bei­spiel Kin­der­be­treu­ung: Als ein­zi­ge Par­tei set­zen wir auf Wahl­freit, in dem wir die Eltern ent­schei­den las­sen, ob sie ihre Kin­der zu Hau­se betreu­en oder in eine Krip­pe und einen Hort geben.“ Die Frei­heit der Men­schen sei von ele­men­ta­rer Bedeu­tung. Kau­der sag­te auch, der neue Vor­stand müs­se sich Gedan­ken machen, wie wir im länd­li­chen Raum leben woll­ten und wel­che poli­ti­schen Initia­ti­ven aus Sicht der Jugend­li­chen dafür not­wen­dig sei­en. Er freue sich auf eine wei­ter­hin gute Zusam­men­ar­beit mit den Jung­po­li­ti­kern.  

Mit die­sem Füh­rungs­team geht der neu gewähl­te Kreis­vor­stand der 180 Mit­glie­der zäh­len­den Jun­gen Uni­on in die neue Amts­pe­ri­ode: Vor­sit­zen­der Fabi­an Faas; stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Car­men Jäger, Mar­ko Kolic und André Kahl­fus; Kreis­ge­schäfts­füh­rer Mar­cel Kam­me­rer (als Nach­fol­ger von Mat­thi­as Hertkorn); Finanz­re­fe­rent Alex­an­der Gai­ser; Schrift­füh­rer Felix Leh­mann; Medi­en­re­fe­rent Lukas Bau­meis­ter; Mit­glie­der­re­fe­ren­tin Eva-Maria Lacher. Die Bei­sit­zer Mat­thi­as Bron­ner, Dani­el Fleig, Ste­fan Franz, Robin Hengst­ler, Flo­ri­an Ruof, Mat­thi­as Rut­hardt, Pas­cal Schnei­der und Mari­us Schuler ver­voll­stän­di­gen den Vor­stand.
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