Mit gro­ßer Bestür­zung haben JuLis und Jusos Rott­weil von dem bru­ta­len Angriff auf die Syn­ago­ge in Hal­le erfah­ren, bei dem zwei Men­schen getö­tet wur­den, und ver­ur­tei­len ihn in einer Pres­se­mit­tei­lung aufs Schärfs­te.

Jom Kip­pur, das an die­sem Mitt­woch began­gen wur­de, ist das jüdi­sche Fest der Ver­söh­nung und gleich­zei­tig auch der höchs­te Fei­er­tag im Juden­tum. Zu die­sem Anlass hat­ten sich zwi­schen 70 und 80 Gläu­bi­ge in der Syn­ago­ge in Hal­le ver­sam­melt. Dass aus­ge­rech­net an die­sem beson­de­ren Tag ein Anschlag auf die­se Syn­ago­ge ver­übt wur­de, zeigt den tie­fen Hass gegen­über unse­ren jüdi­schen Mit­bür­gern, der in Tei­len der Gesell­schaft zuneh­mend ver­brei­tet ist.

Bei die­sem Anschlag wur­den zwei Men­schen getö­tet und zwei wei­te­re ver­letzt. Außer­dem wur­de eine Gra­na­te auf den jüdi­schen Fried­hof gewor­fen. Die­se Akte äußers­ter Bru­ta­li­tät erschüt­tern uns zutiefst und wir, JuLis und Jusos, ste­hen dem ent­schie­den ent­ge­gen. Unse­re Gedan­ken sind bei den Hin­ter­blie­be­nen der Opfer, ihren Fami­li­en und Freun­den, den Ver­wun­de­ten, denen wir eine schnel­le Gene­sung wün­schen, sowie bei der gesam­ten Jüdi­schen Gemein­de in Deutsch­land.

Man kann die Ver­lus­te nicht in Wor­te fas­sen, wenn Men­schen von uns genom­men wer­den. Wor­te des Tros­tes sind schnell gesagt, doch kön­nen sie nie den Schmerz lin­dern, den die Jüdi­sche Gemein­de in die­sem Moment erfährt. Aber gera­de jetzt dür­fen wir nie­mals sprach­los wer­den, nie­mals wie­der den Blick abwen­den, wenn jüdi­sche Mit­bür­ger auf­grund ihres Glau­bens ange­grif­fen wer­den.

Ein Angriff auf sie ist eben­so ein Angriff auf uns alle. Nie­mand darf sich auf­grund sei­nes Glau­bens in Deutsch­land nicht mehr sicher füh­len. Wir alle ste­hen nun in der Pflicht, uns noch ent­schie­de­ner gegen alle For­men des Anti­se­mi­tis­mus zu stel­len und deut­lich zu machen, dass er in unse­rer Gesell­schaft nie wie­der die Aus­ma­ße anneh­men darf, wie es in den 30er und 40er Jah­ren der Fall war.

Geschlos­sen ste­hen wir an der Sei­te unse­rer jüdi­schen Mit­bür­ger und der Jüdi­schen Gemein­de in Rott­weil.