Hilfe für Familien in Not

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Die Familienpflegerinnen v.l.: Claudia Zöh, Andrea Schieler, Marianne Fetscher, Andrea Pfundstein, Jutta Landenberger, Regina Schmidberger, Sigrid Roming und Ursula Haller. Auf dem Bild fehlen Rita Ginter und Margrit Ruf.Foto: pm

ROTTWEIL – Seit fast zwan­zig Jah­ren arbei­ten die Sozi­al­sta­tio­nen aus Rott­weil, Dun­nin­gen und Schöm­berg und das Sozi­al­werk Tros­sin­gen in der Fami­li­en­pfle­ge  zusam­men. Hel­fen gemein­sam, wenn in einer Fami­lie die Mut­ter erkrankt ist, ein Eltern­teil gestor­ben oder eine Mehr­lings­ge­burt die Eltern über­for­dert. Hin­ter­grund der Grün­dung die­ses Mit­ar­bei­ter­pools war, dass alle vier zuwe­nig Mit­ar­bei­ter zur Ver­fü­gung hat­ten, um den Bedarf abzu­de­cken. Seit­dem hilft man sich gegen­sei­tig aus, was aller­dings für die Fach­kräf­te bedeu­tet, dass sie einen sehr gro­ßen Radi­us – er reicht von Gun­nin­gen bis Rosen­feld, Dun­nin­gen und Die­tin­gen – abde­cken müs­sen.

Den­noch hal­ten die Sozi­al­sta­tio­nen dar­an fest, und zah­len sogar noch drauf. Denn die Kran­ken­kas­sen zah­len die­se Fami­li­en­hil­fe nur teil­wei­se, schwie­rig wird es vor allem, wenn die Mut­ter bei­spiels­wei­se durch eine län­ge­re, oft psy­chi­sche Erkran­kung für län­ge­re Zeit aus­fällt, wie Sig­rid Rom­ing von der kirch­li­chen Sozi­al­sta­ti­on in Rott­weil erzählt. Dann zah­len die Pool-Trä­ger drauf, seit kur­zem unter­stützt von der Diö­ze­se, die die­se Hil­fen bezu­schusst. „Wir haben gemein­sam beschlos­sen, die­sen Dienst auf­recht­zu­er­hal­ten”, betont Klaus Stuhl­mül­ler, Geschäfts­füh­rer der Rott­wei­ler Sozi­al­sta­ti­on.

Wir füh­len uns dazu ver­pflich­tet.” Und das, obwohl die Zahl der Fäl­le steigt, die Fami­li­en weni­ger Unter­stüt­zung aus eige­nen Netz­wer­ken haben und die Zahl der Mehr­lings­ge­bur­ten steigt. „Die Mit­ar­bei­ter müs­sen sehr ein­fühl­sam und  fle­xi­bel sein, die Arbeit ist sehr kom­plex”, so Sig­rid Rom­ing, die den Pool koor­di­niert. Oft stel­le sich erst nach und nach her­aus, dass hin­ter den Rücken­pro­ble­men der Mut­ter eine schwe­re psy­chi­sche Erkran­kung ste­he.

Wer die Fami­li­en­pfle­ge unter­stüt­zen möch­te, kann das mit einer Spen­de tun: Kirch­li­che Sozi­al­sta­ti­on Rott­weil, IBAN DE28642500400000021797

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