NRWZ.de, 16. November 2021, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

Frust über das Wahlergebnis sitzt noch tief

ZIMMERN – Quo vadis CDU – mit dieser Frage beschäftigte sich laut Pressemitteilung der Vorstand des CDU-Ortsverbands Zimmern in seiner letzten Sitzung und ließ nochmals den Bundestagswahlkampf Revue passieren. Man war sich schnell einig: Allein Personen auszutauschen ist nicht ausreichend, auch am Grundsatzprogramm der Partei muss dringendst weitergearbeitet werden.

Der Frust über das Ergebnis sitzt noch tief. „Viele unserer Mitglieder können sich mittlerweile nicht mehr mit der Partei identifizieren“, so Joachim Balke. Auch an den Wahlständen sei man bei der Frage, warum man CDU wählen solle, immer wieder in Erklärungsnot gekommen. „Wir müssen für die Wählerinnen und Wähler wieder attraktiv werden, denn tatsächlich haben wir wichtige Themen im Parteiprogramm, die es jetzt für die Bürgerinnen und Bürger klar und verständlich darzustellen gilt“, meinte Bernhard Pohler.

Der Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg hat deshalb eine Zukunftskommission ins Leben gerufen, die die Erneuerung der CDU mitgestalten soll. „Wir sind stolz, dass unser JU-Vorsitzender und Vorstandsmitglied Marcel Kammerer als Vertreter des Kreisverbands Rottweil Teil dieser Mannschaft ist“, freute sich die Vorsitzende Monika Schneider.

Für sie ist es umso wichtiger, dass sich der CDU-Ortsverband in der Gemeinde einbringt. So war es für den Vorstand klar, dass man einen Antrag, den der ehemalige Vorstandsvorsitzende Gerold Teufel im Jahr 2014 in den Gemeinderat einbrachte, voll und ganz unterstützt. Dieser Antrag beinhaltet, man möge doch bei der Festlegung der Straßennamen im Neubaugebiet „Zimmern-Ost lV“ auch die Namen von Pfarrer Hans Brunner und Pfarrer Gerhard Kraft berücksichtigen.

Beide Geistlichen hatten sich zu Lebzeiten intensiv für das ökumenische Leben in der Gemeinde eingesetzt; Zimmern wurde so zu einem Vorreiter des ökumenischen Zusammenlebens. Der katholische Pfarrer Brunner und der evangelische Pfarrer Kraft gelten zusammen mit Bürgermeister a.D. Gustav Kammerer als Väter des Gemeindezentrums „Arche“. Unter Pfarrer Brunner wurde zudem die noch heute aktive KJG Zimmern mit ihrem jährlichen Zeltlager begründet. Beide Pfarrer waren mit ihrer modernen aufgeschlossenen Art ihrer Zeit voraus und hatten dadurch einen erheblichen Anteil für das gute Zusammenleben über alle Konfessionen hinweg in der Gemeinde Zimmern.

Der Vorstand des CDU-Ortsverbands Zimmern hat sich zudem einstimmig für das Anliegen der Jungen Union ausgesprochen, Räumlichkeiten für Jugendliche in Zimmern zu schaffen. Seit dem Abriss des alten Jugendhauses 2014 fehlt den Zimmerner Jugendlichen ein Anlaufpunkt, in dem sie sich austauschen und soziale Kontakte knüpfen können. Gerade in Zeiten der Pandemie wurde deutlich, wie wichtig soziale Kontakte für jüngere Menschen sind um sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Die CDU ist sich deshalb einig, dass von Seiten der Gemeinde hier sehr zeitnah Abhilfe geschaffen werden muss.

Der CDU-Ortsverband Zimmern hat sich zudem auf die Schwerpunktthemen der Energiewende und dem Kollaps im Gesundheitswesen festgelegt, zu denen in nächster Zeit Veranstaltungen angeboten werden sollen, wenn denn die pandemische Lage dies ermöglicht.

Frust über das Wahlergebnis sitzt noch tief