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Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Gegen Blut­sauger schüt­zen

Gegen Blutsauger schützen

Land­kreis Rott­weil ist FSME-Risi­ko­ge­biet

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Mit dem Früh­jahr wer­den die Zecken aktiv. Über die mög­li­chen Fol­gen von Zecken­bis­sen und wie man sich schüt­zen kann, berich­tet die AOK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Durch ihren Stich kön­nen FSME oder Bor­re­lio­se auf den Men­schen über­tra­gen wer­den, wenn das Spin­nen­tier mit Krank­heits­er­re­gern infi­ziert ist. Bei FSME han­delt es sich um die Früh­­som­­mer-Men­in­­go­en­ze­­pha­­li­­tis, also eine Hirn­haut­ent­zün­dung, die sich aber auch zu einer Ent­zün­dung des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems aus­wei­ten kann. Auch der Land­kreis Rott­weil zählt wie fast ganz Baden-Wür­t­­te­m­berg zum FSME-Risi­­ko­ge­­biet, weiß Hans-Joa­­chim Pie­ron­c­zyk, Lei­ter des AOK-Kun­­­den­Cen­­ters in Rott­weil.

Im ver­gan­ge­nen Jahr gab es im Land­kreis zehn gemel­de­te FSME-Fäl­­le – Höchst­stand in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren. Der Rott­wei­ler AOK-Lei­­ter rät gemäß den Emp­feh­lun­gen des RKI zur Vor­sor­ge­imp­fung. „Ins­be­son­de­re Kin­der und Per­so­nen, die sich viel im Frei­en auf­hal­ten, soll­ten sich imp­fen las­sen“, so Hans-Joa­­chim Pie­ron­c­zyk.

„Kommt es zu einer Infek­ti­on mit dem FSME-Virus, kann es zu grip­pe­ähn­li­chen Beschwer­den wie Fie­ber oder Kopf­schmer­zen kom­men“, erklärt Dr. Simon Dal­ly, Bio­lo­ge bei der AOK Baden-Wür­t­­te­m­berg. Bei einer Mehr­zahl der Betrof­fe­nen hei­le die FSME ohne Fol­gen aus, ist aber das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem oder das Rücken­mark betrof­fen, kön­ne es zu blei­ben­den Schä­den kom­men.

Borreliose ist häufiger, aber oft leichter zu behandeln

Anders als FSME wird Bor­re­lio­se nicht durch Viren aus­ge­löst, son­dern durch Bak­te­ri­en. „Im Land­kreis Rott­weil waren 2016 allein 295 AOK-Ver­­­si­cher­­te des­we­gen in Behand­lung“, sagt Hans-Joa­­chim Pie­ron­c­zyk. Eine Imp­fung gegen Bor­re­lio­se gebe es nicht.

AOK-Exper­­te Simon Dal­ly: „Hat eine Zecke gesto­chen, soll­te sie so schnell wie mög­lich mit einer Zecken­pin­zet­te oder Zecken­kar­te ent­fernt und die Wun­de sorg­fäl­tig des­in­fi­ziert wer­den, um eine Über­tra­gung von Krank­heits­er­re­gern zu ver­mei­den. Dabei soll­te die Zecke mög­lichst nicht gedreht wer­den und nicht mit Öl oder ähn­li­chem beträu­felt wer­den.“

Ein Kenn­zei­chen für eine Bor­­re­­lio­­se-Infe­k­­ti­on sei die soge­nann­te Wan­der­rö­te, so Dal­ly: „Sie tritt eini­ge Tage, manch­mal auch erst eini­ge Wochen nach einem Zecken­stich auf. Die­se deut­li­che ring­för­mi­ge Haut­rö­tung ist oft im Zen­trum blas­ser als am Rand. Der rote Ring wan­dert dann all­mäh­lich nach außen.

Tritt dies ein, soll­te der Haus­arzt zur Abklä­rung auf­ge­sucht wer­den.“ Behan­delt wer­de Bor­re­lio­se in der Regel mit Anti­bio­ti­ka. Meist hei­le sie kom­plett aus. Ohne Anti­bio­ti­ka­be­hand­lung sei das Risi­ko für einen schwe­ren Ver­lauf erhöht.

 

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