Inzidenzgrenze im Kreis Rottweil überschritten: Ab Dienstag wieder Beschränkungen

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Das Landratsamt Rottweil hat die Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 amtlich festgestellt. Damit treten wieder Beschränkungen in Kraft – und zwar ab Dienstag, 30. März. Der Einzelhandel muss zurückkehren zum ‚click & meet‘. Das teilte die Behörde am Samstagnachmittag mit.

Im Landkreis Rottweil wurde der Inzidenzwert von 50 an drei Tagen in Folge überschritten und lag zuletzt bei 96,5. Diese Überschreitung hat das Gesundheitsamt am Samstag, 27.03.2021 amtlich festgestellt und auf der Website unter www.landkreis-rottweil.de öffentlich bekanntgemacht. Damit treten am zweiten darauffolgenden Werktag also am Dienstag, 30. März 2021, die in der Corona-Verordnung des Landes festgelegten Maßnahmen in Kraft. So heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Rottweil.

Bei der Bewertung des Inzidenzwertes könne das Gesundheitsamt die Diffusität des Infektionsgeschehens angemessen berücksichtigen. Aus medizinisch-infektiologischen Gründen sieht das Gesundheitsamt aber keine Möglichkeit, das Ausbruchsgeschehen in Schramberg als einheitlich und abgrenzbar zu bewerten. “Selbst eine Ausklammerung dieses überwiegend lokalen Infektionsgeschehens würde aufgrund der auch darüber hinaus wieder deutlich gestiegenen Infektionszahlen nicht zu einer Inzidenz von unter 50 führen”, heißt es in der Pressemeldung.

„Diesen Schritt bedauere ich sehr“, so Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, „vor allem für den Einzelhandel. Es bleibt uns allen nur, weiter gemeinsam nach vorne zu schauen und die Kontakte noch mehr einzuschränken, damit wir so schnell wie möglich wieder unter den Wert von mindestens 50 kommen. Bitte helfen Sie alle mit, dass die Beschränkungen wieder rückgängig gemacht werden können und hoffentlich bald auch die Gastronomiebetriebe eine Öffnungsperspektive haben. Unser aller Alltag muss sich wieder normalisieren”, appelliert der Landrat.

Ab Dienstag, 30.03.2021 kommen folgende Regelungen zum Tragen. Diese stehen aber unter Vorbehalt der neuen vom Land noch zu erlassenden CoronaVO, die ab Montag, 29.03.2021 gilt:

· Private Treffen im öffentlichen und privaten Raum ist nur möglich mit nicht mehr als fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht mit.

· Sonstiger, nicht der Grundversorgung dienender, Einzelhandel darf nur noch ein Terminshopping, genannt „Click & Meet“, anbieten. Kunden können sich nach vorheriger Terminabsprache in einem festen Zeitfenster in einem Laden beraten lassen und einkaufen. Weiter zu beachten: Hygieneauflagen, Maskenpflicht, Dokumentation der Kontaktdaten

· Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen im Rahmen der geltenden Kontaktbeschränkungen Unterricht anbieten.

· Individual- und kontaktarmer Sport im Freien und in geschlossenen Räumen ist nur noch mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt, Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht mit.

· Kontaktarmer Gruppensport im Freien ist mit bis zu maximal 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren erlaubt.

· Bei Museen, Galerien und Gedenkstätten muss vorher ein Termin gebucht und die Kontaktdaten dokumentiert werden. Das gleiche gilt für Archive, Bibliotheken und Büchereien.

· Volkshochschulen und ähnliche Einrichtungen können digitale Kurse anbieten. Kurse in Präsenz sind möglich bei erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungen, Sprach- und Integrationskursen sowie Nachhilfe, sofern digital nicht möglich.

· In Fahrschulen sind praktische Ausbildung und Prüfung unter Hygieneauflagen und mit Maskenpflicht möglich. Theorieunterricht ist nur online möglich.

· Erste-Hilfe-Kurse sind mit tagesaktuellem Schnell- oder Selbsttest der Teilnehmer*innen möglich, sowie ein Testkonzept für das Personal.

· Körpernahe Dienstleistungen sind nur mit vorheriger Terminbuchung erlaubt. Während des Aufenthalts müssen alle Beteiligte medizinische Masken tragen. Ist dies nicht möglich, wird kundenseits ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest sowie ein Testkonzept für das Personal benötigt.

· In der Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Podologie sowie medizinischen Fußpflege ist kein Schnelltest mehr erforderlich, wenn bei der Behandlung keine Maske getragen werden kann.
· Weiterhin geöffnet bleiben: Baumärkte, Blumenläden, Gartenmärkte/-center, Friseurbetriebe, Kosmetik-, Nagel-, Massage- Tattoo- und Piercingstudios sowie Solarien.

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3 Kommentare

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Siegfried Spengler
2 Jahre her

Die betroffenen Händler können ja am Dienstag einen Betriebsausflug nach Tübingen machen. Gerne mit Landrat, Ge- und Verbots-Formulierern, unter Bewachung von 15-jährigen-Aufschreibern. Nach erfolgreich bestandenem Corona-Schnelltest – Nasenbohren ist jetzt salonfähig – leben wie Gott in Frankreich, also ich meine wie früher vor Corona – falls sich noch jemand erinnern kann.

Wie wär’s mit einem Cappuccino draußen vor der Marktschenke, von der Vormittagssonne beschienen, ein Gunstplatz.

Dann ein wenig zum Schloss hoch wandern, dort das Schlosslabor besuchen, weil ja grad alle von RNA und Viren reden:

https://www.unimuseum.uni-tuebingen.de/de/ausstellungen/dauerausstellungen/schlosslabor.html?lang=de&subsite=info

Vielleicht findet sich später ein Stocherkahnkapitän, Rotwein und Baguette inklusive. Und am Abend noch ins französische Viertel in die Pizzeria Campanile. Für Insider: Das sind die früheren Betreiber der legendären “Boccia-Bahn”.

Ich bin gemein, häh? Ich freue mich jetzt schon auf den umbrisch-provencalischen Markt, und wenn ich im Schlafsack vor der Teststation übernachten muss!

Und wem haben wir das zu verdanken? Einer ebenso engagierten wie kompetenten Ärztin und einem mutigen OB. Die beiden verkörpern für mich das, was unser Land mal groß gemacht hat!

Für speziell Interessierte in großen Nöten: Gisela hat noch nicht auf!

Roman Lasota
2 Jahre her

LK ROTTWEIL
RKI offiziell von gestern:
74,4 (Aber mit Meldungen die LÄNGER wie 7 Tage zurück liegen und erst in den letzten 7 Tagen ERFASST würden.)
Tatsächlich 7 Tage INZIDENZ auf POSITIVE Fälle:
57,2 (also nur alle die letzten 7 Tage positiv waren)
Inzidenz mit Symptomen:
28,6 (Menschen die tatsächlich Symptome eines Atemwegsinfekts aufweisen)
Notwendige Berechnungstools auf Basis der Daten vom RKI sind hier (https://tinyurl.com/3zv8web3) zu finden

Video mit den Erläuterungen, wieso die Zahlen falsch interpretiert werden und wie man sie selbst richtig stellen kann, findet man hier (https://youtu.be/laSjbDaq0lU)

Die bedeutet, das im ganzen Kreis Rottweil tatsächlich 40 Menschen symptomale erkrankt sind, aber isoliert und daher niemanden anstecken können.

In Prozent sind das 0,0285 % der Einwohner, welche Symptome einer Atemwegsinfektion mit einem positiven PCR Test haben.

Sollte die Dunkelziffer 100% betragen. So wären 40 Menschen die sich krank fühlen, ungeachtet aller Warnhinweise auf den Straßen unterwegs und es müssten bezogen auf die Einwohnerzahl, 3508 Kontakte erfolgen, um auf einen dieser symptomal erkrankten treffen zu können. Wie lange würde es für Sie dauern, diese Anzahl an Menschen zu treffen?

Wie man in der Nachfolgenden Grafik (https://www.directupload.net/file/d/6136/5u4m84ug_jpg.htm) erkennen kann, sind die symptomalen Fälle RÜCKLÄUFIG und seit 2 Tagen gab es GAR KEINE Meldungen mehr für symptomalen Fälle im GANZEN KREIS

Sollte ich dann auf diesen Treffen, dann wären 15 Minuten in einem geschlossenen Raum mit einem Face2Facmit hoher Wahrscheinlichkeit zu infizieren.

Die Asymptomale Ansteckung wurde an einer Studie aus China mit 10 Millionen Menschen widerlegt. (https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w)

Die Wirksamkeit von Masken wurde bisher in keiner Studie nachgewiesen. Allerdings gibt es 46 Studien, welche Wirksamkeit widerlegt und Schädlichkeit belegen. Masken im freien, entbehren zusätzlich jeder Wissenschaftlichen Evidenz, wie von zahlreichen Sachveständigen und Wissenschaftlern nachgewiesen.
(https://www.epochtimes.de/gesundheit/medizin/aerosol-physiker-maskenpflicht-im-freien-ist-voelliger-unsinn-a3453169.html)

Somit erfüllen die neuen Verordnungen den Sachverhalt der Unverhältnismäßigkeit und der Körperverletzung. Denn Befehle, die Behörden und Beamte befolgen, entbinden Sie nicht von der Eigenverantwortung deren Rechtmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit zu hinterfragen. Der Befehlsnotstand ist gesetzlich nicht mehr existent.

Die Verhältnismäßigkeiten einzuhalten und nicht mehr Schaden durch Maßnahmen, als durch das Virus zuzulassen, ist NICHT das Virus und eine Krankheit zu leugnen, sondern die Verhältnismäßigkeiten einzuhalten, auf die jeder Staatsdiener vereidigt wurde. Wer also Menschen verurteilt, weil sie lateral denken (querdenken), der befürwortet das gleichgerichtete und gebündelte Denken (bündeln = latein fascis)

Es ist IHRE Entscheidung als Leitmedium der Region sich weiter aus EIGENER politischer Gesinnung zum Handlanger von Unrecht zu machen!

Anna Sommer
2 Jahre her
Antwort auf  Roman Lasota

Genau so ist die Situation. Auf den Punkt richtig. Ich hoffe, dass sich die Verantwortlichen dessen bewusst sind bzw. jetzt werden.

Denn es besteht die Möglichkeit strafrechtliche Konsequenzen. Was ich mit aller Kraft unterstützen werde, als deutsche Staatsbürgerin.

Darauf möchte ich dringend zum Schutz aller Beteiligten hinweisen.

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