BU: Impressionen der Jahrhundertflut in Kerala und Tiruvalla, Indien. Fotos: pm

Die dies­jäh­ri­ge Flut in Indi­en hat weit­rei­chen­de Fol­gen: Etwa 40 Pro­zent der Ern­te wur­den zer­stört, und 200 Hekt­ar Acker­land sind durch Erd­rut­sche ver­schwun­den – mehr als 300.000 Bau­ern sind betrof­fen. Dies berich­tet Bischof Tho­mas Koo­ri­los, der vor Ort ver­sucht, in sei­ner Erz­diö­ze­se Hil­fe zu leis­ten. Die NRWZ berich­te­te im Som­mer aus­führ­lich.

Durch die Flut star­ben 384 Men­schen und über eine Mil­li­on wur­de obdach­los. 221 Brü­cken, über 10.000 Kilo­me­ter Stra­ßen und mehr als 20.700 Häu­ser wur­den schwer beschä­digt. „Nach Berich­ten der Regie­rung ver­en­de­ten durch das Hoch­was­ser mehr als 8 000 Rin­der, Käl­ber und Büf­fel, 3297 Zie­gen und 47 Hun­de“, erzählt der Bischof in sei­nem Weih­nachts­brief an die Kir­chen­ge­mein­de Lau­ter­bach.

Wiederaufbau in vollem Gange

Glück­li­cher­wei­se sei das Meer in letz­ter Zeit Jah­res­zeit sehr ruhig gewe­sen, sodass das Was­ser zügig abflie­ßen konn­te. Und nun sei der Wie­der­auf­bau in vol­lem Gan­ge. Brun­nen und Was­ser­quel­len müs­sen gerei­nigt wer­den, Häu­ser und Toi­let­ten instand gesetzt und da, wo die Flut nichts mehr übrig­ge­las­sen hat, wer­den neue Häu­ser gebaut.

Außer­dem bekä­men beson­ders schwer betrof­fe­ne Fami­li­en ein Jahr lang 2000 Rupi­en pro Monat (etwa 25 Euro). Unter­stüt­zung gibt es auch für Unter­neh­mens­grün­der: Jeder Start klei­ner ein­kom­mens­bil­den­der Geschäf­te wie Geflü­gel- und Fisch­zucht, Agrar­wirt­schaft, bei­spiels­wei­se Bana­nen- und Gemü­se­an­bau, Nähen und Sti­cken wird mit 30.000 Rupi­en (372 Euro) unter­stützt. Die­se Hil­fe ermög­li­chen Spen­den.

Auch die Men­schen im Kreis Rott­weil zeig­ten sich groß­zü­gig. „Wir konn­ten an die Diö­ze­se 13.500 Euro und dann noch­mals 13.100 Euro über­wei­sen, auch auf­grund der Bericht­erstat­tung in der NRWZ“, berich­tet Hubert Nagel aus Lau­ter­bach, der in engem Kon­takt mit der Part­ner­ge­mein­de steht und die Spen­den­ak­ti­on feder­füh­rend beglei­tet hat. Dafür wol­le er sich auch im Namen der Erz­diö­ze­se Tiru­val­la und beson­ders der betrof­fe­nen Fami­li­en recht herz­lich bedan­ken.

Info: Wer noch spen­den möch­te, kann das hier tun: Kol­pings­fa­mi­lie Lau­ter­bach, IBAN DE95 6439 0130 0600 1520 14, Ver­wen­dungs­zweck Flut­op­fer Diö­ze­se Tiru­val­la.    sra