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Rottweil
Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Fit für die selbst­ver­wal­te­te Jugend­ar­beit

Fit für die selbstverwaltete Jugendarbeit

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KREIS ROTTWEIL – 13 Jugend­li­che aus sie­ben Jugend­räu­men nah­men an der all­jähr­lich statt­fin­den­den Fort­bil­dung zum The­ma „Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on offe­ner Jugend­treffs“ teil. Bei dem kreis­weit aus­ge­schrie­be­nen, ganz­tä­gi­gen Ange­bot im neu­en Jugend­raum im Genera­tio­nen­haus Linde13 in Obern­dorf beka­men die Teil­neh­mer im Alter von 14 bis 18 Jah­ren die Mög­lich­keit, Grund­sätz­li­ches über die Auf­ga­ben­be­rei­che in einem selbst­ver­wal­te­ten Jugend­treff zu erfah­ren.

Durch den Tag führ­ten die Jugend­li­chen Hei­di Kuhring und Chris­tia­ne Bond­zio von der Stadt­ju­gend­pfle­ge Obern­dorf zusam­men mit Aida Ser­ra­no vom Jugend­re­fe­rat Dunningen/Eschbronn und Kon­rad Fle­gr vom Kreis­ju­gend­re­fe­rat.

Einen Jugend­raum selbst zu lei­ten kann viel Spaß machen und bie­tet neben Schu­le und Aus­bil­dung ein Lern­feld, in dem man Ver­ant­wor­tung über­neh­men und die eige­nen Inter­es­sen ver­wirk­li­chen kann. Doch ohne Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur läuft auch hier nicht alles rund. Dabei ist es zweit­ran­gig ob es um einen klei­nen Treff wie dem Wag­gon in Obern­dorf  auf dem Lin­den­hof geht oder um ein gut­fre­quen­tier­tes Jugend­haus wie in Sulz. Dass es zwi­schen den ver­tre­ten­den Jugend­räu­men eini­ge Gemein­sam­kei­ten gibt, wur­de bei der Vor­stel­lung der ein­zel­nen Jugend­räu­me und bei der Arbeit in gemisch­ten Klein­grup­pen klar.

The­men wie Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur, Haus­ord­nung, Finan­zen, Jugend­schutz, Auf­sichts­pflicht, Schutz­auf­trag und Event­pla­nung stan­den auf dem Pro­gramm. Wer ist für was ver­ant­wort­lich? Wie wer­den die jewei­li­gen Rol­len ver­teilt? Wer kann was bestim­men? Wer macht was? Wie wird was finan­ziert? Wie ist das mit der Auf­sichts­pflicht und dem Schutz­auf­trag? Die­se Leit­fra­gen wur­den zusam­men mit den Jugend­li­chen aus Obern­dorf, Glatt, Fecken­hau­sen, Glatt, Hoch­mös­sin­gen, Aistaig und vom Lin­den­hof erör­tert.

Was die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur betrifft, so hat sich die Struk­tur eines Ver­eins bewährt. Von den Jugend­raum­be­su­chern wird ein Vor­stand gewählt, der sich aus zwei Vor­sit­zen­den sowie dem Kas­sie­rer und Bei­sit­zer zusam­men­setzt. Inner­halb von die­sem Team wer­den noch wei­te­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel die Pla­nung des The­ken- und Putz­diens­tes oder die Bestel­lung von Geträn­ken fest­ge­legt. Einen wei­te­ren Schwer­punkt nahm das The­ma Kon­flikt­lö­sung ein. Was tun wenn sich feind­se­li­ge Ver­stim­mun­gen anbah­nen? Neben einem Erfah­rungs­aus­tausch ging es hier dar­um auf­zu­zei­gen, wie in wel­cher Pha­se der Eska­la­ti­on dees­ka­lie­rend ein­ge­wirkt wer­den kann. Und, was wäre ein Jugend­raum ohne Ver­an­stal­tun­gen? Die­sem The­ma wur­de am Schluss noch­mal beson­de­re Auf­merk­sam­keit geschenkt.

„Ein Event zu orga­ni­sie­ren stellt immer eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung dar. Hier ist Team­ar­beit und die Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung eines jeden Ein­zel­nen im Team gefragt,“ so Aida Ser­ra­no. Zum Abschluss beka­men alle Teilnehmer/innen ein Zer­ti­fi­kat – den „Qua­li­pass“ aus­ge­hän­digt, mit dem auch die eige­ne Bewer­bungs­map­pe gefüt­tert wer­den kann. Auch erhiel­ten sie eine umfang­rei­che Hand­rei­chung, in der alle Infor­ma­tio­nen noch­mals nach­ge­le­sen wer­den kön­nen. Neben dem Han­dout ste­hen natür­lich die jewei­li­gen Sozi­al­päd­ago­gen und Sozi­al­päd­ago­gin­nen den Jugend­li­chen als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung.

 

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