Fabian Faas folgt auf Marcel Grießer als JU-Kreisvorsitzender

ROTTWEIL – Die Junge Union (JU) im Kreis Rottweil hat einen neuen Vorsitzenden. Nach fast vier Jahren an der Spitze des Kreisverbandes stellte sich Marcel Grießer nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger ist der aus Zimmern stammende Fabian Faas, der zuvor Ortsverbandsvorsitzender war und nun die Geschicke der mit Abstand größten Jugendorganisation im Landkreis Rottweil führt. Neuer Kreisgeschäftsführer ist der ebenfalls aus Zimmern stammende Marcel Kammerer.

Der 22-jährige Faas ging in seiner Antrittsrede darauf ein, welche Ziele er hat und welche Themen ihm wichtig sind. Er freue sich darauf, mit einem jungen und engagierten Vorstand die JU inhaltlich zu positionieren und als die Stimme der jungen Generation in die Partei wie auch in die Gesellschaft hineinzuwirken. „Wir müssen das Thema Digitalisierung viel stärker in die politischen Debatten einbringen und deutlich machen, warum der digitale Wandel auch für uns im ländlichen Raum so wichtig ist“, so Faas. Er begrüßte es, dass es zu einer Wiedergründung des JU-Gebietsverbandes Sulz-Dornhan-Vöhringen kommen soll: „Damit haben wir den ganzen Landkreis wieder voll abgedeckt.“

Der Jurist und Politologe Marcel Grießer, der auch Gemeinderats- und Kreistagskandidat in Rottweil ist, zog in seinem letzten Rechenschaftsbericht Bilanz: „Es war eine tolle Zeit, in der Freundschaften entstanden sind und in der wir sehr viele Themen, die uns Jugendliche direkt betreffen, in den politischen Diskurs einbringen konnten.“ Die Junge Union sei nicht nur innerhalb der CDU, sondern auch im gesamten Landkreis Sprachrohr für die Jugendlichen. Das sei auch in Zukunft der Auftrag des neuen Vorstandes. Er blickte zurück auf zahlreiche Veranstaltungen und Ausfahrten, zum Beispiel nach Berlin oder Brüssel. Der scheidende Vorsitzende kritisierte die Rentenpolitik der Bundesregierung und mahnte: „Gut ein Drittel der Wahlberechtigten ist über 60 Jahre. Das führt zu weiteren Rentengeschenken, die die junge Generation teuer zu bezahlen hat. Dagegen müssen wir uns wehren.“ Er forderte auch die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags, denn „die Steuerlast ist in Deutschland zu hoch.“

Grießer und der neu gewählte Vorsitzende Faas betonten unisono, wie wichtig es sei, dass viele junge Kandidaten bei den anstehenden Kommunalwahlen kandidierten und sich damit vor Ort engagierten: „Wir machen den Wählern am 26. Mai ein tolles Angebot“, zeigten sich beide überzeugt. Folgende JU-Mitglieder werden kandidieren: Marcel Kammerer (Zimmern o.R.), Eva-Maria Lacher (Rottweil), Pascal Schneider (Rottweil), Stefan Franz (Oberndorf), Oliver Essel (Oberndorf), Christoph Elben (Oberndorf), Felix Lehmann (Dornhan), Matthias Ruthardt (Dornhan), Matthias Bronner (Dornhan) und Marcel Grießer (Rottweil).

Der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel berichtete zu aktuellen landespolitischen Themen. „Jeder fünfte Euro unseres Haushalts geht in die Bildungspolitik“, so der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion. Bildung und Mobilität, sowie das Gesundheitswesen in das digitale Zeitalter zu führen, stünden ganz oben auf der politischen Agenda. Große Möglichkeiten sieht der Abgeordnete, federführend für die Gesundheitspolitik seiner Fraktion zuständig, in der Telemedizin: „Wir wollen Baden-Württemberg zur digitalen Leitregion in Europa machen. Dazu gehört auch die Telemedizin, denn sie kann helfen, Versorgungsengpässe im ländlichen Raum zu beseitigen.“

Ein flammendes Bekenntnis zu Europa gab Volker Kauder ab: „500 Millionen Europäer haben bei 7,6 Milliarden Menschen auf der Welt und allein 1,3 Milliarden Chinesen ein sehr viel stärkeres Gewicht“, so der Bundestagsabgeordnete, der zur Wahl der CDU bei der Europawahl aufrief. Und er führte auf, was christdemokratische Politik bedeutet: „Nehmt das Beispiel Kinderbetreuung: Als einzige Partei setzen wir auf Wahlfreit, in dem wir die Eltern entscheiden lassen, ob sie ihre Kinder zu Hause betreuen oder in eine Krippe und einen Hort geben.“ Die Freiheit der Menschen sei von elementarer Bedeutung. Kauder sagte auch, der neue Vorstand müsse sich Gedanken machen, wie wir im ländlichen Raum leben wollten und welche politischen Initiativen aus Sicht der Jugendlichen dafür notwendig seien. Er freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit den Jungpolitikern.  

Mit diesem Führungsteam geht der neu gewählte Kreisvorstand der 180 Mitglieder zählenden Jungen Union in die neue Amtsperiode: Vorsitzender Fabian Faas; stellvertretende Vorsitzende Carmen Jäger, Marko Kolic und André Kahlfus; Kreisgeschäftsführer Marcel Kammerer (als Nachfolger von Matthias Hertkorn); Finanzreferent Alexander Gaiser; Schriftführer Felix Lehmann; Medienreferent Lukas Baumeister; Mitgliederreferentin Eva-Maria Lacher. Die Beisitzer Matthias Bronner, Daniel Fleig, Stefan Franz, Robin Hengstler, Florian Ruof, Matthias Ruthardt, Pascal Schneider und Marius Schuler vervollständigen den Vorstand.
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