Da ging ein Möbel­trans­port mit teils offe­ner Heck­klap­pe schreck­lich schief: Wie der „Süd­ku­rier” berich­tet, ist ein Hund auf der Bun­des­stra­ße 27 bei Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen aus einem fah­ren­den Auto gefal­len. Das Tier wur­de dem­nach bei Tem­po 100 mit­ge­schleift. Wie die NRWZ erfuhr, ist das Vete­ri­när­amt Rott­weil ein­ge­schal­tet wor­den. Dem Hund gehe es wie­der gut. Das wei­te­re Ver­fah­ren sei aber noch nicht abge­schlos­sen.

Wie der „Süd­ku­rier” berich­tet, habe sich der Vor­fall bereits am 30. Sep­tem­ber auf der B 27 zwi­schen Rott­weil und Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen ereig­net. Aus einem Wagen mit Stutt­gar­ter Kenn­zei­chen sei ein Hund gefal­len. Bei Tem­po 100. Laut dem Blatt sei der Hund über eine län­ge­re Stre­cke noch von dem Auto mit­ge­schleift wor­den – an sei­ner Lei­ne hän­gend.

Das Tier wur­de hin- und her­ge­schleift und hing fest, da die Lei­ne im Wagen befes­tigt war”, zitiert der „Süd­ku­rier” eine Augen­zeu­gin. Die Fah­re­rin des Stutt­gar­ter Wagens habe kei­ne Anstal­ten gemacht, anzu­hal­ten. „Das Tier wur­de nach etwa 100 bis 150 Metern auf den Sei­ten­strei­fen geschleu­dert”, erfuhr der „Süd­ku­rier” wei­ter.

War­um der Fall nun, nach fast zwei Wochen erst publik wird: Die Augen­zeu­gen, es gab laut dem im Schwarz­wald-Baar-Kreis erschei­nen­den Blatt meh­re­re, ver­miss­ten behörd­li­che Kon­se­quen­zen. So habe sich das Land­rats­amt des Rott­wei­ler Nach­bar­krei­ses nicht zustän­dig gefühlt. Der Fall habe sich auf Gemar­kung Lauf­fen zuge­tra­gen, hieß es. Die Rott­wei­ler Behör­de habe in den ver­gan­ge­nen 14 Tagen nicht reagiert, weder inhalt­lich zum Fall, noch auf eine Anfra­ge des „Süd­ku­riers” hin.

Für die NRWZ nimmt Dr. Jörg Hau­ser vom Vete­ri­när und Ver­brau­cher­schutz­amt im Land­rats­amt Rott­weil Stel­lung. Die Pres­se­stel­le der Behör­de ist der­zeit nicht besetzt. Hau­ser erklärt, dass das von ihm gelei­te­te Amt vom Land­rats­amt Schwarz­wald-Baar-Kreis Infor­ma­tio­nen über den Sach­ver­halt erhal­ten habe. Hau­ser: „Unser Amt hat den Zustand und die Nach­sor­ge des Hun­des über­prüft. Die­se ist nach der­zei­ti­gem Stand sicher­ge­stellt. Das wei­te­re Ver­fah­ren ist noch nicht abge­schlos­sen.”

Die Poli­zei ver­folgt den Fall nicht. Juris­tisch lie­ge eine Sach­be­schä­di­gung vor. Die­se sei zudem fahr­läs­sig gesche­hen, weil ein Vor­satz der Hal­ter kaum nach­ge­wie­sen wer­den kön­ne, sag­te ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen dem „Süd­ku­rier”.