Blühmischungen für die Feldflur als Nahrungsangebot für Insekten und andere Tiere. Archivfoto: red

ROTTWEIL – Der Land­schafts­er­hal­tungs­ver­band (LEV) Land­kreis Rott­weil  und das Land­wirt­schafts­amt Rott­weil konn­ten unter Betei­li­gung des LEV Mitt­le­rer Schwarz­wald drei her­vor­ra­gen­de Refe­ren­ten für eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung gewin­nen und laden alle Inter­es­sier­ten am Frei­tag, 22. Febru­ar, ab 13:30 Uhr zu einem Info­nach­mit­tag zum The­ma: „Blüh­flä­chen rich­tig gemacht – För­de­rung der Bio­di­ver­si­tät im Acker­bau“ in den Gro­ßen Sit­zungs­saal, Land­rats­amt Rott­weil, Sta­di­on­str. 5, ein. 

Fast täg­lich liest man Berich­te über das Arten­ster­ben und den Rück­gang der bio­lo­gi­schen Viel­falt. Die Grün­de hier­für sind viel­fäl­tig. Man­gel an geeig­ne­ten Lebens­raum­struk­tu­ren und feh­len­des Nah­rungs­an­ge­bot für dar­auf ange­wie­se­ne Insek­ten und ande­re Tie­re wer­den unter ande­rem als Grün­de ange­führt. Hier­auf hat­ten der LEV Land­kreis Rott­weil, der Kreis­bau­ern­ver­band Rott­weil, die Kreis­jä­ger­ver­ei­ni­gung Rott­weil sowie der Bezirksim­ker­ver­ein Rott­weil im letz­ten Jahr reagiert. Dadurch konn­ten ins­ge­samt 320 Kilo Saat­gut an ein­jäh­ri­gen Blüh­mi­schun­gen für die Feld­flur an Land­wir­te abge­ge­ben wer­den. Die­se haben cir­ca. 32 Hekt­ar im gesam­ten Kreis­ge­biet zum Erblü­hen gebracht.

Die Maß­nah­men, wel­che die Bio­di­ver­si­tät för­dern kön­nen, sind jedoch viel­fäl­tig und beschrän­ken sich nicht auf die Anla­ge von ein­jäh­ri­gen Blüh­flä­chen. Oft kön­nen bereits klei­ne­re Maß­nah­men viel für die Arten­viel­falt in der frei­en Feld­flur bewir­ken. Die­se Mög­lich­kei­ten und deren För­de­rung sind jedoch häu­fig nicht aus­rei­chend bekannt.

Refe­rent Mat­thi­as Stro­bl von der LEL Schwä­bisch Gmünd spricht zum The­ma: Die Land­wirt­schaft als Garant für Bio­di­ver­si­tät – Aus­ru­hen auf den Lor­bee­ren oder Ein­las­sen auf die gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen? Von der LTZ Augus­ten­berg wird Sabi­ne Zar­nik kon­kret auf mög­li­che Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Bio­di­ver­si­tät im Acker­bau, unter Berück­sich­ti­gung von Gree­ning und FAKT ein­ge­hen. Die Vor­trags­rei­he wird durch Refe­rent Tobi­as Pape (Grün­weg Pro­jekt­ma­nage­ment & Bera­tung) mit Bei­spie­len aus der Pra­xis ergänzt. Zudem wer­den die Refe­ren­ten den Teil­neh­mern die Mög­lich­kei­ten und Vor­tei­le einer Bio­di­ver­si­täts­be­ra­tung für land­wirt­schaft­li­che Betrie­be im Rah­men des Bera­tungs­an­ge­bo­tes „Beratung.Zukunft.Land” auf­zei­gen.

Es besteht aus­rei­chend Zeit und Mög­lich­keit für Nach­fra­gen und Dis­kus­si­on. Das Ende der Ver­an­stal­tung wird gegen 16:45 Uhr sein. Die Ver­an­stal­tung ist kos­ten­los, eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich.